th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Die Hannover Messe Industrie stellt die Weichen für die Industrie der Zukunft

Mit Industrie 4.0, Künstlicher Intelligenz, 5G, Leichtbau und der Zukunft der Arbeit stellte die Hannover Messe Industrie (HMI) 2019 Weichen für die Industrie der Zukunft. Sie stand unter dem Leitthema „Integrated Industry – Industrial Intelligence“.

NKE
© WKOÖ

Von 1. bis 5. April kamen über 200.000 Besucher aus 75 Ländern, 6500 Weltkonzerne, Mittelständler und Start-ups präsentierten ihre Technologien für die Industrieproduktion und die Energieversorgung der Zukunft , darunter auch 18 oö. Unternehmen. „Die HMI ist eine Plattform, die das Zusammenspiel der wichtigsten Zukunftsthemen der Industrie abbildet. Die größte Industriemesse der Welt ist seit Jahren auch für die österreichische Wirtschaft ein interessanter Messeplatz. Heuer präsentierten 68 österreichische Aussteller ihre technologischen Neuheiten dem internationalen Fachpublikum. Mit 18 Ausstellern stellte Oberösterreich einen großen Anteil der österreichischen Hannover-Teilnehmer. Damit wird einmal mehr die Rolle unseres Bundeslandes als hoch innovatives Produktions- und Exportland bestätigt“, sagt Spartenobmann-Stv. Josef Kinast beim Besuch der oö. Aussteller.

Positive Konjunktur und Beschäftigtenzuwachs in der oö. Industrie

Mit einem abgesetzten Produktionswert von 43,1 Mrd. Euro, das bedeutet eine Steigerung von 4,1 Prozent gegenüber 2017 und einem Auftragseingang von 33,3 Mrd. Euro weist die oberösterreichische Industrie mit ihren rund 1100 Unternehmen im Jahr 2018 wiederum ein starkes Wachstum auf. „Mit einem Anteil von rund 25 Prozent an der Gesamtindustrie Österreichs, 40 Prozent Anteil an der Wertschöpfung Oberösterreichs und einem Exportanteil von über 70 Prozent hat Oberösterreichs Industrie im Vorjahr einmal mehr unterstrichen, dass es Österreichs Industrieland Nummer 1 ist. Auch die Anzahl der Beschäftigten in der oberösterreichischen Industrie ist von 112.900 im Jahr 2017 auf 114.800 gestiegen. Inklusive Leasingpersonal beschäftigt die oö. Industrie derzeit 124.400 Arbeitnehmer.

„Die HMI zeigt, das Potenzial von Industrie 4.0 ist groß und lange noch nicht ausgeschöpft. Das Vo-ranschreiten der Digitalen Revolution entwickelt sich in einem rasanten Tempo. Oberösterreich baut als Industriebundesland auf einer sehr starken Basis auf. Denn Oberösterreich beheimatet viele internationale Marktführer und Nischenplayer und kann mit einem höchst innovationsaktiven Unternehmenssektor punkten, der rund drei Viertel der F&E-Aufwendungen des Bundeslandes trägt. Viele starke Arbeitgeber haben ihren Sitz in Oberösterreich. Zum Beispiel sitzen nach dem Trend-Ranking 2018 acht der Top-10 der besten Arbeitgeber Österreichs in unserem Bundesland. Zudem verfolgt das Land eine aktive Innovations- und Technologiepolitik und ist in der Forschung stark aufgestellt“, sagt Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner.

Oberösterreich auf der HMI

Auf der heurigen HMI präsentierten sich beispielsweise die insgesamt 17 Forschungszentren aus dem UAR (Leitgesellschaft für Forschung des Landes Oberösterreich) Innovation Network. Im Zentrum des 120 m² großen Messestands zeigten fünf Forschungszentren ihre innovative Lösungen: Linz Center of Mechatronics GmbH, PROFACTOR GmbH, Research Center for Non Destructive Testing GmbH, Software Competence Center Hagenberg GmbH und K1-MET GmbH - Metallurgisches Kompetenzzentrum.

