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Schnelles Internet sichert Standort langfristig ab

Oberösterreich braucht in allen Regionen – Stadt und Land – ein zeitgemäßes, flächendeckendes Breitband­internet, ansonsten droht ein Rückfall in der Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes.

Thomas Matthey, Vorsitzender der oö. Telekomunternehmen.
© Wakolbinger Thomas Matthey, Vorsitzender der oö. Telekomunternehmen.

Mit fortschreitender Digitalisierung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche zählt Breitband-Internet mittlerweile zur entscheidenden Infrastruktur, die über die Wettbewerbsfähigkeit einer Region als Wirtschafts- und Lebensstandort entscheidet. Die oberösterreichischen Telekommunikationsunternehmen sind dabei ein entscheidender Faktor und sehen sich als kompetenter Partner, wenn es darum geht, den Ausbau voranzutreiben und diese Infrastruktur zu schaffen“, sagt Thomas Matthey, Vorsitzender der oö. Telekommunikations- und Rundfunkunternehmungen

„Breitband kommt aber nicht von selbst in die Gemeinden. Oft sind damit nicht nur aufwändige und teure Verlegungsarbeiten verbunden. Es braucht dazu verschiedene Kooperationsmodelle und fairen Wettbewerb unter den Service Providern.“

Thomas Matthey fordert zum rascheren Breitbandausbau von der Bundesregierung vor allem mehr Fördermittel und einfache Verfahren in der Förderabwicklung. „Wir brauchen eine schnelle, unkomplizierte und transparente Mittelvergabe sowie Abwicklung unter Beachtung bundeslandspezifischer Programme.“

Lange Wartezeit

Die in Oberösterreich zahlreichen kleineren Telekom-Unternehmen müssen die hohen Investitionskosten bei Infrastrukturausbau zum Großteil vorfinanzieren, bis die Förderung tatsächlich abgewickelt und am Konto einlangt. „Hier würden den Unternehmen Zwischenfinanzierungsmodelle – Fonds, Bürgschaften, Haftungen u. ä. – beim Ausbau des Leitungsnetzes helfen“, so Matthey.

Technologieneutral

Der Breitbandausbau muss technologieneutral erfolgen. Es geht um schnelles und sicheres Internet mit Fokus auf Glasfaser und HFC-Netze („Hybrid Fiber Coax“) als zukunftssichere Technologien, mit denen realistisch-ambitionierte Zielvorgaben erreicht werden können. Zudem muss auch das 5G-Mobilfunknetz möglichst rasch aufgebaut werden.

Umsatzsteuer senken

Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben und noch mehr in die Breite zu bringen, fordert die Fachvertretung eine Diskussion darüber, ob nicht auch für Internetdienste der Provider, ähnlich wie schon für Rundfunk, Fernsehen, Zeitungen oder Büchern, die Umsatzsteuer auf 10 Prozent gesenkt werden müsste, denn das Informationsmedium der Zukunft ist vor allem auch das Internet. Davon würden Wirtschaft und Konsumenten profitieren und es würde die Bereitschaft steigen, in modernes Internet zu investieren.

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