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Schattenwirtschaft geht zurück

Die Schattenwirtschaft, der sogenannte Pfusch, wird heuer in Österreich rund 24,08 Mrd. Euro umsetzen. Das ist ein Minus von 5,12 Prozent zum Vorjahr, prognostiziert der Linzer Volkswirt Friedrich Schneider. Erfreulich: EU-weit ist Österreich damit erneut das Schlusslicht.

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Der größte Verlierer bei der Schwarzarbeit sei der Staat, dem Sozialversicherungsbeiträge ent- gingen. Die Steuer- und Sozialversicherungsausfälle belaufen sich auf 2 bis 3,5 Mrd. Euro pro Jahr. Die Steuerverluste hielten sich in Grenzen, da das schwarz verdiente Geld sofort wieder in der offiziellen Wirtschaft ausgegeben werde. Ein weiterer Verlierer seien laut Schneider aber die Krankenversicherungen, die die erhöhten Kosten von zusätzlichen Unfällen bzw. Arbeitsunfähigkeit der Pfuscher tragen müssten.

Der Rückgang der Schattenwirtschaft in Österreich führt Schneider vor allem auf die noch gute Konjunktur – in seinen Berechnungen geht er von 1,9 Prozent BIP-Plus aus – und die doch deutlich gesunkene Arbeitslosigkeit zurück. Einen noch stärkeren Rückgang der gewerbsmäßigen Schwarzarbeit würde Schneider zufolge die Abschaffung der kalten Progression auslösen. „Würde man sich auch trauen, die kalte Progression abzuschaffen, würde das der Schattenwirtschaft einen Dämpfer versetzen.“ Er geht davon aus, dass dadurch der Pfusch in Österreich um 500 Mio. Euro im Jahr zurückgehen würde.

Nach Bundesländern betrachtet wird heuer in Wien mit 4,8 Mrd. Euro am meisten gepfuscht. Dahinter folgen Oberösterreich (2,9 Mrd.) und Niederösterreich (2,8 Mrd.). In den 28 EU-Staaten soll es heuer gegenüber 2018 einen Rückgang der Schwarzarbeit um nur 0,54 Prozentpunkte geben. Ähnlich niedrige Pfusch-Raten wie Österreich weisen die Niederlande und Luxemburg mit 7 bzw. 7,4 Prozent des BIP aus. Am massivsten zutage tritt die Schattenwirtschaft in Bulgarien (30,1 Prozent), Rumänien (26,9 Prozent) und Kroatien (26,4 Prozent).

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