Die Forschungszentren präsentierten unter anderem Lösungen zur Prozessoptimierung mittels Künstlicher Intelligenz, Digitale Zwillingen zur Optimierung der Produktentwicklung, Methoden zur flexiblen und kosteneffektiven Verteilung von Fertigungsaufträgen in der Produktionsumgebung, innovative Verfahren für eine zerstörungsfreie Qualitätskontrolle und neue Ansätzen für eine nachhaltige Stahlproduktion.

Achleitner (l.) und Kinast am UAR-Stand.
© WKOÖ Achleitner (l.) und Kinast am UAR-Stand.

E+E  Elektronik

Die in Engerwitzdorf beheimatete Firma E+E Elektronik fokussiert sich international auf Sensortechnik für diverse Applikationen. So werden die Sensoren in Wetterstationen und Gebäuden eingesetzt. Messeschwerkunkt waren hochgenaue Durchflussmesser und Taupunktsensoren für die Druckluftüberwachung. „Produkte müssen intelligenter werden“, erzählt Geschäftsführer Josef Hartl auf der Messe in Hannover. 

E+E Elektronik.
© WKOÖ E+E Elektronik.

Oberösterreichische Wälzlager erobern chinesischen Markt

NKE ist ein internationaler Hersteller für Wälzlager in allen Größen und Formen. In Hannover stellte das Unternehmen mit Zentrale in Steyr brünierte Lager vor. Eine Brünierung verbessert das Einlauf- und Verschleißverhalten der Lager und schützt vor Umgebungseinflüssen. Insbesondere bei kritischen Anwendungsfällen wie bei Getrieben von Windenergieanlagen ist die Brünierung der Lager eine kostengünstige Maßnahme zur Verlängerung der Gebrauchsdauer. Bei der Brünierung handelt es sich um eine Schutzschicht auf Eisen- oder Stahlteilen. „Unsere Wälzlager werden beispielsweise eingesetzt in Lkw-Getrieben, bei der Bahn oder auch bei Windkraftanlagen. Speziell am chinesischen Markt kommt das Produkt hervorragend an. So konnte NKE im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent mehr Umsatz verbuchen. Zudem wird eine Verschiebung in den Automotive-Bereich erwartet, da durch die E-Mobilität sich neue Märkte erschließen“, erzählt Geschäftsführer Thomas Witzler.

NKE, Hersteller für Wälzlager in allen Größen und Formen.
© WKOÖ NKE, Hersteller für Wälzlager in allen Größen und Formen.

Sicherheit im Fokus

Die Linzer Firma Sprecher Automation bietet Stromversorgungslösungen, Automatisierungsplatttformen und Scannersysteme. Der neueste Schwerpunkt ist  die Cybersecurity. „ Unterschiedlichste Informationen aus dem Netz werden gesammelt und intelligent in wertvolle Daten umgewandelt, mit denen sich Prozesse und Abläufe viel einfacher und effizienter gestalten lassen. Höchste Verfügbarkeit hat Priorität“, so Erwin Raffeiner, Geschäftsführer von Sprecher Automation auf der Messe in Hannover.  Damit konnten sie bereits international punkten. Die Lösungen für digitale Umspannwerke bis zu kompakten Ortsnetzstationen gehen zum Beispiel nach Deutschland, Norwegen und Finnland. Doch nicht nur IT-Sicherheit war in Hannover Thema, die große Bedieneinheit SPRECON-E-CP-2500 erleichtert in Zukunft die Arbeit in Netzstationen. „Wie in so vielen anderen Disziplinen auch, spielt die Digitalisierung im Bereich der Energieversorgung in Zukunft eine große Rolle. Die Erzeugung, Übertragung und Verteilung elektrischer Energie wird zunehmend anspruchsvoller. Eine hoch verfügbare und sichere Versorgung mit elektrischer Energie erfordert ein Höchstmaß an intelligenter Überwachung und Steuerung“, so Raffeiner.

 Sprecher Automation bietet Stromversorgungslösungen, Automatisierungsplatttformen und Scannersysteme.
© WKOÖ Sprecher Automation bietet Stromversorgungslösungen, Automatisierungsplatttformen und Scannersysteme.

