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„Smart Future - Und jetzt? Wie menschlich ist künstliche Intelligenz?“

Ein Rückblick auf den 15. Österreichischen IT- & Beratertag 2017: Einblicke in die Zukunft unseres Wirtschaftslebens mit selbstdenkenden und -lernenden Robotern und Maschinen aus verschiedenen Gesichtspunkten

v.l.n.r.: Univ-Prof. Trappl (Öst. Forschungsinstitut für Artificial Intelligence), BM Mahrer, Spiekermann-Hoff (WU Wien), Kardeis (Generaldirektorin für Öffentliche Sicherheit), Harl (Obmann FV UBIT), BM Karmasin, Schanza (Moderation), Graf (GF FV UBIT)
© FV UBIT/Strasnik v.l.n.r.: Univ-Prof. Trappl (Öst. Forschungsinstitut für Artificial Intelligence), BM Mahrer, Spiekermann-Hoff (WU Wien), Kardeis (Generaldirektorin für Öffentliche Sicherheit), Harl (Obmann FV UBIT), BM Karmasin, Schanza (Moderation), Graf (GF FV UBIT)

Der Österreichische IT- und Beratertag feierte heuer sein 15-jähriges Jubiläum und war, wie in den Jahren zuvor, völlig ausgebucht. Im Zentrum standen Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Ein Highlight war der Roboter Pepper, der die Moderation über den gesamten Tag tatkräftig unterstützte. Zusammen mit Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes für Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) eröffnete dieser den 15. Österreichischen IT- & Beratertag: „Gerade die Verbindung von künstlicher Intelligenz mit der Vernetzung von Maschinen – Stichwort Internet of Things – eröffnet neue Perspektiven. Es geht darum, wie wir Maschinen dafür einsetzen, um der Gesellschaft zu dienen“, sagte Alfred Harl und ergänzte: „Maschinen müssen für uns arbeiten. Nicht wir für die Maschinen. Der Mensch soll die Oberhand behalten!“ 

Bundesministerin für Familien und Jugend, Dr. Sophie Karmasin, und Bundesminister für Wissenschaft, Forschung & Wirtschaft, Dr. Harald Mahrer, verweisen in ihren Eröffnungsreden auf das große Potential der Digitalisierung und künstlichen Intelligenz für Familie und Bildung sowie Wirtschaft. Laut Karmasin muss die Digitalisierung noch stärker in der Schulbildung verantwortet werden, um die nächste Generation fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen. Mahrer sieht die Herausforderung vor allem in der Frage, wie wir die Potentiale der Technologien von heute und morgen nutzen, um die Wirtschaft und Gesellschaft zu stärken. Dr. Michaela Kardeis, Generaldirektorin für öffentliche Sicherheit, führte dem Publikum jedoch auch die Gefahren des Internets vor Augen. Bewusstsein für die Gefahren steht hier im ersten Schritt im Fokus. Mit der Initiative GEMEINSAM.SICHER – fIT im Netz, die vom Bundesministerium für Inneres (BMI) und dem Fachverband UBIT ins Leben gerufen wurde, werden schon seit Jahresbeginn Unternehmens- und IT-Berater ausgebildet, um Österreichs Unternehmen in ihrer digitalen Transformation und in Sachen Sicherheit zu unterstützen. Mag.(FH) Gert Seidl vom Cyber Crime Competence Center des Bundeskriminalamts, der in dieser Initiative eng mit dem Fachverband UBIT zusammenarbeitet, hat das Thema Sicherheit in seinem Vortrag „Beutezug am Datenhighway" ebenfalls aufgegriffen. 

