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Künftig muss man die Kunden verblüffen

„Geschäftsmodelle auf dem Prüfstand – Disruptive Zeiten verlangen nach neuen Lösungen“ lautete beim Industrietag 2019 der Sparte Industrie der WKO Oberösterreich im Linzer Design Center das Thema.

Edgar K. Geffroy.
© Wiesler Edgar K. Geffroy.

„Das Management in den Firmen muss mehr freigespielt werden, um über neue Geschäftsmodelle nachdenken zu können. Deshalb kämpfen wir auch permanent gegen die überbordende Bürokratie“, stellte Spartenobmann Günter Rübig in seinem Begrüßungsstatement fest. „Wir stellen uns im eigenen Unternehmen permanent die Frage, ob das richtig ist, was wir machen und ob es das ist, was die Kunden brauchen. Die Herausforderung aber ist, dass die Kunden oft selbst noch nicht wissen, was sie in Zukunft brauchen“, ist WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer überzeugt.

„Wir werden oft als gefährdete Branche bezeichnet, darum besinnen wir uns als Bank auf den Kernbereich und denken die Abläufe neu“, beschrieb GD-Stv. Michaela Keplinger-Mitterlehner von der Raiffeisenlandesbank OÖ. „Gerade bei Medien ist die Nähe zu den Kunden entscheidend. Allerdings haben wir durch neue Technologien auch neue Möglichkeiten“, sagte Gino Cuturi von den OÖ Nachrichten. „Wir stehen aktuell fast minütlich vor neuen Herausforderungen, in angespannten Momenten sind aber die Medien ganz stark im Fokus. Es gibt trotz immer stärker werdenden social media großes Interesse an Informationen und gerade jetzt sind unsere Quoten sensationell“, berichtete Kurt Rammerstorfer vom ORF Oberösterreich. Und Michael Baminger von der Energie AG schloss den Begrüßungstalk ab: „Große Kreativprozesse sind oft nicht erzwingbar, es gibt auch ganz wichtige kleine Schritte. Die Digitalisierung ändert alle Prozesse, aber auch soziale Gefüge.“

V. l.: Cuturi, Baminger, Rammerstorfer, Keplinger-Mitterlehner, Geffroy, Hummer und Rübig.
© Wiesler V. l.: Cuturi, Baminger, Rammerstorfer, Keplinger-Mitterlehner, Geffroy, Hummer und Rübig.

Kunden sind so lange zufrieden, bis sich andere Gelegenheit ergibt

„Wir leben in der Zufriedenheitsfalle, denn wir haben nur so lange zufriedene Kunden, bis sich für sie eine andere Gelegenheit ergibt und dann sind sie weg. Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen werden von Newcomern zerstört, die die digitale Welt und die Bedürfnisse der Kunden besser verstehen. Sehr viele Unternehmen wie Uber, Airbnb oder Amazon sind durch die Digitalisierung mit disruptiven Geschäftsmodellen erfolgreich geworden“, rüttelte der Strategieberater und Erfolgsautor Edgar K. Geffroy in seinem Vortrag die 300 Besucher des Industrietags der Sparte Industrie der WKOÖ im Linzer Design Center auf.

„Schafft man einen Kundennutzen, der vorher nicht da war, dann ist man erfolgreich. Am meisten verdient man mit Produkten und Dienstleistungen von denen der Kunde noch gar nicht weiß, dass es sie gibt und er sie braucht. Der Mensch sollte im Mittelpunkt jeder Strategie stehen und die Unternehmen müssen radikal aus der Kundensicht denken. Es genügt nicht mehr, den Kunden zufriedenzustellen, er muss auch begeistert und sogar verblüfft werden. Unternehmen, die den Kunden und seine Bedürfnisse verstehen, können richtig abheben“, so Geffroy

Der Mensch ist der Aktivposten

Das Ende der Geschäftsmodelle ist laut dem Bestsellerautor offensichtlich, weil heute große Firmen einfach weggebrochen sind: „Zukünftig verschwinden ganze Branchen. Die erste Halbzeit bei der Digitalisierung haben wir verloren. jetzt müssen wir dazu übergehen, die veralteten Geschäftsmodelle auf- oder abzulösen, in der zweiten Ära wird der Mensch der Aktivposten sein. Der Kunde wird immer Produkte und Lösungen kaufen, die ihm helfen sein Leben besser und einfacher zu machen. Ein neuer Katalysator ist die künstliche Intelligenz. Sie wird ganz neue Geschäftsmodelle schaffen, die vorher nicht möglich gewesen sind“, ist Geffroy überzeugt..

Schlüsselfaktor Mitarbeiter

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg in der  Zukunft ist für Geffroy auch der Mitarbeiter: „Erfolge entstehen im Kopf. Die meisten Ideen sind in den Köpfen der Mitarbeiter und werden nicht aktiviert. Die Mitarbeiter sind die wichtigste Innovationsquelle der Zukunft. Unternehmen müssen daher den Mitarbeitern eine ganz neue Bedeutung geben, darum brauchen wir auch andere Unternehmenskulturen, weg vom Hierarchiedenken.

V. l: Moderator Klaus Obereder mit Raffeiner, Faihs und Huemer.
© Wiesler V. l: Moderator Klaus Obereder mit Raffeiner, Faihs und Huemer.

Beim Industrietalk gaben Markus Huemer von der Polytec Holding AG, Roland Faihs von der delfortgroup AG  und Erwin Raffeiner von der Sprecher Automation GmbH praktische Tipps, wie sie sich und ihr Unternehmen tagtäglich neu erfinden.

Bilder zum Industrietag 2019

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