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Finanzdienstleister fordern: Kapitalmarkt stärken

Die künftige Bundesregierung soll die Kapitalertragsteuer senken und damit private Vorsorge fördern, fordern die oö. Finanzdienstleister.

Norbert Eglmayr
© Wakolbinger Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister in der WKOÖ, Norbert Eglmayr.

Beim aktuellen Zinsniveau nahe null Prozent frisst die Inflation nach und nach das Vermögen der Sparer auf. Doch die Haushalte setzen nach wie vor auf liquide Veranlagungen,  und das trotz negativer Realerträge. Auch wenn die Sparquote leicht sinkt, ist für Österreichs Sparer noch immer das Sparbuch die beliebteste Sparform. Laut einer IMAS-Umfrage liegt es mit einem Beliebtheitswert von rund 80 Prozent deutlich vor dem Bausparen mit 60 Prozent und der Lebensversicherung mit rund 44 Prozent. 

Niedrige Aktienquote

Auf der anderen Seite liegt die Aktienquote der Österreicher nach wie vor im einstelligen Bereich und ist auch international gesehen nicht berauschend. „Das schadet letztlich massiv dem wirtschaftlichen Umfeld“, weiß der Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister in der WKOÖ, Norbert Eglmayr. Seine Forderung an die künftige Regierung: den Kapitalmarkt und die private (Alters-)vorsorge durch Maßnahmen im Bereich der Kapitalertragsteuer (KESt) zu stärken.

KESt von 25 Prozent

„Vorstellbar wäre etwa eine Reduktion der KESt von 27,5 auf die ursprünglichen 25 Prozent und die Wiedereinführung der einjährigen Spekulationsfrist für Kursgewinne aus Wertpapierveranlagungen“, so Eglmayr. Aber auch eine Kapitalertragsteuer-Befreiung bei langfristigem Kapitalaufbau mit Wertpapieren im Rahmen der privaten Altersvorsorge als Anreiz für die verstärkte Eigenvorsorge mit einer Behaltedauer von z.B. mindestens drei Jahren kann sich Eglmayr vorstellen. 

„Diese Steuermaßnahmen unterstützen nicht nur die Altersvorsorge, sondern könnten auch dazu beitragen, dass die Nachfrage nach Wertpapieren generell steigt. Das wiederum stärkt den Kapitalmarkt und hat einen positiven Effekt auf die Finanzierungskraft der gesamten Wirtschaft“, ist Norbert Eglmayr überzeugt.

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