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Holzbau verbindet Klimaschutz, Wohnqualität und Wirtschaft

Bis 20. Oktober 2019 kann eine Installation aus rund 40 Kubikmetern Schnittholz vor dem Landhaus an der Linzer Promenade bestaunt werden.Sie soll darauf hinweisen, dass Bauen mit Holz Klimaschutz, hohe Wohnqualität und Wirtschaft verbindet.

Installation vor dem Landhaus.
© WKOÖ

„Holz ist einer von Österreichs bedeutendsten Rohstoffen. 29.700.000 Kubikmeter Holz beträgt der jährliche Zuwachs in den heimischen Wäldern. In Österreichs Wäldern wächst jede Sekunde ein Kubikmeter Holz nach. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Holzbauweise benötigt rund 40 Kubikmeter Holz. In unseren Wäldern wächst damit in nur 40 Sekunden ein Holzhaus nach. In dieser Menge Holz ist auch der Kohlenstoff von 40 Tonnen CO2 langfristig eingespeichert und der Atmosphäre entzogen. Der Baum stellt mit reiner Sonnenenergie aus Luft und Wasser Holz her. Bauen mit Holz verbindet somit Klimaschutz, hohe Wohnqualität und Wirtschaft“, sagt Ferdinand Reisecker, Fachgruppenobmann der Holzindustrie der WKOÖ. Um auf diese Zusammenhänge hinzuweisen, eröffneten die Fachgruppe Holzindustrie und proHolz Oberösterreich gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und Agrarlandesrat Max Hiegelsberger eine Installation vor dem Landhaus an der Linzer Promenade. 

„Vor allem die Kernaussage, als Land Oberösterreich das zu machen, was im eigenen Bereich machbar ist und nicht von anderen etwas einzufordern, ist aus unserer Sicht der richtige Ansatz. Wenn jeder vor seiner eigenen Haustüre kehren würde, dann könnte dem Klimawandel effektiv entgegengewirkt werden. Wir wollen selbst einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz in Oberösterreich leisten. Wir, das ist eine verantwortungsbewusste Gruppe oberösterreichischer Unternehmer aus der Forst- und Holzwirtschaft, die es sich zum Ziel gemacht hat, Ökologie, Nachhaltigkeit und Klimaschutz mit wirtschaftlichem Handeln zu verbinden“, so Reisecker.

70 Prozent Exportquote

Der Produktionswert der Holzindustrie liegt bei rund 7,4 Mrd. Euro jährlich. Österreichs Holzindustrie ist stark außenhandelsorientiert. Die Exportquote liegt seit mehreren Jahren bei rund 70 Prozent. Mit 72,7 Prozent ist die EU der wichtigste Abnehmer von Holzprodukten. Hauptabsatzmärkte sind vor allem Italien und Deutschland. „Beim Thema Klimaschutz kämpft unser Bundesland gerade an mehreren Fronten. Als Folge daraus leiden unsere Wälder massiv unter der Borkenkäferinvasion. Damit wir in Oberösterreich auch in Zukunft noch einen gesunden Waldbestand erhalten können, ist es essentiell, eine gute Waldhygiene zu betreiben. Vom Käfer befallene Bäume müssen rasch aus dem Wald entfernt und verarbeitet werden, nur so schafft man die nächste Brut rechtzeitig aus dem Wald bevor ein größerer Schaden entsteht. Leider fällt wegen der großen Schadholzmengen in Oberösterreich seit über einem Jahr wesentlich mehr Holz an, als die Verarbeiter absetzen können. Dies führt dazu, dass Holz nicht rechtzeitig aus dem Wald transportiert wird und folglich zu einem enormen Preisverfall und damit verbundenen Einkommensverlusten der heimischen Land- und Forstwirtschaft. Wenn wir jetzt nicht rasch handeln, wird unsere Landschaft und unser Wirtschaftszweig in einigen Jahren völlig anders aussehen“, ist Reisecker überzeugt.

Holzbauoffensive Oberösterreich

„Was also könnte eine nachhaltige Lösung für diese Herausforderungen sein? Wir denken, wir haben eine wirksame Lösung für dieses Problem gefunden: ,Holzbauoffensive Oberösterreich‘. Mit einer oberösterreichischen Holzbauoffensive sowohl im öffentlichen Bereich als auch mittels Anreizen in der Wohnbauförderung im Privatbau, könnten die beiden zusammenhängenden Herausforderungen - Borkenkäferproblem und Klimaschutz - effektiv und unmittelbar bekämpft werden“, erklärt Reisecker. 

