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Rohstoffpreise sind aus den Fugen geraten

Exorbitante Preissteigerungen bei Rohstoffen und verarbeiteten Produkten, Verknappung, Lieferausfälle oder Verzögerungen von vielen Monaten – die Versorgung des Handwerks ist aus den Fugen geraten.

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© AdobeStock.com Die Preise vieler Rohstoffe wie Holz, Stahl, Kupfer und andere sind aus dem Lot.

Preissteigerungen seit Juli 2020 von 125 Prozent (Stahl), 100 Prozent (Kupfer), 60 Prozent (Holz), 50 Prozent (Bitumen und andere bauchemische Produkte) – quer durch viele Grundstoffmärkte zeigt sich seit einiger Zeit eine Entwicklung, die viele Gewerbe- und Handwerksbetriebe vor gravierende Probleme stellt. Denn zu den Preisexplosionen kommen Versorgungslücken bei zahlreichen Grundstoffen und verarbeiteten Produkten.

Eine Ursache ist die unterschiedliche Erholungsgeschwindigkeiten wichtiger Volkswirtschaften nach der Pandemie. Vor allem China (18 Prozent BIP-Plus im 1. Quartal) und das übrige Südostasien, wo der konjunkturelle Aufschwung nach dem Corona-Schock als Erstes eingesetzt hat, wirken wie ein Staubsauger. Beispielsweise ist China binnen eines Jahres vom Stahlexporteur zum Importeur geworden.

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© starmayr
„Viele Gewerbebetriebe sind relativ gut durch die Krise gekommen, müssen aber jetzt fürchten, unverschuldet in einer Kostenfalle gefangen zu sein.“
Spartenobmann Michael Pecherstorfer

„Vor allem die investitionsgüternahen Gewerbe, allen voran Bau, Holzbau, baunahe Branchen, Bauhilfsgewerbe oder Metallverarbeiter leiden unter Rohstoffverknappung und Lieferunsicherheiten und der damit einhergehenden exorbitanten Preissteigerungen“, weiß Michael Pecherstorfer, Obmann der oö. Sparte Gewerbe und Handwerk, aus Gesprächen mit Branchenvertretern. „Die Baubranchen etwa sind relativ gut durch die Corona-Pandemie gekommen, seit Jahresbeginn konnten sie durchwegs gute Auftragseingänge verbuchen. Jetzt aber müssen sie fürchten, unverschuldet in einer Kostenfalle gefangen zu sein.“

Festpreise nicht mehr der Weisheit letzter Schluss

Der Grund dafür liegt darin, dass etwa bei kleineren Aufträge, wie z.B. ein Einfamilienhaus, in der Regel Festpreisverträge ohne nachträgliche Preisanpassung abgeschlossen werden. Hier drohen erhebliche Fehlvergütungen und die Firmen stecken in der Kostenfalle. Bei längerfristigen Aufträgen werden hingegen veränderliche Preise, vor allem für preissensible

Leistungsbestandteile vereinbart. „Diese Preisgleitklauseln führen zu fairer Risikoteilung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer“, so Pecherstorfer. Das sei jetzt der zielführende Ansatz, denn das Einhalten von Liefer- und Fertigstellungsterminen werde noch länger höchst unsicher sein. Da Experten von einer sich weiter zuspitzenden Preisentwicklung in manchen Sektoren ausgehen und nicht vor dem Herbst mit stabilen Lieferketten von Rohstoffen und verarbeiteten Produkten rechnen, rät Pecherstorfer „zu vorsichtiger Kalkulation und flexibler Vertragsgestaltung“.

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