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„GUUTE Bäume“ schlagen bereits Wurzeln

Schulterschluss von Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer und Schulen mit einem Vorzeigeprojekt für Nachhaltigkeit in einer lebenswerten Region Urfahr-Umgebung.

GUUTE Bäume
© WKOÖ/RG V. l.: Peter Preuer, Emilia, Sabine Lindorfer, Samuel, Elia, Gaby Mayrhofer Lisi Pfann-Irrgeher.

Mit „GUUTE Bäume“ hat die WKO Urfahr-Umgebung ein nachhaltiges Projekt initiiert, dessen Strahlkraft weit über die UU-Region hinaus wirksam werden soll. Die ersten „GUUTE Bäume“ schlagen nun ihre Wurzeln.  

Die Stärkung des Bezirks Urfahr-Umgebung als Wirtschafts- und Lebensregion ist seit mehr als 20 Jahren Fokus aller GUUTE-Initiativen und -Aktivitäten. Die WKO Urfahr-Umgebung hat dabei aber im Interesse des Allgemeinwohls stets über den Tellerrand hinausgeblickt. Beispielgebend dafür sei auf die Einbeziehung der Schulen und Landwirte in die diversen Aktivitäten verwiesen. Dieselben Intentionen verfolgt die Wirtschaftsvertretung von Urfahr-Umgebung mit ihrem Projekt „GUUTE Bäume“, betont WKO-Obfrau Sabine Lindorfer. Und das Projekt hat bereits erfolgreich Wurzeln geschlagen. Seit der Präsentation im Spätherbst 2020 haben sich inzwischen 21 „Baumsponsoren“ gefunden, sodass nunmehr bereits über 12.000 Setzlinge gepflanzt werden konnten. Je nach Witterung werden in den nächsten Wochen weitere Setzlinge folgen.

Eine ganz wesentliche Existenzgrundlage für Mensch und Wirtschaft ist eine intakte Natur. Dafür bedarf es auch entsprechender Initiativen. „In vielen Teilen unseres Bezirks ist der Wald stark vom Borkenkäferbefall bedroht“, verrät Gaby Mayrhofer, Initiatorin des Projekts „GUUTE Bäume“, das stark betroffenen Waldbesitzern bei der Wiederaufforstung „unter die Arme greifen“ soll. Dazu sind die Wirtschaftstreibenden des Bezirks Urfahr-Umgebung eingeladen, die spezielle Sponsor-Pakete zu buchen, die in unterschiedlichen Größen zur Auswahl stehen.

o Paket Kleinspender: Für Spenden bis 499 Euro scheint der „Baumsponsor“ namentlich auf der Kleinspenderliste der „GUUTE Bäume-Homepage“ auf.

o Paket klein: Für 500 Euro werden 0,25 Hektar Fläche mit 700 Bäumen aufgeforstet und diese für ein Jahr lang zusätzlich gepflegt. Als Gegenleistung dafür gibt es Werbung für das Unternehmen auf der „GUUTE Bäume“-Homepage.

o Paket mittel: Umfasst für 1.000 Euro die doppelte Menge an Baumsetzlingen für 0,5 Hektar Waldfläche.

o Paket groß: Dieses 2.000 Euro teure Paket beinhaltet 2800 Bäume für einen Hektar samt Pflege.

o „GUUTE Wald-Lehr-Insel“: Der 210-Euro-Sponsorbeitrag wird für 300 Bäume (1000 m2)  samt Pflege eingesetzt.

Die detaillierten Kriterien finden Interessenten auf www.guute-baeume.at

Neben der Unterstützung für die Wiederaufforstung käfergeschädigter Waldflächen unter Einbeziehung kompetenter Experten will die WKO Urfahr-Umgebung mit dem Projekt „GUUTE Bäume“ vor allem einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz und damit auch zur Erhaltung des zunehmend bedeutender werdenden Naherholungsraums leisten.

„Unser Schulwald“: Schüler übernehmen Verantwortung für intakte Natur

„GUUTE Bäume“ versteht sich darüber hinaus als Musterbeispiel für ein generationsübergreifendes Projekt, sind doch auch die Schülerinnen und Schüler aus den Volks- und Mittelschulen, AHS sowie Tourismusschulen des Bezirks Urfahr-Umgebung ganz gezielt integriert. Unter dem Titel „Unser Schulwald“ werden sie eingeladen, bei der Aufforstung „ihres“ Waldstücks mitzuhelfen, ihn zu bewässern und gegen Wildverbiss zu schützen sowie dessen Wachstum zu überprüfen und zu protokollieren. Von der 1. bis zur 4. Klasse stehen für sie zudem schulübergreifende Arbeit in ihrem Schulwald, Klimabeobachtung (mit Auswirkungen auf den Waldwachstum), Schädlingsfeststellung, Ansiedlung von Nützlingen, Überprüfung der Markierungspfeile, Säuberungsaktionen etc. auf dem „Stundenplan“, verrät Michaela Zeidler, Schulqualitätsmanagerin der Bildungsdirektion Mühlviertel.