Künstliche Intelligenz – Revolution oder Gefahr

Eines der absoluten Highlights des Tages war die Keynote von Univ.-Prof. Dr. Robert Trappl vom österreichischen Forschungsinstitut für Artificial Intelligence. Als Vordenker und absoluter Experte auf seinem Gebiet referierte er zum Thema „Der Mensch steht im Mittelpunkt der künstlichen Intelligenz: Wohin geht unsere Reise?“. Dabei sieht er den Einfluss von künstlicher Intelligenz nicht nur in der Robotik, sondern auch in anderen Bereichen der Digitalisierung wie etwa im Datenschutz. Die künstliche Intelligenz wird in Zukunft, so Trappl, der Menschheit und der Gesellschaft als Partner positiv zur Seite stehen. Einen anderen Ansatz verfolgte Keynote-Speaker Prof. Dr. Sarah Spiekermann-Hoff von der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihr Anliegen ist es, Menschen im Gegensatz zu Maschinen nicht als bloßes irrationales Wesen zu sehen und plädierte für ein positives Menschenbild und eine klare Hierarchie, in welcher der Mensch der Maschine übergeordnet ist. Aus diesen konträren Ansichtspunkten entstand zwischen den beiden Vortragenden eine spannungsgeladene Diskussion, die im Anschluss auch für anregenden Gesprächsstoff sorgte. 

Von Blockchain bis Cognitive Computing

Der Tag war prall gefüllt mit exzellenten Keynotes, Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Während Shermin Voshmgir, Gründerin des Blockchain Hubs in Berlin, am Vormittag eine Einführung in das Thema Blockchain und mögliche Zukunftsanwendungen gab, diskutierte DI (FH) Matthias Grabner, Branchenmanager Technology der Außenwirtschaft Austria, am Nachmittag über Liveschaltungen mit den Vertretern der Außenstellen Japan, Kanada, England und Israel über künstliche Intelligenz und weltweite Innovationen. Ebenso spannend waren die Vorträge „Cognitive Computing“ von Mag. Franz Dornig, Manager Cognitive Solutions IBM, sowie „Die Zukunft der Mobilität ist autonom“ von Prof. Hermann Steffan, Wirtschaftliche Leitung Virtual Vehicle. Im Rittersaal konzentrierte man sich unter der Moderation von Andreas Stadler, Berufsgruppensprecher der Buchhaltung, auf Themen wie Datenschutz-NEU, Herausforderungen in der Bekämpfung von Geldwäsche oder E-Rechnung. Die geheime Ratsstube wurde dieses Jahr mit spannenden Workshops gefüllt - von „Arbeit 4.0“ über „Industrie 4.0“ bis hin zu „Entscheiden durch AI“ war für alle etwas dabei. 

Im Anschluss an eine informative und spannende Veranstaltung hat man den Tag bei der Abendgala im Festsaal ausklingen lassen. „Es war wieder einmal ein großartiger Tag. Ich danke all jenen, die im Hintergrund gearbeitet haben, um diese Veranstaltung möglich zu machen. Wie wir heute schon gehört haben – ohne Menschen geht es nicht!“, fasst Alfred Harl zusammen und ergänzt: „Digitalisierung und künstliche Intelligenz sind Zukunftsthemen, die dazu beitragen sollen, uns Menschen und die Wirtschaft noch besser zu machen. Mit der Hilfe von Technologien werden wir unsere Potentiale noch weiter ausschöpfen können.“ 

Der Mentalist Manuel Horeth war der abschließende Bühnengast, der den gesamten Saal in seinen Bann zog und alle mit seiner „Mindpower“ zum Staunen brachte. Als krönenden Abschluss seines Auftritts überraschter er gemeinsam mit den Fachgruppenobleuten Obmann Alfred Harl mit einer Jubiläumstörte zur 15. Auflage des Österreichischen IT- und Beratertages. 

IT- und Beratertag ist Branchenevent für Entscheidungsträger

Der Österreichische IT- und Beratertag ist der Treffpunkt für Österreichs Entscheidungsträger und das “Who is Who” der heimischen Wirtschaftsszene. Der ganztägige Branchenevent des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich findet im nächsten Jahr am 22. November 2018 in der Wiener Hofburg statt und ist das Highlight der Austrian Consultants’ Days. 

Das offizielle Video sowie Fotos und einen Nachbericht des 15. Österreichischen IT- und Beratertages 2017 finden Sie auf


Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT

Mit mehr als 67.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at

(PWK913/us)

15. Österreichischer IT- & Beratertag 2017

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