„Wir können ganze Städte aus Holz bauen“

„In 1 m³ Holz wird Kohlenstoff aus 1 Tonne CO2 aus der Atmosphäre gespeichert. Der Einsatz von Holz für langlebige Produkte, wie im Baubereich, stellt damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar. Dazu kommt, dass Holz andere CO2- und energieintensive Baustoffe ersetzt. Technisch ist es heute möglich, Gebäude bis zur Hochhausgrenze und sogar darüber hinaus mit Holz zu bauen. Der nachwachsende Baustoff Holz steht in den heimischen Wäldern ausreichend zur Verfügung. Das oberste Gebot nachhaltiger Waldbewirtschaftung ist es, nicht mehr zu nutzen als nachwächst. Genaugenommen genügt weniger als ein Drittel des jährlichen Holzzuwachses in Österreich, um alle Hochbauten eines Jahres in Holz zu errichten. Grundlage dieser Berechnung ist das durchschnittliche gesamte Hochbauvolumen eines Jahres in Österreich. Dieses würde in Holz gebaut 5,8 Millionen Kubikmeter Holzbauprodukte erfordern. 18 Millionen Kubikmeter Holzbauprodukte können aus dem jährlich zuwachsenden Holz hergestellt werden“, beschreibt Johannes Hanger, Obmann-Stv. von proHolz OÖ. 

„Der Klimawandel braucht einen Sinneswandel“

„Der Klimawandel braucht einen Sinneswandel. Daher gilt für uns in Oberösterreich in Sachen Klimaschutz die Devise: Machen, was für uns als Bundesland machbar ist“, mit diesen Zeilen ließ Landeshauptmann Thomas Stelzer in einer Aussendung im Juli aufhorchen. „Holz unterscheidet sich von anderen Baustoffen durch das Nachwuchspotenzial der eingesetzten Rohstoffe. Nachhaltigkeit ist seit langer Zeit eine wichtige Grundlage der Forstwirtschaft. Vor etwa 300 Jahren wurde das Prinzip der Nachhaltigkeit erstmals formuliert. Der Begriff der Nachhaltigkeit ist sozusagen eine Erfindung der Holzwirtschaft und wird in Mitteleuropa seit Jahrhunderten gelebt. Österreich hat eines der strengsten Forstgesetze weltweit. Im Wald muss so gewirtschaftet werden, dass auch die nächsten Generationen noch dieselben Ressourcen zur Verfügung haben. Würde sich der Anteil der jährlich neu gebauten 10.000 Wohnungen in Österreich von heute 6 Prozent auf 25 Prozent im Holzbau steigern, könnte man 500.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Der zur Herstellung von Holzprodukten benötigte Energieaufwand beträgt maximal die Hälfte der im Rohstoff Holz gespeicherten Energie. Um diese eindrucksvollen Daten zu untermauern, haben wir ein Zeichen gesetzt, um die Bevölkerung auf diese Klimaschutzmaßnahme aufmerksam zu machen“, sagt Rudolf Ortner, Fachgruppenobmann-Stv. der Holzindustrie der WKOÖ.

Errichtet wurde eine Installation aus Schnittholz-Paketen. Abmessung: ca. 4 x 4 x 5 m. Darin sind rund 40 Kubikmeter Schnittholz enthalten. Wie bei einem Nagelbrett werden einzelne Bretter herausgezogen. So ist eine dreidimensionale Skulptur entstanden. Als Motiv ist bewusst der CO2-footprint gewählt worden. „Damit möchten wir auf die Vorteile des Baustoffs Holz im Klimaschutz hinweisen“, beschreibt Ortner.

V. l.: Rudolf Ortner, Landesinnungsmeister Josef Frauscher, Johannes Hanger (proHolz OÖ), Max Hiegelsberger, Thomas Stelzer, Georg Adam Starhemberg (proHolz OÖ) und Ferdinand Reisecker.
© Wiesler V. l.: Rudolf Ortner, Landesinnungsmeister Josef Frauscher, Johannes Hanger (proHolz OÖ), Max Hiegelsberger, Thomas Stelzer, Georg Adam Starhemberg (proHolz OÖ) und Ferdinand Reisecker.

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