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Neue Perspektiven für das Innovationsland Oberösterreich

Die Sparte Industrie und die Abteilung Wirtschaftspolitik und Außenwirtschaft luden in Kooperation mit der VKB-Bank zum Innovationstag 2021. IEEE-Director Brand und Professor Hirt vom KIT teilten dabei ihre Expertise zu Rahmenbedingungen von Innovation und technologischen Trends der Zukunft.

Wenn neue Trends mit entsprechenden Ressourcen und Rahmenbedingungen Hand in Hand gehen, wird die Krise für das führende Industriebundesland OÖ zur großen Chance.
© Adobe Stock Wenn neue Trends mit entsprechenden Ressourcen und Rahmenbedingungen Hand in Hand gehen, wird die Krise für das führende Industriebundesland OÖ zur großen Chance.

Der Innovationstag 2021 fand Corona-bedingt im Online-Format statt. WKOÖ-Vizepräsidentin Angelika Sery-Froschauer hob einleitend den hohen Stellenwert Oberösterreichs als führendes Industriebundesland hervor: „Ein Viertel der Industrieproduktion Österreichs kommt aus Oberösterreich, ein Viertel der österreichweiten Patente kommt aus der oberösterreichischen Industrie und 75 Prozent der Forschungsgelder werden von den Unternehmen der oberösterreichischen Industrie gestemmt. Wichtig ist, das Forschungsfinanzierungsgesetz und die Foreign Direct Investment-Strategie möglichst rasch und mit möglichst wenig Bürokratie voranzutreiben."

„Über 1,7 Mrd. Euro Investition in Forschung und Entwicklung von oberösterreichischen Unternehmen jährlich und 642 Patente aus Oberösterreich zeigen die Kraft, die das Bundesland hat“, setzte Stephan Kubinger, Obmann-Stv. der Sparte Industrie fort. „Bei den Basisprogrammen der Forschungs Förderungs Gesellschaft ist Oberösterreich seit vielen Jahren immer vorne dabei, was zeigt, wieviel die oberösterreichische Industrie zum Wohlstand beiträgt“, so Kubinger. Deshalb sei aktuell die einmalige Erhöhung der heurigen Forschungsförderungsprämie von 14 auf 20 Prozent der Industrie sehr hilfreich, um gestärkt mit Innovation aus der Pandemie hervorzugehen. „Zudem braucht es dringend mehr Hochschulabsolventen in dem Bereich“, ist Kubinger überzeugt.

Liquidität für Industrieunternehmen und Stärkung von Technikstudien

Unterstützung von unternehmerischen Innovationen sieht auch Vorstandsdirektor der VKB-Bank Alexander Seiler als wichtigen Auftrag: „Die VKB-Bank steht als Sparring-Partner für viele innovative Ideen in den Businessplänen zur Verfügung. Wir schauen, dass die passenden Förderprogramme zu den entsprechenden Vorhaben gebracht werden. Letztlich geht es auch darum, Risiko zu tragen und Liquidität zur Verfügung zu stellen.“

Im Talk „Technologiestandort OÖ“ gab Martin Bergsmann, Technologiesprecher der Sparte Industrie, einen kurzen Überblick über die in der Sparte definierten drei strategischen Handlungsfelder Lernen, Forschen und Vernetzen. Besonders erfreut  zeigte er sich über die mehr als erfolgreich umgesetzte Forderung nach Stärkung von Technikstudien durch die geplante Realisierung der TU Oberösterreich: „Die TU Oberösterreich wird ein Leuchtturm sein und eine Vielzahl an dringend benötigten Leading Engineers hervorbringen. Als Ökosystem zwischen Wissenschaft, Industrie und auch Start-Ups stellt sie eine riesige Chance für den Standort Oberösterreich und darüber hinaus dar.“

Welche Rahmenbedingungen braucht ein starkes Innovationsland?

