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„WKÖ bekennt sich voll zu Arbeitnehmerschutz und Freiwilligkeit bei Überstunden“

WKÖ-Generalsekretär Kopf kündigt nochmalige Informationsoffensive für Mitgliedsbetriebe an - Merkblätter für Tourismusbetriebe sind bereits verschickt

WKÖ-Generalsekretär Karlheinz Kopf
© WKÖ/Marek Knopp

„Die Wirtschaftskammer Österreich bekennt sich zu 100 Prozent zur Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und zum Arbeitnehmerschutz. Das schließt die Kontrolle der Arbeitszeitgrenzen und insbesondere auch die Freiwilligkeit und das Wahlrecht bezüglich Überstunden ein, worüber wir unsere Mitgliedsbetriebe laufend informieren“, stellt Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) klar. 

Gleichzeitig kündigt er an, nach Auftreten vereinzelter Problemfälle, die Informationen nochmals zu verstärken. Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, die diese Fälle betrafen, hat übrigens bereits Merkblätter an alle ihre Mitgliedsbetriebe ausgeschickt. Darin gibt es sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer detaillierte Informationen zum Umgang mit der neuen Höchstarbeitsgrenze. 

Das neue Arbeitszeitgesetz sieht hier vor, dass Arbeitnehmer Überstunden, die über zehn Stunden am Tag bzw. über 50 Stunden in der Woche gehen, ablehnen können - und dies jederzeit ohne Folgen befürchten zu müssen. Kopf sieht keinen Bedarf das Gesetz zu ändern: „Das Gesetz erhöht die Flexibilität, stärkt aber gleichzeitig die Arbeitnehmerrechte. Nach unseren bisherigen Erfahrungen ist der Haupteffekt, dass das Gesetz Rechtssicherheit anstelle von Grauzonen schafft und die Arbeitszeit insgesamt nicht verlängert.“

„Wehren uns gegen Generalverdacht“

Grundsätzlich, so betont der WKÖ-Generalsekretär „muss man die Kirche aber schon im Dorf lassen. Es sind vereinzelte Problemfälle auftreten – bei insgesamt 180.000 Arbeitgeberbetrieben allein in der gewerblichen Wirtschaft! Das zeigt in Wirklichkeit, dass 99,9% der Betriebe korrekt mit der neuen Rechtslage umgehen und dass die Empörung und Pauschalaussagen unbegründet und politisch motiviert sind“, betont Kopf. Dass es strengere Kontrollen geben wird, sei zu akzeptieren. „Aber die WKÖ wehrt sich entschieden dagegen, alle Unternehmen unter Generalverdacht zu stellen.“ Das hätten die vielen, redlich arbeitenden österreichischen Betriebe nicht verdient, so Kopf. (PWK751/DFS)

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