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Finanzierung größtes Hindernis für Gründungen

Während in den vergangenen Jahren viele – vor allem bürokratische – Steine auf dem Weg zum eigenen Unternehmen aus dem Weg geräumt wurden, ist die Finanzierung nach wie vor eine der größten Hürden, die die angehenden Selbständigen bewältigen müssen.

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Rund 22 Unternehmen werden jeden Werktag in Oberösterreich gegründet, genau 5648 waren es im Jahr 2017, 1768 im ersten Quartal des heurigen Jahres. „Ein dynamischer Wirtschaftsstandort braucht eine hohe Zahl an Neugründungen”, hebt Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich, hervor. „Sie treiben den Strukturwandel und den technologischen Fortschritt voran, haben positive Effekte auf vor- und nachgelagerte Branchen und bringen Wertschöpfung und Beschäftigung. Aber der Wille zur Selbständigkeit und eine gute Geschäftsidee sind leider in vielen Fällen nicht genug. Die Finanzierung nach wie vor eine der größten Hürden, die die angehenden Selbständigen bewältigen müssen.
 
Beteiligungsfreibetrag soll Risikokapital attraktiver machen

Probleme bei der Finanzierung ihrer Geschäftsidee ist eines der am häufigsten genannten Gründungshindernisse. 91 Prozent der Gründer setzen eigene Mittel zur Finanzierung ein, 26 Prozent haben einen Bankkredit und rund jeder fünfte wird von Freunden oder Familie bzw. durch öffentliche Förderungen unterstützt. „Nur 6 Prozent der Gründer verfügen über Risikokapital. Die Bereitschaft, junge Unternehmen mit Risikokapital auszustatten, ist in Österreich leider vollkommen unterentwickelt”, so Doris Hummer. „Potenzielle, aber auch bereits etablierte Unternehmen benötigen Kapital und Gestaltungsspielraum, um ihre Ideen umzusetzen. Eine kluge Wirtschaftspolitik schafft dafür optimale Rahmenbedingungen und Angebote. Deshalb fordern wir einen Beteiligungsfreibetrag von 100.000 Euro, um die Bereitschaft zu fördern, jungen Betrieben Risikokapital zur Verfügung zu stellen. Private Investitionen in Unternehmen müssen endlich erleichtert werden.”

Gerade in Zeiten guter Konjunktur, in denen auch am Arbeitsmarkt verstärkte Nachfrage herrscht, ist die große Zahl der Neugründungen ein starkes Signal.
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer

 
Steigende Attraktivität der Selbständigkeit
Die hohe Gründungsdynamik ist ein klares Zeichen für die steigende Attraktivität der Selbständigkeit. Gerade in Zeiten guter Konjunktur, in denen auch am Arbeitsmarkt verstärkte Nachfrage herrscht, ist die große Zahl der Neugründungen ein starkes Signal. Bei den persönlichen Motiven der Gründerinnen und Gründer stehen ganz oben die flexible Zeit- und Lebensgestaltung, der Wunsch, sein eigener Chef zu sein, und das Ausmaß an Verantwortung im eigenen Unternehmen einzubringen. „Es liegt nun an uns, am Standort Oberösterreich ein Biotop zu schaffen, in dem die Gründungen weiter zunehmen und die jungen Unternehmen wachsen können”, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. „Neben dem Einsatz für bessere Rahmenbedingungen vor allem im Bereich Finanzierung sorgen wir als WKOÖ auch dafür, dass die angehenden Selbständigen mit einem breiten Informations-, Beratungs- und Serviceangebot unterstützt werden.” Professionelle Hilfe kommt vom Ansprechpartner Nummer 1 für Gründung und Nachfolge in Oberösterreich, dem WKOÖ-Gründerservice, vom ersten Informationsgespräch bis zur Förderung für intensives Gründercoaching. 14.000 Kontakte und 4000 Beratungen pro Jahr sprechen eine deutliche Sprache. Spezielle Interessenvertretung und ein Netzwerk von 25.000 Gleichgesinnten bietet die Junge Wirtschaft in über 100 Bezirks- und Ortsgruppen.
 
Tag der Gründer am 25. April
Wer mit dem Gedanken spielt, sein eigener Chef zu werden, wer eine gute Geschäftsidee hat oder bereits Jungunternehmer ist, für den ist der Tag der Gründer in der WKOÖ am 25. April (Beginn 17.30 Uhr) ein „Muss”. „Als WKOÖ setzen wir uns nicht nur dafür ein, dass Stolpersteine auf dem Weg in die Selbständigkeit aus dem Weg geräumt werden, sondern sorgen auch mit Information und Beratung für die bestmögliche Vorbereitung der Gründerinnen und Gründer”, so Doris Hummer. Neben Workshops und Erfahrungsberichten können sich die Gründungsinteressierten bei 20 Infoständen alle nötigen Informationen holen, vertreten sind das Finanzamt und die SVA genauso wie Banken, Gebietskrankenkasse, Patentamt, Rechtsanwälte, Franchiseverband und viele mehr.

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