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SPIK - SozialPolitik Informativ & Kurz

Newsletter Abteilung Sozialpolitik und Gesundheit

SPIKI SozialPolitik Informativ-Kurz-Innovativ


29.2.2016

  • Öffentliche Gesundheitsausgaben steigen weiter rasant
  • EU-Beschäftigungs- und Sozialbericht 2015: Österreich mit vierthöchstem Fachkräftemangel in der EU
  • Global Workforce Happiness Index: Österreichs Arbeitnehmer unter den glücklichsten
  • Chaos ohne Grenzen
  • Im eigenen Interesse
  • Für ein freiheitliches Gesundheitswesen
  • Veranstaltungstipp: Gesundheitswirtschaftskongress




Mag. Ulrike Klein

Mag. Ulrike Klein

Öffentliche Gesundheitsausgaben steigen weiter rasant


Nach einer Veröffentlichung der Statistik Austria Ende Jänner 2016 steigen die Gesundheitsausgaben weiterhin rasant: 2014 gaben Staat und Sozialversicherungsträger in Ö 25,64 Mrd Euro für die Gesundheit aus, das sind um 873 Mio Euro bzw. 3,4% mehr als 2013. Kein Wunder, dass es dazu nicht einmal eine Presseaussendung gab.

Die Daten wurden nach dem „System of Health Accounts“ errechnet, der OECD-Methode zur internationalen Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten. Demnach stiegen die Gesundheitsausgaben zwischen 1990 und 2014 im Schnitt um 5% pro Jahr. Die öffentlichen Gesundheitsausgaben stiegen in dem Zeitraum von 8,4 auf 11% des Brutto-Inlands-Produkts.

Die Steigerung hat verschiedene Gründe, die Alterung der Gesellschaft, die Weiterentwicklung der Medizin, höhere Ansprüche der Bevölkerung, etc. Diese Faktoren wirken in fast allen Länder. Einzigartig und kostentreibend ist aber die Spitalslastigkeit Österreichs. Die Österreicher sind bekanntlich Weltmeister bei Spitalsaufenthalten. Der Rechnungshof rechnet, dass Leistungen im Ausmaß von etwa 4,75 Mrd Euro in alternative, insbesondere ambulante Behandlungsformen umgeschichtet und dort kostengünstiger erbracht werden könnten. Außerdem sorgt die Kompetenzzersplitterung im Gesundheitswesen für intransparente Finanzierungsströme. Weiterhin werden die Patientenströme nicht weg von teuren Spitalsambulanzen hin zum niedergelassenen Bereich gesteuert.

Grafik: Gesundheitsausgaben

Copyright: Die Presse

Aktuelle Gesundheitsausgaben: http://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/gesundheit/gesundheitsausgaben/index.html

Kurzfassung des RH-Berichts 2015/17 u.a. zur Rolle des Bundes in der ö Krankenanstaltenplanung: http://www.rechnungshof.gv.at/fileadmin/downloads/_jahre/2015/aktuelles/presse/kurzfassungen/bund/Kurzfassung_Bund_2015_17.pdf 




Mag. Stefanie Rieder

Mag. Stefanie Rieder

EU-Beschäftigungs- und Sozialbericht 2015: Österreich mit dritthöchstem Fachkräftemangel in der EU  


Aus dem aktuellen Beschäftigungs- und Sozialbericht der EU geht hervor, dass Unternehmen in Österreich im EU-Vergleich große Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifiziertem Personal haben. Der von der Europäischen Kommission jährlich veröffentlichte Bericht zu „Employment and Social Developments in Europe“ analysiert Trends im Beschäftigungs- und Sozialbereich und politische Maßnahmen. Wie der 2015 erstellte Bericht nun zeigt, geben 63% aller Unternehmer in Österreich an, kein qualifiziertes Personal zu finden. Damit liegt Ö von 28 EU-Staaten an vierter Stelle. Allerdings fand die Umfrage 2013 statt, als Ö noch die geringste Arbeitslosigkeit in der EU verzeichnete.

Anteil von Unternehmen mit Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifiziertem Personal

Quelle: Third European Country Survey (2013), Eurofound 2013, EU-28. 

Somit haben Unternehmen trotz der schwierigen Arbeitsmarktlage Probleme bei der Besetzung bestimmter freier Stellen. Weiters zeigt der Beschäftigungs- und Sozialbericht 2015, dass ein signifikanter Teil der Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern unter seinem Qualifikationsniveau beschäftigt ist. 

Nach dem Bericht soll die Mobilität von EU- und Nicht-EU-Arbeitskräften innerhalb der EU besser ausgeschöpft werden. Allerdings müsste künftig dem Qualifikationsniveau von Arbeitnehmern mehr Bedeutung zu kommen. Der unzureichenden Nutzung von Humankapital will die Europäische Kommission 2016 mit einer Initiative für neue Kompetenzen begegnen. Aufgrund der weiterhin niedrigen Beschäftigungsquote von Frauen und älteren Arbeitnehmern will die EU darüber hinaus die Arbeitsmarktbeteiligung dieser Personengruppe vermehrt fördern.

