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„Wir verheizen unsere Zukunft“ – 2017/18 höchster Energieverbrauch seit zehn Jahren

Neue Zahlen der Statistik Austria zum Energieeinsatz der Österreicher machen effizientere Heizsysteme dringend notwendig

Heizungsverbrauch
© WKÖ

Nur wenige Monate nach Veröffentlichung der österreichischen Klimabilanz zeichnen aktuelle Zahlen zum Heizverbrauch ein verheerendes Bild: Mit 286.026.534 Terajoule (TJ) ist der Gesamtenergieeinsatz der Österreicher erstmals seit zehn Jahren wieder gestiegen – um 3,3 Prozent. Der Heizenergieeinsatz stieg im Vergleichszeitraum sogar um 3,7 Prozent auf 199.965 TJ. Wir verheizen in zwei Wintern in etwa jene Energie, die Mumbai in einem Jahr verbraucht - inklusive Strom, Industrie und Verkehr. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Ohne effizientere Heizsysteme lässt sich der Klimawandel nicht bekämpfen.

Energieverbrauch mittels effizienterer Heizsysteme reduzieren

Anstatt zu sinken ist der österreichische Heizenergieeinsatz im Vergleich zu 2015/16 um 3,7 Prozent gestiegen und nahm damit deutlich stärker zu als die Anzahl der Haushalte (+1,3 Prozent). Regional betrachtet konnte dieser Trend in allen Bundesländern mit Ausnahme von Salzburg und Wien beobachtet werden. „Wir dürfen unsere Zukunft nicht verheizen! Gerade im Hinblick auf die österreichische Klimabilanz müssen wir endlich handeln und unseren Energieverbrauch mittels effizienterer Heizsysteme reduzieren“, unterstreicht Andreas Rotter, Obmann des Zukunftsforums SHL und Salzburgs Installateur-Landesinnungsmeister.

Modernisierung von veralteten Heizanlagen

„Heizung und Warmwasser allein sind bereits für 25 Prozent der CO2-Emissionen Österreichs verantwortlich“, fügt Rotter hinzu. „Bis 2030 muss Österreichs Jahresbilanz rund 3,1 Millionen Tonnen weniger Emissionen im Wärmesektor aufweisen. Die Modernisierung einer veralteten Heizanlage und dem Einbau einer effizienten Warmwasseraufbereitung in einem Wohngebäude, gegebenenfalls in Verbindung mit der Dämmung der oberen Geschoßdecke, kann den CO2-Ausstoß um bis zu 80 Prozent reduzieren. Gleichzeitig reduzieren sich die Heizkosten um bis zu 44 Prozent.“

Spitzenreiter in der Verbrauchszunahme bei der Heizenergie ist Tirol (+ 1.677 TJ), gefolgt von Oberösterreich (+ 1.638 TJ), Niederösterreich (+ 1.447 TJ), der Steiermark (+ 1.420 TJ), Kärnten (+ 1.080 TJ), dem Burgenland (+ 227 TJ) und Vorarlberg (+ 57 TJ). Nur in Salzburg (-223 TJ) und Wien (- 98 TJ.) nahm der Heizverbrauch ab. Als Einflussfaktoren können klimatische Verhältnisse angeführt werden, die sich in den kommenden Jahren potentiell verstärken dürften. Mit der globalen Erderwärmung nehmen auch extreme Wetterverhältnisse zu, wie z.B. Kältewellen in Mitteleuropa. Während in der Vergangenheit die Atmosphäre über der Arktis durch den Jetstream relativ isoliert war, sorgt nun ein verringerter Temperaturunterschied zu südlicheren Regionen für ein Abschwächen des Windes, sodass kalte Polarluft immer häufiger nach Europa gelangt und den Heizbedarf steigen lässt.  

Qualitätskriterien für optimale Energieberatung

„Um den Modernisierungsstau bei Heizungen endlich aufzulösen, braucht es gezielte Information, Beratung und Anreize, die auch wirklich bei den Verbrauchern ankommen“, fügt Martin Hagleitner, stv. Obmann des Zukunftsforums SHL und Vorstand Austria Email, hinzu. Darüber hinaus empfiehlt Hagleitner eine Optimierung der Energieberatung in Form von Qualitätskriterien. Auch steuerliche Begünstigungen im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung auf Eigenheime, Eigentumswohnungen sowie Mietwohnungen und die Verkürzung der Abschreibungsdauer bei Instandsetzung von Gebäuden dürfte den Sanierungshunger der Österreicher im Zeichen des Klimaschutzes neu entfachen. 

Über das Zukunftsforum SHL

Das Zukunftsforum SHL ist ein Zusammenschluss von Österreichs Installateuren (vertreten durch die Bundesinnung und die neun Landesinnungen in der Wirtschaftskammer), der Österreichischen Vereinigung des Sanitär- und Heizungsgroßhandels sowie den renommierten Unternehmen und Marken der Branche (alpha innotec, Austria Email, Danfoss, Grundfos, Herz, Residio / Honeywell Home, Judo, IMI Hydronic, Ochsner, Reflex Austria, THERMOCHEMA, Uponor, Vaillant, Vogel & Noot und Wilo). Der Verein versteht sich als unabhängige Informationsplattform rund um das Thema Heizungsmodernisierung und repräsentiert einen Wirtschaftszweig von rund 2,5 Milliarden Euro und rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

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