Auch die Einbindung der Waldbesitzer und der regionalen Waldpädagogen ist ein Thema. Bei Klassenkonferenzen und -foren soll den Schülerinnen und Schülern das „GUUTE Bäume“-Projekt vorgestellt werden und in weiterer Folge auch in den fächerübergreifenden Unterricht einfließen, um so zur Bewusstseinsbildung und Information über den Wald beizutragen. Dabei sollen ihnen downloadbare unterrichtsbegleitende Materialien sowie die Verlinkung zur „GUUTE Bäume“-Homepage behilflich sein.

Landwirtschaftskammer unterstützt „GUUTE Bäume“

In den vergangenen Jahren ist es besonders in den Wäldern von Urfahr-Umgebung zu massiven Schäden durch Borkenkäferbefall gekommen. Jetzt gilt es, den Fortbestand der Waldflächen, die vielfach auch Naherholungsraum sind, zu sichern. Waldbesitzer speziell entlang von Wanderwegen sind seitens der Bevölkerung immer wieder mit der Forderung nach Aufforstung konfrontiert. Wiederaufforstung ist aber ein Generationenprojekt, das mit viel Aufwand und Mühen verbunden ist.

„Viele haben in den vergangenen Jahren große Waldflächen verloren und die erzielten Erlöse reichen kaum, um die Wiederaufforstung zu finanzieren. Als Landwirtschaftskammer unterstützen wir daher das Projekt GUUTE-Bäume, das beispielgebend für ganz Oberöstereich ist. Es bietet Hilfe für besonders unterstützungswürdige Waldbesitzer“, erläutert Peter Preuer, Obmann der Bezirksbauernkammer Urfahr-Umgebung. 

Darüber hinaus wird mit Projekten wie „Unser Schulwald“ und den „Wald-Lehr-Inseln“ das Verständnis für den Wald bei der erholungssuchenden Bevölkerung immens erhöht. „Nur wenn wir es schaffen, das Interesse der Jugendlichen für den Wald zu wecken, werden diese das kostbare Gut Wald als zukünftige Erwachsene schätzen. Die Landwirtschaftskammer stellt deshalb innerhalb des Projekts ihr Know-how für die Wahl der richtigen Pflanzen zur Verfügung und hilft zudem den Kindern und Jugendlichen beim Pflegen der gepflanzten Bäume“, ergänzt Franz Schwarzenberger, Dienststellenleiter der Bezirksbauernkammer Linz-Urfahr.

Oö. Bauern sorgen für standortangepasste Wälder

Aufgrund des Klimawandels befinden sich die heimischen Wälder im Wandel. Der Klimawandel verändert die Baumartenzusammensetzung, beeinflusst aber ebenso das Auftreten von Borken-käferschäden und Sturmereignissen. Oberösterreichs Bauern setzen auf standortangepasste Mischwälder, um auch für zukünftige Generationen einen stabilen Wald zu sichern. Insbesondere in den Tieflagen sind dafür neue Waldbaukonzepte erforderlich. Je mehr Baumarten in den heimischen Wäldern vorkommen, umso wahrscheinlicher ist es, dass es Bäume gibt, die mit neuen Klimabedingungen zurechtkommen.

Dabei setzen die Waldbesitzer auf Baumarten, die mit wärmeren und trockeneren Bedingungen besser zurechtkommen. Zu nennen sind insbesondere die heimische Stiel- und Traubeneiche, die Weißtanne sowie die vor mehr als hundert Jahren aus Amerika eingeführte Douglasie. Unterstützung erhalten die Waldbesitzer dabei von der Landwirtschaftskammer. In den letzten beiden Jahren haben die Forstberater der Landwirtschaftskammer rund 6000 Beratungsgespräche zu Waldbau- und Waldbewirtschaftungsfragen geführt. Dabei haben sie sich über 9000 Stunden Zeit genommen, um eine nachhaltige und zeitgemäße Bewirtschaftung im Bauernwald sicherzustellen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die heimischen Waldflächen klimafit werden.

Vorzeigeprojekt „GUUTE Bäume“


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