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Arbeitsmarkt wird herausfordernder

Der Arbeitsmarkt wird sich heuer herausfordernd gestalten. Das AMS rechnet mit leicht steigender Arbeitslosigkeit.

Beratung
© AMS

„Als Industriebundesland spüren wir in Oberösterreich besonders deutlich konjunkturelle Veränderungen. Jedoch sind wir optimistisch, dass es nur zu einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen wird – bei einem weiter moderaten Anstieg der Beschäftigung“, betont AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer. Um die Chancen zur Aufnahme einer Arbeit zu erhöhen, bietet das AMS Unterstützung auf vielfältige Weise – etwa in Form von Jobbörsen, Arbeitserprobungen, Vorstell-, Entfernungs- und Eingliederungsbeihilfen sowie Weiterbildungen. Eingliederungsbeihilfe und Arbeitserprobung führen in zwei Drittel bzw. 60 Prozent der Fälle zueiner längerfristigen Beschäftigung“, berichtet Straßer. „Im vergangenen Jahr haben wir 5200 Eingliederungsbeihilfen gewährt und 4.000 Arbeitserprobungen organisiert.“


58,2 Mio. Euroinvestiert das AMS in Bildungsmaßnahmen. 2020 will sich das AMS OÖ auf die Qualifizierung sowie Vermittlungsunterstützung konzentrieren. „Insgesamt setzen wir heuer 151,8 Mio.Euro für Förderungen ein – nach € 161,7 Mio. im Vorjahr“, erläutert Straßer die Ausgangssituation. „Der Großteil des Rückgangs ist auf das Auslaufen der Aktion 20.000 zurückzuführen. Einschließlich der Folgekosten in den kommenden Jahren werden Projekte mit einem Volumen von 160 Mio.Euro angestoßen.“

Forderungen der Wirtschaft

Thomas Mayr-Stockinger, Vertreter der Wirtschaft im Landesdirektorium des AMS, fordert innovative Maßnahmen, da das AMS seine Möglichkeiten zur erfolgreichen Vermittlung von Arbeitssuchenden weitestgehend ausgeschöpft hat. Es müsse gelingen, wenigstens 10 % der Arbeitssuchenden – das sind rund 4.000 Personen – auf die 19.700 von den Unternehmen gemeldeten freien Arbeitsplätze vermitteln zu können. Deren Jobsuche war trotz Hochkonjunktur aus den verschiedensten Gründen bislang nicht erfolgreich: Eine Beschäftigungsaufnahme scheiterte zu meist an der fehlenden fachlichen Qualifikation, mangelnden Deutschkenntnissen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Betreuungspflichten oder aber einfach an der fehlenden Arbeitsbereitschaft.

  • Häufig passen Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt nicht zusammen, weshalb
    Qualifizierungsmaßnahmen nach wie vor von besonderer Bedeutung sind. Dabei ist
    jeder Ausbildung im Betrieb der Vorzug zu geben. Kompakte Schnellausbildungen oder eine arbeitsplatznahe und geförderte Ausbildun im Betrieb (AQUA) sind in der Regel besonders erfolgversprechen.
  • Dort, wo von Arbeitssuchenden nicht mehr die volle Leistung erbracht werden kann
    bzw. eine besondere soziale Problemstellung vorliegt, haben sich Förderungen als die
    wirksamste arbeitsmarktpolitische Maßnahme erwiesen. Eingliederungsbeihilfen etc.
    sollten daher ausgebaut werden.
  • Ebenso zu forcieren sind Arbeitserprobungen: Der Arbeitssuchende bzw. der potenzielle
    Arbeitgeber erkennen dabei sehr rasch, ob für eine bestimmte Tätigkeit eine Eignung
    besteht. 
  • Die gezielte Vermittlung von Deutschkenntnissen ist insbesondere für arbeitslose
    Asylberechtigte die Grundvoraussetzung, einen regulären Job zu bekommen.
  • Betriebe sind immer wieder mit dem Thema „Arbeitsunwilligkeit“ konfrontiert bzw.
    sind die Auswahlkriterien mancher Arbeitssuchender hinsichtlich eines möglichen Jobs
    mitunter sehr selektiv und anspruchsvoll. Das AMS reagiert hier – erfreulicherweise –
    mehr als früher mit den gesetzlich vorgeschriebenen Sanktionen, was nur konsequent
    ist. Schärfer zu bestrafen ist aus Sicht der Wirtschaft ein immer beliebter werdendes
    „Geschäftsmodell“, bestehend aus dem Arbeitslosengeld und einem Zusatzeinkommen
    aus geringfügiger Beschäftigung bzw. Schwarzarbeit.
  • Ältere Arbeitnehmer sind im internationalen Vergleich in Österreich viel zu teuer, weshalb sich die Wirtschaftskammer für eine massive Senkung der Lohnnebenkosten
    stark macht.
  • Aber auch das AMS ist gefordert: Eine verstärkte überregionale Vermittlung über
    Bezirks- bzw. Bundesländergrenzen hinaus sowie eine weitere Stärkung des Service für
    Unternehmen (SfU) können einen Beitrag leisten, Menschen aus der Arbeitslosigkeit zu
    holen und gleichzeitig den Fachkräftemangel der Wirtschaft zu lindern.

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