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Oö. Ingenieurbüros: Die Zukunft der Mobilität muss nicht nur elektrisch sein

Wenn von nachhaltigen Mobilitätslösungen die Rede ist, steht sie meist im Mittelpunkt: die Elektromobilität. Während sich viele Experten und Politiker von ihr die Lösung des weltweit immer weiter zunehmenden Verkehrs erhoffen, gibt es immer öfter auch kritische Stimmen, die einen ehrlichen Vergleich mit anderen Konzepten fordern.

Gas tanken
© AdobeStock.com

Bei einer gesamthaften Bewertung von CO2-Emissionen würde die E-Mobilität längst nicht so positiv wie erwartet abschneiden. Einer dieser Experten ist Rainer Gagstädter, Fachgruppenobmann der Ingenieurbüros in der WKO Oberösterreich. „Elektromobilität ist meiner Meinung nach in der von der Politik gewünschten Form nicht umsetzbar. Der Strombedarf würde exorbitant steigen, eine Infrastruktur zur Produktion dieses Stroms ist nicht einmal annähernd vorhanden. Große Teile des Verkehrs – wie der Schwerlastverkehr, die Schifffahrt oder der Flugverkehr – kommen mit einem Batterieantrieb ohnehin nicht zurecht“, betont Gagstädter. In Frage kommen für ihn deshalb andere Konzepte wie Wasserstoff sowie gasförmiger und flüssiger E-Fuel.

Zukunftshoffnung E-Fuel

Am vielversprechendsten erscheint Rainer Gagstädter dabei die Umwandlung von Wasserstoff in Erdgas – so könnte das bereits bestehende Erdgasnetz einschließlich seiner Erdgasspeicher weiter genutzt werden.

Rainer Gagstädter
© Wakolbinger
„Diese Power-to-Gas-Anlagen würden aus Sonnen- oder Windenergie mithilfe von Elektrolyse und Methanisierung Erdgas quasi als erneuerbaren Kraftstoff – als gasförmiges E-Fuel – produzieren. Solche Anlagen sowie erdgasbetriebene Fahrzeuge und Schiffe sind bereits verfügbar, das bestehende Tankstellennetz könnte relativ leicht erweitert werden“, zählt Gagstädter die Vorteile auf.

Von fossiler Energie könnte übergangslos auf erneuerbare Energie umgestellt werden, auch wenn ein Ausbau auf zehn oder mehr Gigawatt zu Lieferverzögerungen führen könnte. Auch flüssige E-Fuels sieht Gagstädter positiv. Es handelt sich dabei um Substanzen, die aus Wasserstoff und Kohlendioxid hergestellt werden und die Benzin, Diesel oder Kerosin beigemischt werden. Letztlich könnten diese sogar mit relativ geringen Änderungen im Motor eingesetzt werden.

In puncto Wasserstoff wäre für Gagstädter eine Infrastruktur denkbar, die mit Brennstoffzellen als Stromantrieb arbeitet. Dafür bräuchte es Elektrolyseanlagen, die aus Wasser Wasserstoff bereitstellen. „Das ist durchaus machbar, aber in Kombination mit allen anderen erforderlichen Rahmenbedingungen wie Leitungen, Verteilernetzen und Speichern sehr teuer. All diese Beispiele zeigen aber, dass die Politik nicht nur auf E-Mobilität mit Lithiumionen setzen darf, sondern auch Wasserstoff, gasförmige und flüssige E-Fuels dringend fördern müsste“, so Gagstädter. „Die Ingenieurbüros könnten dabei ihr Fachwissen gezielt zum Einsatz bringen.“

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