Fazit

Flüchtlingskrise und Zuwanderung aus EU-Staaten beherrschen derzeit die Diskussion zum Arbeitsmarkt. Übersehen wird, dass trotz dem großen Arbeitskräfteangebot vor allem in Westösterreich ein erheblicher Mangel an Fach- und Spitzenkräften besteht. Umso wichtiger ist es, die überregionale Mobilität der Österreicher zu forcieren, die Arbeitnehmerfreizügigkeit nicht einzuschränken und bezüglich Drittstaatsangehörigen auf qualifizierte statt auf unqualifizierte Zuwanderung zu setzen. 

http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=738&langId=de&pubId=7859&furtherPubs=yes


Mag. Stefanie Rieder

Global Workforce Happiness Index: Österreichs Arbeitnehmer unter den glücklichsten

Wo sind Mitarbeiter weltweit am glücklichsten? Dieser Frage widmete sich die Studie „Global Workforce Happiness Index“. Das Beratungsunternehmen Universum befragt dabei 250.000 besser ausgebildete Angestellte in 55 Ländern. Demnach ist Österreich weltweit im Spitzenfeld, nämlich auf dem 6.Platz des „Global Workforce Happiness Index“. Am glücklichsten sind Angestellte in Belgien und Norwegen. Die Schweiz nimmt den 7., Deutschland den 15.Platz ein.

Grafik: Global Workforce Happiness Index

Quelle: Global Workforce Happiness Index 2015

Die Tatsache, dass Griechenland trotz wirtschaftlichen Problemen unter den Top 10 liegt, ist laut Studienautoren darauf zurückzuführen, dass Arbeitnehmer loyaler zu ihrem Arbeitgeber sind, wenn sie außerhalb des Unternehmens geringe Jobchancen sehen. 

Anhand eines Punktesystems wurde sowohl die Zufriedenheit, als auch die Wahrscheinlichkeit, den eigenen Arbeitgeber zu empfehlen oder in naher Zukunft den Beruf zu wechseln, gemessen. 

Empfehlungen für Unternehmen

Um aus den Ergebnissen auch einen künftigen Mehrwert für Unternehmen zu schaffen, formuliert die Studie auch Empfehlungen an Unternehmen. Demnach sollten Unternehmen die Ergebnisse der eigenen Branche mit jenen anderer Wirtschaftszweige vergleichen. Erkennt ein Unternehmen frühzeitig Unzufriedenheit unter Angestellten oder verzeichnet einen niedrigen „Glückswert“, kann es aktiv Gegenmaßnahmen setzen. Pläne zur persönlichen Entwicklung und Motivation könnten beispielsweise je nach Region, Alter, Geschlecht oder Funktion zur Steigerung der Zufriedenheit beitragen. Insgesamt zeige sich nämlich, dass glückliche Mitarbeiter loyaler seien und auch die Fluktuation sowie die Rekrutierungskosten reduzieren. Empfehlen Angestellten den eigenen Arbeitgeber weiter, wird für diesen die künftige Rekrutierung leichter. 

Links: 

worldhappiness.report/wp-content/uploads/sites/2/2015/04/WHR15.pdf

Universum Global Workforce Happiness Index



Chaos ohne Grenzen


In einem Gastkommentar im Handelsblatt kommt der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn zum Schluss, dass Sozialstaaten grundsätzlich nicht kompatibel mit der freien Wanderung der Menschen zwischen Staaten sind, wenn die Migranten in den Genuss der staatlichen Leistungen des Gastlandes kommen.

http://www.hanswernersinn.de/de/Handelsblatt_08022016



Im eigenen Interesse


Ein Gastkommentar im Handelsblatt beleuchtet, dass die Einwanderungspolitik der USA und Kanada von Eigeninteresse, Realitätssinn und Bedürfnissen des Arbeitsmarkts geprägt ist, während in Deutschland all das fehlt.
 
http://cdn.theglobalist.com/wordpress/wp-content/uploads/2016/02/HB-Richter-Kommentar-11022016.pdf



Für ein freiheitliches Gesundheitswesen

Im Beitrag „Für ein freiheitliches Gesundheitswesen“ plädiert die Neue Zürcher Zeitung für mehr Freiheit, Wettbewerb und Eigenverantwortung im Gesundheitssystem.
 
http://www.nzz.ch/wirtschaft/wirtschaftspolitik/fuer-ein-freiheitliches-gesundheitswesen-1.18664998



Veranstaltungstipp: Gesundheitswirtschaftskongress


Am 2. März 2016 findet der 8. Österreichische Gesundheitswirtschaftskongress in Wien statt. Dieser hat sich zu einer wichtigen Plattform der Entscheidungsträger der Gesundheitswirtschaft entwickelt. Diesjährige Schwerpunkte sind u.a. die Arbeitszeiten der Spitalsärzte, IT im Gesundheitswesen, innovative Rehaangebote, Ausbildungsreformen der Gesundheitsberufe, Workflow-Management, Kooperationsmöglichkeiten der Wohnungs-, Sozial- und Gesundheitswirtschaft angesichts des demografischen Wandels, patient empowerment und Primärversorgungseinheiten. Auch heuer werden wieder herausragende Forschungsarbeiten mit dem „Health Research Award“ in den Kategorien Management im Gesundheitswesen, Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und e-Health ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.oegwk.at 




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