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Viel Spielraum, viel Potenzial für Bauen mit Holz

Der uralte Bau- und Werkstoff Holz ist wieder am Bau angekommen. Allerdings gibt es Teilsegmente, wo es viel Luft nach oben und viel Entwicklungschancen gibt. Mit einer Imagekampagne weisen oö. Agrarressort und Landesinnung Holzbau auf die Qualität von „Bauen mit Holz“ hin.

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© EAK Moderne wie Bauweisen Holzriegelbau, Massivholzbau und Brettschichtholz (Leimbinder) eröffnen dem Naturbaustoff Holz gestalterisch interessante Möglichkeiten und neue Perspektiven.

„Für den nachwachsenden, natürlichen Baustoff Holz sprechen regionale Verfügbarkeit, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Wiederverwertbarkeit sowie Klima- und CO2-Neutralität“, unterstreichen Agrarlandesrat Max Hiegelsberger und Holzbaulandesinnungsmeister Josef Frauscher bei der Vorstellung der Imagekampagne. „Nutzen wir die zahlreichen ökonomischen und ökologischen Vorteile des Baustoffes Holz“, rufen Hiegelsberger und Frauscher bei Projekten an die Vorzüge des Holzbaus zu denken.

„Vom Waldbauer bis zur Holzbaufirma haben wir die gesamte Wertschöpfungskette im Land.“
Agrarlandesrat Max Hiegelsberger


Ihr Appell richtet sich dabei an die klassischen Eigenheimerrichter genauso wie an (städtische) Hausbesitzer, Bauträger, Genossenschaften, Verantwortliche in Kommunen, Land und Bund, an Architekten wie an Statiker. Denn über die positiven Klima- und Umwelteffekte hinaus sprechen noch eine Reihe ökonomischer Faktoren für „Bauen mit Holz“.

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© weisshaidinger
Aufstockungen und Dachausbauten schaffen im urbanen Bereich neuen notwendigen Wohnraum, vermeiden Bodenversiegelung und sind technisch und statisch leicht umsetzbar.

Ökologisch und ökonomisch – vieles spricht für Holz

Holzbaumeister Frauscher listet jene auf, die etwa bei Aufstockungen im städtischen Bereich oder im Bereich Sonderbauten (Aussichtstürme, Brücken/Stege, Kirchen/Kapellen, alpine Schutzhütten, Pavillons, Kinderspielplätze, große und kleine Hallenkonstruktionen für öffentliche oder gewerbliche Nutzung) besonders zum Tragen kommen:

  • Wohnraumschaffung ohne die Zusatzkosten für Infrastruktur und Aufschließung
    Aufstocken vermeidet zusätzliche Bodenversiegelung – ein extrem wichtiger Pluspunkt.
  • ressourcenschonender, sinnvoller Einsatz von Holzriegelbau- und Massivholzelementen
  • Statik: Geringes Gewicht und gleichzeitig hohe Belastbarkeit erspart teure Umbauten, etwa an bestehenden Gebäuden.
  • Hoher Vorfertigungsgrad durch Holzriegelbau, Massivholzbau und Brettschichtholz (landläufig als Leimbinder bekannt) beschleunigt Bauzeit
  • Perfekt kombinierbar mit anderen Baustoffen, wie Beton, Glas, Stahl (Holz-Hybrid-Bau
  • Architektonische Gestaltungsmöglichkeiten, am besten erkennbar bei den Aussichts­türmen am Grünberg in Gmunden oder am Pyramidenkogel über dem Wörthersee

Thermisch sanieren mit Holz zahlt sich aus

Viele dieser Vorteile und Effekte gelten auch bei der thermischen Sanierung ganzer Gebäudehüllen oder im klassischen Eigenheimbau. Dazu kommen die ökonomisch höchst interessanten Förderprogramme für die thermische Gebäudesanierung auf Landes- wie Bundes­ebene. So unterstützt alleine das Umweltministerium die klimafreundliche Sanierungen bestehender Gebäude heuer und im nächsten Jahr mit in Summe 250 Mio. Euro. Frauscher: „Thermisch sanieren mit Holz kann sich also auszahlen, für den Einzelnen und für Klima und Umwelt.“

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© wkoö
Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan: In St. Peter/Hart steht ein Paradebeispiel, wie mit dem klimafreundlichen Baustoff Holz aus einem unscheinbaren Haus ein wahrer Blickfang wird.

