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Pubertät — eine Zeit der Veränderung und Unsicherheit

Das Thema Pubertät stand im Mittelpunkt des diesjährigen Berufsorientierungs-Kongresses im WIFI Oberösterreich, an dem rund 250 Lehrerinnen und Lehrer teilgenommen haben. Was geht in Jugendlichen vor und wie können wir sie stärken, damit sie für die Herausforderungen des Berufslebens gerüstet sind?

 Silvia Dirnberger-Puchner ging in ihrem Referat auf die neurobiologischen Veränderungen in der Pubertät ein.
© Katouly/CityFoto Silvia Dirnberger-Puchner ging in ihrem Referat auf die neurobiologischen Veränderungen in der Pubertät ein.

Bei dieser Veranstaltung der Wirtschaftskammer Oberösterreich in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule OÖ gab Hauptreferentin Silvia Dirnberger-Puchner, Psychotherapeutin und Wirtschaftscoach, zu Bedenken, dass die Berufsorientierung zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt stattfindet. „In der Phase der Pubertät ist eine treffsichere Entscheidung schier unmöglich, vergleichbar mit einem Zufallstreffer. Die biologischen Vorgänge im Gehirn in der Pubertät sind so immens wie nie zuvor und nie mehr danach im Leben. Wichtig ist daher, Berufsorientierung spürbar, erlebbar zu machen. Das geht zum Beispiel durch Schnuppertage, berufspraktische Tage und Besuche in Betrieben. Nur so hat der Jugendliche eine Chance, die Berufswelt zu begreifen. Mir Frontalunterricht und bloßer Theorie geht das nicht. Das Jugendliche Gehirn lässt eine vernünftige Verarbeitung des Gesagten nicht zu. Elternhaus und Lehrpersonen können aber gute Vorarbeit leisten, indem Kinder und Jugendliche frühzeitig lernen, ihre Stärken und Talente zu entdecken und zu kennen. Dieses Wissen um die eigenen Stärken, verbunden mit praktischem Hineinschnuppern in die Arbeitswelt, ist die perfekte Berufsorientierung in dieser Altersgruppe.“

 Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer
© Katouly/CityFoto Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer

Für Wirtschaftskammerpräsidentin Doris Hummer ist entscheidend, die Jugendlichen frühzeitig zu erreichen, um Fehlentscheidungen und Lehrläufe bei der Berufswahl zu verhindern. „Unsere Jugend ist zuversichtlich und ihr stecken viele Talente, Begabungen und Stärken, die wir entfalten müssen. Instrumente wie unsere Potenzialanalyse, als auch die intensive Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Wirtschaft spielen dabei eine wichtige Rolle. Nur durch eine ständige Weiterentwicklung der Ausbildungssysteme lassen sich Theorie und Praxis in den Schulen optimal verbinden. Wir müssen den Unternehmergeist schon in den Schulen verbreiten.“

WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer sieht in ihrer Funktion als Präsidentin der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft OÖ einen speziellen Schwerpunkt der VWG in der Wirtschaftsbildung von jungen Menschen. Unter dem Titel „Schule trifft Wirtschaft“ gibt es in allen oö. Bezirken zahlreiche Aktivitäten, bei denen Jugendliche frühzeitig Kontakte mit der Wirtschaft knüpfen können. Dazu zählen beispielsweise Projektarbeiten, Betriebsbesuche und Schnuppertage, Berufserlebnistage oder Lehrlingsmessen. „Ohne junge Menschen können wir uns nicht weiterentwickeln. Darum sind wirtschaftliche Kompetenzen sowie das Verstehen wirtschaftlicher Zusammenhänge für die Jugend unverzichtbar, um sich im späteren Berufsleben bewähren zu können“.

„Die richtige Berufsorientierung für unsere Schülerinnen und Schüler sehen wir als ganz wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung für die Zukunft“, betonte WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner. Die Wirtschaftskammer will Lehrkräfte unterstützen, um Jugendlichen ein realistisches Bild von der Berufswelt und deren Anforderungen zu vermitteln und somit deren Entscheidung zu erleichtern. „Wir arbeiten auch gerade an einer neuen Unterlage für den Berufsorientierungsunterricht, die wir ab Herbst für alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs zur Verfügung stellen werden.“ Weitere neue BO-Angebote der WKOÖ sind Workshops zur Vorbereitung der Jugendlichen auf den Messebesuch der Jugend & Beruf in Wels. 

Moderator Mario Pramberger (M.) holte WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner, Spartenobmann-Stv. Josef Kinast, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer und Rektor Herbert Gimpl zur Talkrunde auf die Bühne (v.l.).
© Katouly/CityFoto Moderator Mario Pramberger (M.) holte WKOÖ-Vizepräsidentin Margit Angerlehner, Spartenobmann-Stv. Josef Kinast, WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer und Rektor Herbert Gimpl zur Talkrunde auf die Bühne (v.l.).

„Neugierig sein und sich auf seine Stärken konzentrieren“ – Josef Kinast, stv. Obmann der Sparte Industrie, sieht im Wissen und Know-how den wichtigsten Rohstoff unserer Jugend. Dafür muss sie aber auch bereit sein, zu lernen und Freude an der Arbeit zu haben, denn „ohne Fleiß kein Preis“.

Die Pädagogischen Hochschule OÖ hat in den letzten Jahren die Lehreraus- und -fortbildung auf neue Beine gestellt und vieles ist passiert. Für Rektor Herbert Gimpl ist Oberösterreich hinsichtlich Bildungsberatung und Berufsorientierung geradezu ein sensationelles Bundesland. Seiner Einschätzung nach werden künftig die Soft skills immer wichtiger. „Darum müssen wir bei den jungen Menschen frühzeitig die Talente und Fähigkeiten erkennen und diese fördern“.

„Junge Menschen möchten heute vor allem frei sein. Zeigen wir ihnen auf, dass Gruppierungen und Suchtmittelkonsum das Gegenteil von Freiheit bedeuten. Cool und frei ist der, der nicht mitmacht.“ Für Kriminalpsychologe Thomas Müller ist eine absolute Behütung das Schlimmste für unsere Kinder. „Kinder und Jugendliche brauchen schwierige Situationen, sie müssen sich die Knie aufschlagen, um Resilienz zu entwickeln. Sonst wachst du mit 25 auf und merkst, die Welt ist nicht nur rosarot. Und dann wird es schwierig.“

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