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"Für viele Branchen ist der Erfolg im Weihnachtsgeschäft essentiell"

Wolfgang Ziniel von der KMU Forschung Austria über das Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher, vor allem in der Weihnachtszeit. 

Wolfang Ziniel (KMU Forschung Austria)
© LuxundLumen Wolfang Ziniel (KMU Forschung Austria)

Seit über 20 Jahren beschäftigt sich die KMU Forschung Austria mit dem Handel in der Weihnachtszeit. Dr. Wolfgang Ziniel ist in der KMU Forschung für die Bereiche Handelsforschung, Tourismus und weitere Branchenanalyse sowie Ratingmodelle verantwortlich. Im Interview gibt er spannende Einblicke über das Einkaufsverhalten der Österreicherinnen und Österreicher, vor allem in der Weihnachtszeit.

Welche Rolle spielt heutzutage die persönliche Fachberatung für die Konsumenten neben dem Online-Shopping?

Wolfgang Ziniel: Wenn es um die Top-Informationsquellen bei Weihnachtsgeschenken geht, sind stationäre Geschäfte und deren Schaufester weiterhin die Nummer eins.  Auf dem zweiten Platz folgt das Internet. Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich erwarten sich im Rahmen ihrer Kaufprozesse eine hohe Beratungs- und Servicequalität. Für den österreichischen Handel geht es darum, diese Kompetenz im Ramen seiner Leistungsangebote authentisch sichtbar zu machen. 

Was können österreichische Einzelhändler und Versandhäuser machen, um gegen Giganten wie Amazon zu bestehen? 

Im ersten Schritt muss eine Besinnung auf die Kernkompetenzen erfolgen. Diese Kompetenzen umfassen in der Regel eine Nähe zum Kunden sowie eine hohe Produktkompetenz. Im nächsten Schritt gilt es diese Kernkompetenzen mit Fokus auf aktuelle Trends im Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten auszubauen: Sei es durch individualisierte Angebote, digitale Tools oder durch die nachhaltige Erweiterung des eigenen Angebots. Nehmen Sie nur aktuelle Beispiele aus dem Buchhandel: Diese reichen von Private Shopping am Abend mit Käse und Wein bis zum Same Day Delivery inkl. der nachhaltigen Auslieferung der Bücher per Fahrrad im urbanen Raum. 

Welche Trends lassen sich beim Konsumentenverhalten im Jahr 2019 feststellen?

Die Anzahl der Late-Shopper (Konsumentinnen und Konsumenten, die den Großteil ihrer Geschenke in der 2. Dezemberhälfte kaufen) wird nach vielen Jahren des kontinuierlichen Anstiegs 2019 wieder etwas zurückgehen.

2019 konnten sich Bücher an die Spitze die beliebtesten Geschenke setzen und Gutscheine auf Platz 2 verdrängen. Danach folgen Bekleidung/Textilien und Spielwaren.

Welche Bedeutung hat das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel, lässt sich hier eine Tendenz feststellen? 

Die Bedeutung ist stark von der Branche abhängig. Für viele Branchen ist der Erfolg im Weihnachtsgeschäft geradezu essentiell für den Erfolg des Gesamtjahres. Zu diesen zählen besonders der Uhren- und Schmuckhandel, Spielwarenhandel sowie der Papier- und Bucheinzelhandel.

In anderen Branchen wie dem Lebensmitteleinzelhandel bleibt der "Weihnachtsimpact" vergleichsweise überschaubar. Über alle Brachen gesehen geht der Einfluss von Weihnachten aber ganz leicht zurück.

Welche Rolle spielen Weihnachtsmärkte als Absatzmarkt und Umsatzquelle? 

Der Bedeutung von Weihnachtsmärkten bleibt weiterhin hoch. So haben z.B. 80 % der Wienerinnen und Wiener heuer vor, einen Wiener Weihnachtsmarkt zu besuchen - und das im Durchschnitt 3,5 Mal. Pro Besuch und Person ist mit Ausgaben von über 20 Euro zu rechnen, in Summe ergibt des über € 100 Mio ausschließlich für Wienerinnen und Wiener auf Wiener Weihnachtsmärkten.

Die Hauptmotive sind die Atmosphäre auf den Märkten, sowie das Treffen von Freunden. Zusätzlich können Weihnachtsmärkte auch positive Ausstrahlungseffekte auf den stationären Einzelhandel in den Innenstädten haben.

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