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Mit Künstlicher Intelligenz umgehen lernen

Was machen Digitalisierung und Künstliche Intelligenz mit uns, mit unserer Gesellschaft, unserem Menschenbild und unserem Rechtssystem? Spannende Fragen, denen Yvonne Hofstetter beim Consultants' Day auf den Grund ging. Auch sonst war bei diesem großen Branchentreff einiges los.

Yvonne Hofstetter
© Cityfoto Publizistin, Juristin und Expertin für Künstliche Intelligenz Yvonne Hofstetter.

„Digitalisierung und künstliche Intelligenz verändern uns. Wir leben mit einer neuen Kommunikation, neuen Geschäftsmodellen. Mit diesem Umbruch wird viel Altes in unserem Alltag, aber auch in unserem Rechtssystem obsolet, viel Neues kommt“, sagte die Publizistin, Juristin und Expertin für Künstliche Intelligenz Yvonne Hofstetter, gestern bei ihrem Vortrag im Linzer Design Center beim Consultants‘ Day. „Mit diesen Veränderungen müssen wir aber noch umgehen lernen“, warnte Hofstetter. „Denn es geht den IT-Giganten in erster Linie zwar darum, Daten zu sammeln, in zweiter Linie aber dann darum, auf Basis dieser Daten steuernd in die Zukunft einzugreifen.“ Es bestehe die große Gefahr, dass der Mensch auf das Messbare, Beobachtbare reduziert wird und nicht nach dem beurteilt wird, was den Menschen eigentlich ausmacht. „Diese Reduktion ist gefährlich, dann sie degradiert den Menschen zur Sache.“ Was dieser Entwicklung entgegensteht, ist einzig unser Rechtssystem, so Hofstetter, die auf die Errichtung eines totalen digitalen Überwachungsstaates in China verwies. „Es geht um unser Menschenbild und um die Souveränität, über unsere Zukunft selbst zu bestimmen.“

Information, Vernetzung und Unterhaltung

Markus Roth
© Cityfoto Markus Roth.
Markus Roth, Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie, konnte rund 560 Teilnehmer beim jährlichen Branchentreff begrüßen, bei dem neben Fachvorträgen auch Information, Vernetzung und Unterhaltung auf dem Programm standen. „Unsere Fachvorträge sind extrem wichtig, weil sie uns erlauben, einen Schritt zurückzutreten und unsere tägliche Arbeit aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Die Experten konfrontieren uns mit Fragen, die wir uns im Alltag vielleicht nicht stellen würden“, so Roth.


Schon vor den Vorträgen präsentieren sich die Experts Groups der Fachgruppe. Experts Groups sind offene Arbeitskreise bzw. Kooperations- und Marketingplattformen zu bestimmten Schwerpunktthemen wie z.B. Betriebsübergabe, Kooperationen & Netzwerke, Innovation, Wirtschaftsmediation oder Human Resource Management. Branchenworkshops gab es zu den Spezialthemen Innovationsprozesse, Vermietung und Verpachtung sowie Start-ups. 

Warum wir immer in Denkfallen tappen

Star-Autor Rolf Dobelli nahm in seinem Vortrag Denkfallen, in die wir immer wieder tappen, unter die Lupe. So erfuhren die Teilnehmer, warum man sein eigenes Wissen systematisch überschätzt, warum etwas nicht deshalb richtiger wird, weil Millionen von Menschen es für richtig halten und warum man Theorien nachhängt, selbst wenn sie nachweislich falsch sind. Vieles ist laut Dobelli in unserem „Steinzeitgehirn“ begründet, das nach wie vor von uralten Überlebensinstinkten gesteuert wird. Dobelli riet seinen Zuhörern, sich eine Art eigenen Flugschreiber zuzulegen. Dabei geht es darum, bei großen Entscheidungen seine Gründe, seine Erwartungen, seine Gedanken niederzuschreiben. Wenn bei dem Projekt etwas schiefgeht, kann man sich auf die Suche nach dem Denkfehler machen. „Auf diese Weise findet man im Laufe der Jahre seine Denkmuster und deckt die Fehler, die man immer wieder macht, auf.“

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