„Darauf wollen wir mit der Kampagne aufmerksam machen und ,Bauen mit Holz‘ noch stärker salonfähig machen“, so Hiegelsberger und Frauscher. Da der Baustoff Holz aus ästhetischen wie aus Klimaschutzgründen immer mehr ins öffentliche Bewusstsein rückt, sind sie zuversichtlich, den Holzbauanteil in OÖ zu steigern. Der Anteil von Holzbauten im Einfamilienhaussegment liegt erst bei 19 Prozent, an der Gesamtzahl der Bauvorhaben sind es 42 Prozent. Frauscher: „Hier möchten wir in den nächsten fünf Jahren den Gesamtanteil auf um die 45 Prozent steigern.“

„Häuser aus Holz speichern Kohlenstoff langfristig und wirken so wie ein zweiter Wald.“
Josef Frauscher, Landesinnungsmeister Holzbau OÖ


Dabei setzt man auf die Besonderheiten des nachwachsenden Naturstoffs. Für Holz spricht seine vielfältige Einsetzbarkeit, seine Eigenschaften als Wasserspeicher und natürliche Klimaanlage sowie seine Positiveffekte auf Ressourcenverbrauch, Klimaschutz und CO2-Bindung. „Häuser aus Holz speichern Kohlenstoff langfristig und wirken so wie ein zweiter Wald. Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist das mehr als ein bloßer Zusatznutzen“, so Frauscher.

Das leisten Wald und Holz 

  • Österreichs Holzvorrat wächst pro Jahr um 4 Mio. Kubikmeter, die Waldfläche steigt pro Jahr um rund 3400 Hektar oder 4700 Fußballfelder.
  • Pro Sekunde wächst 1 Kubikmeter Holz nach, was jeden Tag den Holzzuwachs für 2100 neue Einfamilienhäuser ergibt.
  • 1 Kubikmeter Holz bindet 1 Tonne CO2 und das langfristig, weil Holzprodukte langlebig sind und das klimaschädliche CO2 lange gebunden bleibt.
  • 1 durchschnittliches Einfamilienhaus aus Holz bindet ca. 40 Tonnen CO2, d.i. der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines PKW in 26 Jahren.
  • Holzprodukte sind Kreislaufprodukte: Nach der ersten Nutzung können sie in anderer Form weiterverwendet werden und schonen so Ressourcen.
  • Neben seiner Funktion als CO2-Speicher ist der Wald auch Schutz- bzw. Bannwald, Trinkwasserspeicher, natürliche Kühl- und Klimaanlage, Erholungsgebiet und so ganz nebenbei produziert er als „Abfallprodukt“ den Sauerstoff, den wir zum Leben brauchen.

Wirtschafts- und Regionalfaktor Wald, Holz, Bauen mit Holz

Das Thema Wald ist für den Agrarlandesrat naturgemäß ein zentraler Punkt. „Holz ist der Baustoff vor Ort und wächst ständig nach. Von den Waldbauern bis zu Sägen und Holzbauunternehmen, Holz- und Baustoffhandel sowie Papier- und Pappeerzeuger haben wir die gesamte Wertschöpfungskette im Land“, unterstreicht Hiegelsberger. In Summe beschäftigen rund 43.000 Betriebe über 67.700 Menschen in OÖ.

Der Holzbau in OÖ: 420 Holzbaubetriebe beschäftigen rund 2100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind 332 Lehrlinge (266 Zimmerei, 60 Zimmereitechnik, 6 Doppellehren Zimmerei & Hochbau).

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