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Wasserstoff für die Stahlproduktion nutzen

Zu früher Stunde erhielten kürzlich oberösterreichische Ingenieurbüros eine Menge Gehirnnahrung zum Thema Wasserstoff in der Stahlproduktion. Anlass war die Veranstaltungsreihe „Morgenstundnutzer“, Gast war Johann Prammer, Abteilungsleiter für Strategisches Umweltmanagement bei der voestalpine AG.

Fachgruppengeschäftsführer Thomas Wolfmayr, Johann Prammer, Fachgruppenobmann Rainer Gagstädter.
© Wolfstudios Fachgruppengeschäftsführer Thomas Wolfmayr, Johann Prammer, Fachgruppenobmann Rainer Gagstädter.

 „Seitens der voestalpine gibt es das Bekenntnis: Weg vom Kohlenstoff in der Stahlerzeugung“, sagte Johann Prammer in seinem Impulsreferat. „Wir setzen auf das sogenannte CDA (Carbon Direct Avoidance)-Verfahren. Dabei werden die freigesetzten CO2-Emissionen durch erneuerbaren Strom ersetzt ( z. B. Wasserstoff statt Kohle/Koks). Die Herausforderung liegt in der Brennstoffumstellung auf Wasserstoff und Strom. Außerdem reden wir hier von riesigen Mengen an benötigtem Strom.“

Viele Herausforderungen

„Die Kosten für CO2-Zertifikate liegen für uns  bei ca.  100 Mio. Euro im Jahr“, so Prammer. Eine zweckgebundene Rückführung dieses Aufwandes in Unternehmen für Investitionen in Dekarbonisierung sowie die Umsetzung der Strompreiskompensation sei auch in Österreich erforderlich. „Diese sind für uns ein klarer Wettbewerbsnachteil.“

Prammer betonte weiters, dass ein gesicherter Zugang zu F&E-Initiativen auf EU- und auf nationaler Ebene eminent wichtig sei. Diese Projekte und Initiativen könnten etwa durch die zweckgebundene Rückführung des Aufwands für die CO2-Zertifikate und Dekarbonisierungsmaßnahmen finanziert werden.

Derzeit gibt die voestalpine pro Jahr 300 Mio. Euro für Umweltaufwendungen aus. In den letzten zehn Jahren über zwei Milliarden Euro.  „Wir sind in puncto Klimafreundlichkeit der globale Maßstab in der Stahlindustrie und bekennen uns zu den Klimazielen“, so Prammer. „Bis 2050 wollen wir die C02-Emissionen um mindestens 80 Prozent senken. Bis dahin brauchen wir Brückentechnologien, etwa die Transformation der Stahlerzeugung von einer koks-/kohlebasierten Hochofenroute zu Elektrostahlproduktion. Zudem brauchen wir auch neue ,Durchbruchs-Technologien‘ auf Basis von grünem Wasserstoff. Denn die technologischen Potenziale der bestehenden Hochofen-Stahlerzeugung zur CO2-Einsparung sind nahezu ausgeschöpft. Zu guter Letzt brauchen wir auch ein anderes Energiesystem für die in Zukunft notwendigen Strommengen von der Erzeugung über die Bereitstellung plus Infrastruktur bis hin zur Verfügbarkeit und Leistbarkeit.“

H2Future

Das H2Future-Projekt ist ein sektorübergreifendes EU-Leuchtturmprojekt zur Erzeugung und Anwendung von grünem Wassertoff. „Am voestalpine-Standort Linz haben wir eine der weltweit größten Versuchsanlagen zur Herstellung von ,grünem' Wasserstoff. Das Projekt ist auch auf andere Sektoren übertragbar und ein Beitrag zur langfristigen Dekarbonisierung energieintensiver Industrien in Europa", so Prammer abschließend.

Gruppe
© Wolfstudios

Kennenlernen, netzwerken, Neues erfahren, und das kompakt am Morgen. Das ist das Konzept des „Denkfrühstücks“.

Morgenstundnutzer wissen, wie's gelingt

„Wir haben mehr als 1000 Ingenieurbüros in 40 verschiedenen Fachrichtungen", freut sich Fachgruppenobmann Rainer Gagstädter, dass er auch diesmal wieder mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen konnte. „Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir dazu anregen, über den Tellerand zu blicken, und die Ingenieurbüros mit den neuesten Technologien vertraut machen“, so Gagstädter.

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