Fluid-, Automatisierungs- und Gebäudetechnik

Seit über 50 Jahren steht der Name Hainzl Industriesysteme GmbH aus Linz für Fluid-, Automatisierungs- und Gebäudetechnik sowie stetes Finden von neuen, innovativen Lösungen sowie für Testsysteme und Condition Monitoring.  Unter dem Slogan „Process Data Control & Monitoring for higher Standards“ bot der 77 m2 große Messestand Besuchern unter anderem Einblicke in das neue webbasierte Process Data Monitoring sowie in den Bereich der Hochdruckhydraulik. Beim Process Data Monitoring werden z.B. Performance- und Prozessdaten gleicherweise aufgezeichnet und automatisch analysiert, damit zu jeder Zeit Aussagen zur Qualität und Funktionsfähigkeit der Anlage getroffen werden können. Ein Highlight stellte das 3D-Modell eines Lineardruckübersetzers dar, der für die Prüfung von hydraulischen Verbindungselementen eingesetzt wird und Drücke bis zu 1.500 bar erzeugen kann. Abgerundet wurde der Einblick in die Welt von Hainzl auf der diesjährigen HMI mit einem effizienten Schaltschrankkühlsystem. „Wir entwickeln Maschinen um Großes zu bewegen, was elektrisch nicht funktioniert“, so Herwig Eichler, Vertriebsleiter bei Hainzl Industriesysteme GmbH. 

Hainzl Industriesysteme GmbH.
© WKOÖ Hainzl Industriesysteme GmbH.

In die Zukunft investieren

Die in Wels ansässige Rübig Gruppe spezialisiert sich auf Härte-, Anlagen und Schmiedetechnik. Dabei kommen Beschichtungsverfahren in allen Facetten zur Anwendung. Der Standort in Marchtrenk gilt als Kompetenzcenter, wo bewegende Bauteile verschleißfähiger gemacht werden. „Wir planen demnächst eine Aufstockung in Marchtrenk “, verkündete Geschäftsführer Robert Horvath am Messestand. Die Rübig Anlagentechnik ist führender internationaler Hersteller von Anlagen zur Plasmanitrierung und -beschichtung sowie Gasnitrierung. Mit mehr als 200 Kunden in über 40 Ländern ist die Division der Global Player der Rübig Gruppe.

Rübig: Spezialist für Härte-, Anlagen und Schmiedetechnik.
© WKOÖ Rübig: Spezialist für Härte-, Anlagen und Schmiedetechnik.

Digitaler Zwilling

Unter dem Motto „Digital Enterprise – Thinking industry further!“ stellte Siemens intelligente Lösungen für die branchenspezifische Umsetzung von Industrie 4.0 in den Mittelpunkt seines Auftrittes auf der HMI. Hierfür zeigte Siemens auf rund 4.000 Quadratmetern zahlreiche Erweiterungen seines Digital-Enterprise-Angebots für die digitale Transformation der Fertigungs- und Prozessindustrie. Die Integration von Zukunftstechnologien in das Portfolio bietet Anwendern dabei neue und weitaus umfassendere Möglichkeiten, die rasant wachsende Datenmenge in der Industrie zu nutzen. Zudem stellt Siemens integrierte Energielösungen für Netzbetreiber und digitale Unternehmen vor. „Siemens ist aus dem oberösterreichischen Markt nicht mehr wegzudenken. An den sogenannten Mindsphere-Apps arbeiten beispielsweise in Linz 350 Mitarbeiter“, sagt Josef Kinast, Siemens Oberösterrreich Niederlassungsleiter.

Wie innovativ Siemens ist, zeigt ein Digital-Twin-Generator. Kinast hat es selbst ausprobiert.
© WKOÖ Wie innovativ Siemens ist, zeigt ein Digital-Twin-Generator. Kinast hat es selbst ausprobiert.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Business inside
Josef Resch (l.) hat seit Anfang des Jahres die operative Führung an seinen Sohn Georg Resch übertragen.

Betriebsübergabe am Höchststand

Resch & Frisch hat im letzten Jahr rekordmäßig umgesetzt und einen Generationswechel eingeläutet. Zudem wird kräftig ausgebaut. mehr

  • Business inside
Die Salzkammergut Fischrestaurants starten mit den Fisch Gourmet Wochen.

Salzkammergut Fischrestaurants eröffnen Fisch Gourmet Wochen

Von 26. April bis 10. Mai stehen in allen Mitgliedsbetrieben der Salzkammergut Fischrestaurants heimische Fischspezialitäten im Vordergrund. mehr