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Oberösterreich ist gut versorgt

Der Lebensmitteleinzelhandel sieht sich nach wie vor einem ständigen Strukturwandel ausgesetzt und steht schon seit Jahren vor großen Herausforderungen. Um die Entwicklung genau unter die Lupe zu nehmen, beauftragte das Landesgremium mit dem Land OÖ das Institut market calling mit einer Strukturanalyse.

Lebensmittelhandel
© AdobeStock

„Ein zentraler Punkt meines Programms ‚Fit for Future – Oberösterreichs 2030‘ ist die Erhaltung unserer Gemeinden als lebendige Zentren, etwa durch die Stärkung der Ortskerne als auch durch ein funktionierendes Nahversorgungs-Netzwerk. Mit einer aktiven Raumordnung wollen wir diesem Problem entgegentreten. Im Rahmen einer Raumordnungsnovelle wollen wir mit dem Priorisierungsmodell‚ Ortskern – Leerstand – Neufläche‘ eine Verdichtung der Strukturen innerhalb der Ortskerne erreichen. Zur Erhaltung der Nahversorgung in den ländlichen Regionen gibt es beispielsweise ein eigenes Förderungsprogramm des Landes OÖ zur Unterstützung der Nahversorger in den Gemeinden“, betont Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. 

„Von 2008 bis einschließlich 31. Juli 2019 wurden insgesamt 2763 Nahversorgungsprojekte in Oberösterreich vom Land gefördert. Dabei wurde mit einem Förderbetrag von rund 25 Millionen Euro des Wirtschaftsressorts ein Investitionsvolumen von mehr als 215 Millionen Euro ausgelöst“, hebt Achleitner hervor. Mit einer Nachjustierung der Förderung soll insbesondere auf die aktuellen Entwicklungen bei der Nahversorgungsstruktur in Oberösterreich sowie auf die Veränderungen auf dem Markt reagiert werden.

„Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass Oberösterreich so gut versorgt ist, wie nur wenige Bundesländer.“
Angelika Sery-Froschauer

„Der Lebensmitteleinzelhandel in Oberösterreich ist im ländlichen Bereich weiterhin von sehr individuellen, selbstständigen und eher klein ausgerichteten Unternehmen geprägt. Das Erfreulichste am Ergebnis ist, dass die Analyse zeigt, dass Oberösterreich nach wie vor sehr gut versorgt ist. Auch wenn es Gemeinden gibt, in denen kein Nahversorger mehr vorhanden ist, so ist die Wegstrecke zum nächsten Geschäft für den täglichen Bedarf zumeist sehr kurz. Gründe für das Fehlen eines Nahversorgers sind häufig die fehlende Unternehmensnachfolge und schlicht und einfach der Grund, dass sich ein eigenes Geschäft nicht rechnen würde“, sagt WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer. Insgesamt müssen derzeit 54 oberösterreichische Gemeinden ohne Nahversorger auskommen, 2016 waren es 41 und 2009 waren es 56. „Mit diesem Ergebnis zeigt sich trotz der gestiegenen Zahl, dass Oberösterreich so gut versorgt ist, wie nur wenige Bundesländer“, ist Sery-Froschauer überzeugt. Laut KMU Forschung Austria erzielte der Lebensmittelhandel in Oberösterreich 2018 einen Umsatz von rund 3,6 Mrd. Euro  (2016: rund 3,5 Mrd. Euro), die Anzahl der Beschäftigten stieg im oberösterreichischen Lebensmitteleinzelhandel von 2016 mit 15.477 Mitarbeitern auf 17.006 im Jahr 2018.

Die Verkaufsflächen sind geringfügig gestiegen

„Insgesamt wurden in der Strukturanalyse 2547 Lebensmittelhändler aus der Mitgliederdatenbank der WKOÖ kontaktiert“, berichtet Gremialobmann Johannes Jetschgo. 40 Prozent der Unternehmen haben eine Verkaufsfläche bis max. 80 Quadratmeter. Bei 38 Prozent liegt die Fläche zwischen 81 und 1000 Quadratmetern. Die Verkaufsflächen haben sich somit seit 2016 geringfügig vergrößert. Klare strukturelle Unterschiede zeigen sich 2019 wieder bei der Aufschlüsselung zwischen Teil- und Vollsortimenter. Insgesamt sind 63 Prozent der oberösterreichischen Lebensmitteleinzelhändler Vollsortimenter, 37 Prozent sind Teilsortimenter. Erwartungsgemäß haben dabei die Vollsortimenter meistens deutlich größere Verkaufsflächen und mehr Mitarbeiter. Auch das Verhältnis der Voll- und Teilsortimenter ist gegenüber der 2016 durchgeführten Erhebung mit 59 Prozent Vollsortimentern und 41 Prozent Teilsortimentern fast konstant. 

Zwei Drittel hat keinen Kooperationsvertrag

Etwa zwei Drittel der selbständigen Betriebe hat keinen Kooperationsvertrag. Das Ergebnis ist ähnlich wie 2016 und 2012. Spar mit 37 Prozent und Pfeiffer/Nah und Frisch mit 31 Prozent sind die wichtigsten Partner für selbstständige Lebensmitteinzelhändler. Diese Ergebnisse sind mit den Erhebungen aus 2016 ident.

Zusatzdienstleistungen: Party-Service und Zustelldienste am wichtigsten

Die 2019 am weitesten verbreiteten Zusatzdienstleistungen der Lebensmitteleinzelhändler sind Zustelldienste (38 Prozent), Imbiss und fertige Speisen zum Konsum vor Ort (27 Prozent) und das Party-Service/Catering (24 Prozent). Die Werte decken sich mit jenen aus den Befragungen der Jahre 2012 und 2016. Neu hinzugekommen sind Onlineshops, derzeit geben 7 Prozent an, einen Onlineshop zu führen. 

Mehr als die Hälfte der selbständigen Lebensmittel-Einzelhändler gibt 2019 einen Jahresumsatz von weniger als einer Mio. Euro an. 19 Prozent nennen einen Umsatz von einer bis fünf Mio., 1 Prozent hat einen Jahresumsatz von mehr als fünf Mio. Euro. 19 Prozent wollten dazu keine Angabe machen. Beim Alter der Betriebsverantwortlichen ist ein leichter Anstieg zu spüren. Dies war auch bereits beim Vergleich von den Ergebnissen aus dem Jahr 2016 zu den Zahlen aus dem Jahr 2012 zu sehen. Insgesamt 61 Prozent der Betriebsverantwortlichen gab an, die Nachfolge noch nicht geregelt zu haben. Von den 39 Prozent, die die Nachfolge bereits geregelt haben, gaben 47 Prozent an, die Möglichkeit einer Weitergabe innerhalb der Familie zu nutzen. 42 Prozent werden den Betrieb schließen. 5 Prozent wollen bzw. werden das Unternehmen verkaufen. Auch 2016 und 2012 gaben über 60 Prozent der Betriebsverantwortlichen an, die Nachfolge noch nicht geregelt zu haben.

Die größten Herausforderungen

Die Unternehmer sehen im Bereich Personal, Personalakquise und Lohnkosten die größte Herausforderung (19 Prozent). An zweiter Stelle steht die Konkurrenz mit 11 Prozent. Weitere Punkte sind das Marketing, Förderungen und die Bürokratie mit jeweils 6 Prozent.

V.l.: Gremialgeschäftsführer Manfred Zöchbauer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer und Gremialobmann Johannes Jetschgo.
© Friedrich V.l.: Gremialgeschäftsführer Manfred Zöchbauer, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer und Gremialobmann Johannes Jetschgo.


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