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Forum IC 2019 lieferte eine „Gebrauchsanleitung für die Zukunft“

Radikale Umbrüche wirken auf allen Ebenen und befördern bisher ungeahnte Technologien, Geschäftsmodelle und Unternehmensstrategien. Das erfordert ein Umdenken. Führungscoach und Sozialwissenschaftler Bernhard von Mutius zeigte in seinem Vortrag beim Forum IC der Sparte Information + Consulting konkrete Methoden dafür auf.

Bernhard von Mutius
© Cityfoto Bernhard von Mutius brachte Denkanstöße zur Veränderung.

„Wir begegnen Disruption, also Prozesse, bei denen ein Geschäftsmodell komplett zerschlagen wird – beinahe an jedem Tag“, sagte Christof Schumacher, Obmann der Sparte Information + Consulting. „Wir können uns aber darauf einstellen, indem wir bereit sind, die Komfortzone zu verlassen, und wenn wir eine Gebrauchsanleitung haben. Diese Gebrauchsanleitung für unsere Mitglieder aus der Informations- und Consultingwirtschaft zu liefern, sehen wir als unsere Aufgabe. Mit dem Forum IC wollen wir die nötigen Denkanstöße geben.“ 

Kerngeschäft und Zukunft

„Als Unternehmerin bzw. Unternehmer muss man immer zwei Dinge im Auge behalten“, sagte WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner. „Einerseits muss man fest und stabil im Kerngeschäft stehen, gleichzeitig muss man auch immer Veränderungen beobachten und überlegen, was man in Zukunft anders machen will oder muss.“ Genau in diese Kerbe schlug auch Bernhard von Mutius: „Wir haben lange an eine lineare Entwicklung geglaubt, aber heute wissen wir: Die Entwicklung ist schon längst keine gerade Autobahn mehr, sondern ein Bergweg, der immer wieder nach unten und wieder nach oben führt, wobei sich die Geschwindigkeit der Veränderung stetig erhöht.“ Diese Umbrüche fänden nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch in Gesellschaft, Kultur und Umwelt statt. „Manches Alte funktioniert nicht mehr und so manches Neue funktioniert noch nicht. Trotzdem brauchen wir beides: Die Stabilität und Präzision, aber auch die Flexibilität und Erneuerung.“

Gruppenbild
© Cityfoto Franz Kühmayer (Zukunftsinstitut Österreich), Spartenobmann Christof Schumacher, WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner, Bernhard von Mutius, Spartengeschäftsführer Gernot Fellinger (v. l.).

„Während die Welt immer komplexer wird, haben wir Sehnsucht nach Einfachheit“, sagte Mutius und brachte das iPad von Apple als Beispiel. „Während die dahinterstehende Technologie äußerst kompliziert ist, ist die Bedienung für den Nutzer intuitiv und einfach. Komplexität und Einfachheit: Wir brauchen beides. Apple hatte schon in den 90er-Jahren mit dem Newton ein Gerät mit berührungsempfindlichem Bildschirm auf den Markt gebracht, aber es war nicht einfach genug und ist gescheitert. Aber Apple hätte nicht den Erfolg mit den neuen Geräten gehabt, wenn sie nicht mit dem Newton gescheitert wären.“  

Der volle Saal
© Cityfoto Der Julius-Raab-Saal in der WKOÖ war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Routine oder nicht Routine? Auch hier plädiert Mutius: „Wir brauchen beides. Routine ist absolut notwendig, um den Geschäftsalltag zu bewältigen, vor allem, wenn man unter Druck steht. Aber immer wieder ,Stop‘ zu sagen, ist eines der wichtigsten Führungsinstrumente, auch zur Selbstführung“, plädiert Mutius für einen regelmäßigen Ausstieg aus dem Hamsterrad. Genauso bräuchten wir in den Unternehmen sowohl herkömmliche Abteilungsstrukturen als auch Netzwerkstrukturen. „Während das eine für Verlässlichkeit steht, steht das andere für Kreativität. Hier braucht es Berater, die beide Welten verstehen und vereinen können. Die werden in Zukunft händeringend gesucht werden“, prophezeit Mutius. 

Bernhard von Mutius im Gespräch mit
© Cityfoto Bernhard von Mutius im Gespräch mit Franz Kühmayer vom Zukunftsinstitut.

„Erkenne, wo jeder Mensch seine individuellen Stärken hat!“ Mit diesem Appell schloss Bernhard von Mutius seine Gebrauchsanweisung für die Zukunft. „Wir müssen uns technisch auf dem neuesten Stand halten, aber wir müssen auch den einzelnen Menschen stärken.“

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