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Wächst wie im Flug

Aerospace-Spezialist FACC aus Ried im Umkreis freut sich über anhaltend gute Auftragslage im zweiten Quartal.

FACC-Produktion Reichersberg für Airbus A350 XWB und Boeing 787 Dreamliner
© FACC/Bartsch FACC-Produktion Reichersberg für Airbus A350 XWB und Boeing 787 Dreamliner

FACC designt, entwickelt und fertigt für die Aerospace-Industrie. Im 2. Quartal des heurigen Geschäftsjahres konnten der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf 6,1 Mio. Euro verdoppelt und der Umsatz um 12, 5 Prozent auf 270,1 Mio. Euro im Vorjahresvergleich gesteigert werden. Die positive Entwicklung der Luftfahrtindustrie erhöht die Nachfrage deutlich, so das Unternehmen. FACC profitiert davon aufgrund langfristiger Lieferverträge mit Flugzeug- und Triebwerkherstellern (Aufträge für rund 13.000 Flugzeuge aller großen Hersteller, Großauftrag von Archer Aviation). Mit Inbetriebnahme des neuen Werks in Kroatien sowie 200 neuen Mitarbeitenden seit 2022 ist die Innviertler Firma gut vorbereitet. In den kommenden 18 Monaten werde die Belegschaft um weitere 500 Mitarbeiter aufgestockt, gibt der Konzern bekannt.

Geothermie und grüner Strom heute ein wesentlicher strategischer Vorteil

Die kriegerischen Handlungen zwischen Russland und der Ukraine hatten für die FACC keine direkten Auswirkungen, da aus keinem der beiden Länder Material oder Leistungen bezogen werden, gibt der Luftfahrtspezialist bekannt. So war der Produktumsatz mit russischen Flugzeugen mit ca. einer Mio. Eur /Jahr vor Verabschiedung der Sanktionen gegen Russland gering. Die Lieferung von FACC-Teilen an russische Kunden wurde eingestellt. Bereits kurz nach Ausbruch des Konflikts im März, wurden Investitionen in die Wege geleitet, die in den kommenden Monaten einen Fertigungsbetrieb ohne die Verwendung von Erdgas ermöglichen. Fossile Brennstoffe machen im Energiemix der FACC einen Anteil von 18 Prozent aus. Bereits seit Jahren setzt FACC im Energiemanagement auf  die Verwendung von Geothermie und grünem Strom. Bis zum Jahr 2040 wird die gesamte Produktion der FACC CO2-neutral sein.

Jahresprognose: weiteres Wachstum bei Umsatz und operativem Ergebnis

Für das Gesamtjahr erwartet das FACC-Management im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzwachstum von ca. 10 Prozent sowie ein verdreifachtes operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Diese Prognose wird von der positiven Entwicklung im Luftfahrtverkehr gestützt. So geht FACC im Kurz- und Mittelstreckenbereich 2023 von der Rückkehr zum Niveau von 2019 aus, wobei auch interkontinental Erholung prognostiziert wird. Erfreut ist das Innviertler Unternehmen auch über die Entwicklung der Flugzeugbauraten beim Airbus A320 (erwartete Bedarfssteigerung um 20 Prozent in den kommenden 18 Monaten). 30 Prozent des FACC-Umsatzes werden mit diesem Flugzeug erwirtschaftet. Ebenfalls positiv sieht der Aerospace-Spezialist den Abschluss des Flugtestprogramms des chinesischen Flugzeugs C919. Der Start der Serienfertigung werde bis Jahresende erfolgen, wie FACC mitteilt. Das Rieder Unternehmen liefert für die C919 die gesamte Passagierkabine sowie Bauteile des Tragflügels und treibstoffsparende Winglets.

www.facc.com

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