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Informations- und Consultingwirtschaft rechnet nach Einbruch heuer mit starkem Plus

Das Jahr 2020 ist auch in der Informations- und Consultingwirtschaft geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und den zu ihrer Eindämmung gesetzten Maßnahmen. „Dies führte in unseren Branchen in Oberösterreich zu nominellen Umsatzrückgängen von durchschnittlich 5,5 Prozent“, berichtet Christoph Schumacher, Obmann der Sparte Information + Consulting in Oberösterreich, aus dem aktuellen Konjunkturbericht der KMU Forschung Austria.

Weg zum Erfolg
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Österreichweit betrug der Rückgang 5,4 Prozent. „Damit hat die Pandemie der dynamischen Entwicklung der Vorjahre ein abruptes Ende bereitet. Die Unternehmen haben aber mit spezifischen Maßnahmen, wie der Verstärkung von Online-Kundenkontakten, darauf reagiert. Unsere Unternehmen haben ihr Krisen-Know-how und ihre Agilität bewiesen und auf die digitale Transformation gesetzt. Damit ist man vergleichsweise gut durch die Krise gekommen, weshalb die Unternehmerinnen und Unternehmer der Informations- und Consultingwirtschaft zuversichtlich an Morgen denken.“ Die Informations- und Consultingwirtschaft ist mit rund 20.000 Unternehmen ein maßgeblicher Wirtschaftszweig in Oberösterreich, der insgesamt rund 31.000 Mitarbeiter beschäftigt. 

Positiver Ausblick auf die Konjunktur 2021

Die aktuelle Auftragslage (Stand Februar/Mitte März 2021) wird von den Unternehmen insgesamt mit „befriedigend“ beurteilt. Für das Gesamtjahr 2021 rechnen die Unternehmen in Oberösterreich mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent. Besonders optimistisch sind die Finanzdienstleister, Immobilien- und Vermögenstreuhänder sowie Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie. Die Umsatzerwartungen finden auch in den Personalstandsplänen der Unternehmen ihren Niederschlag. Im laufenden Jahr ist eine Erhöhung des derzeitigen Beschäftigtenstandes um 9,3 Prozent geplant. Die Investitionen dürften um 14,3 Prozent steigen. „Die Informations- und Consultingunternehmen sind bereit: die oberösterreichische Wirtschaft kann jetzt mit dem Know-how unserer Mitgliedsunternehmen voll durchstarten und Marktanteile erobern“, verweist Schumacher auch auf die vielen Förderprogramme wie z.B. Digital Starter oder KMU digital. 

Die Zahlen der Konjunkturumfrage im Detail

  • 41 Prozent der Betriebe mussten 2020 im Vergleich zum Vorjahr Umsatzrückgänge hinnehmen, 29 Prozent meldeten stabile Umsätze und 30 Prozent konnten ihre Umsätze steigern. Real, d. h. unter Berücksichtigung des Preiseffekts, haben sich die Umsätze in der Sparte Information und Consulting in Oberösterreich um 5,8 Prozent verringert, da die Preise im Durchschnitt um 0,3 Prozent angehoben wurden.
  • Mehr als die Hälfte der Unternehmen meldet infolge der Corona-Pandemie bzw. deren Eindämmungsmaßnahmen eine negative Wirkung auf die Nachfrage. Bei 46 Prozent ist es zu Verschiebungen der Nachfrage (z.B. nach Leistungsarten oder zeitlich) gekommen. Bei 21 Prozent der Unternehmen zeigten sich keine nennenswerten Auswirkungen durch die Corona-Pandemie.
  • Im Bereich Liquidität und Finanzierung sind vor allem Investitionsvorhaben abgebrochen oder verschoben worden (31 Prozent).
  • Nach Branchen betrachtet ist das Jahr 2020 in Oberösterreich für die Buch- und Medienwirtschaft sowie für die Werbung und Marktkommunikation am schlechtesten verlaufen. Umsatzzuwächse verzeichneten lediglich die Immobilien- und Vermögenstreuhänder, der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie sowie die Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten.
  • 7 Prozent des Gesamtumsatzes der oö. Sparte Information + Consulting entfielen 2020 auf Exporte (Österreich: 10,6 Prozent).
  • Die Investitionen beliefen sich in Oberösterreich auf durchschnittlich 4,6 Prozent des Gesamtumsatzes (Österreich: 4,5 Prozent).
  • Die Aus- und Weiterbildungskosten betrugen 2020 0,5 Prozent des Umsatzes (Österreich: 0,6 Prozent). 

Schumacher
© WKOÖ

„Wir waren und sind mit unseren zehn Fachgruppen beständiger Weggefährte und Partner der Unternehmen“
Spartenobmann Christoph Schumacher

Service und Unterstützung an erster Stelle

Für die Sparte Information + Consulting stand im Vorjahr naturgemäß Service und Unterstützung der Unternehmen an erster Stelle. „Wir waren und sind mit unseren zehn Fachgruppen beständiger Weggefährte und Partner der Unternehmen“, resümiert Spartenobmann Schumacher. „Mehr als eine Million Euro gehen in die Restart-Maßnahmen im Jahr 2020 und 2021. Mehr als 3500 Teilnehmer hatten wir seit Ausbruch der Pandemie bei Online- und Hybrid-Workshops, Seminaren und Events.“ Die Unternehmen der Sparte haben auch diverse Corona-Hilfsmaßnahmen in Anspruch genommen, wobei der Härtefall-Fonds (24 Prozent der Befragten) am häufigsten genutzt wurde. Oft genutzte Maßnahmen waren zudem die Kurzarbeit, der Fixkostenzuschuss sowie die Steuerstundungen bzw. die Herabsetzung der Vorauszahlungen. Die Investitionsprämie ist zwar von 22 Prozent beantragt, jedoch bislang nur von 9 Prozent in Anspruch genommen worden. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Auszahlung erst nach Durchführung der Investition erfolgt.

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