Als erster Keynote-Speaker des Innovationstags 2021 teilte Hermann Brand, European Standards Affairs Director des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) seine Expertise rund um die Frage: Welche Rahmenbedingungen braucht ein starkes Innovationsland? „Forschung transformiert Geld in Know-how. Innovation ist das genaue Gegenteil davon: Es transformiert Know-how in Geld. Durch Innovation fließt Geld zurück, wo in Forschung investiert wurde. Technologie erhält erst durch Integration in ein erfolgreiches Produkt einen Wert“, so Brand. Als Innovationstreiber und eine Art Universaltechnologie bezeichnete er Informations- und Kommunikationstechnologien. „Digitalisierung führt dabei zu einer neuen Welle der Konvergenz, also einer Verbindung von Informationsverarbeitung und dem Betreiben von Geräten und birgt das Potenzial, alles zu automatisieren“, sagt Brand. Viele neue Geschäftsmöglichkeiten (z.B. Plattform-Geschäfte, Sharing-Economy, Attention-Economy) würden sich daraus ergeben. „Politik und Gesellschaft sind dadurch gefordert, die nötige Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen und die Menschenrechte sowie ethische Prinzipien wie Fairness zu gewährleisten“.

„Standardisierung, Kooperation und Vernetzung können eine wichtige Rolle bei der Koordination der Technologie- und Marktentwicklung sowie bei  regulativen Rahmenbedingungen und Gesetzgebungen spielen. Koordination  und Selbststeuerung aller Interessensinhaber in einem dynamischen Innovations-Umfeld ist durch Standardisierungs-Organisationen möglich“, ist er überzeugt. Ein guter Standard fördere Differenzierung und Wettbewerb und sollte minimale Anforderungen festschreiben, um einen bestimmten Zweck zu erreichen (z.B. Interoperabilität oder Kooperation zwischen Firmen durch wohldefinierte Schnittstellen), führte der Experte aus.

Auch wurde die Wichtigkeit betont, in großen Zusammenhängen zu denken und Möglichkeiten für neue Cross Industrie Services zu sehen. Dies sei umso wesentlicher, da Österreich viele Beispiele für sogenannte „Nischenchampions“ zu bieten habe. Es gelte, Stärken zu stärken, statt zu versuchen, Schwächen auszumerzen. Auch solle der Wert der eigenen Technologie über Kooperationen und breite Nutzung maximiert werden. „Es geht darum, einen kleineren Anteil an einem viel größeren Markt zu erreichen. Es ist wie beim Backen eines Kuchens: Wenn man gemeinsam einen sehr großen Kuchen bäckt, dann hat jeder ein viel größeres Stück, als vorher“, gibt Brand zu denken.

Für den Abschluss des Innovationstags 2021 sorgte Vizepräsident für Innovation und Internationales Professor Thomas Hirth vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit einem Ausblick auf die „Trends & Technologien 2030“. So würden neben E-Autos auch Wasserstoff und E-Fuels die Mobilität der Zukunft prägen. „Drei große Trends werden unser Leben im kommenden Jahrzehnt prägen: der Klimawandel, die Digitalisierung und die gesundheitliche Versorgung. Mobilität ist dabei ein Schlüsselthema, um dem Klimawandel zu begegnen. E-Autos werden in zehn Jahren mehr als nur ein Nischenthema sein und auch Wasserstoff ist ein wichtiger Ansatz für Technologien der Zukunft.“ Dieser könne etwa im Schwerverkehr, bei Schiffen oder im Bahnverkehr entscheidende Lösungen bringen.

Zudem müssen im Energiebereich Erneuerbare Energien kontinuierlich die CO2-Emissionen senken. Auch E-Fuels würden dabei eine wichtige Rolle spielen, sagt Hirth. Dabei handelt es sich um synthetische Kraftstoffe, die mittels Strom aus Wasser und Kohlenstoffdioxid hergestellt werden. Der Vorteil dabei sei laut Hirth, dass diese wie petrochemische Treibstoffe in den Tank gefüllt werden können, und am Motor keine Veränderungen vorgenommen werden müssten. Was das Thema künstliche Intelligenz (KI) und Robotik in Betrieben angeht, beruhigte er in Bezug auf Ängste wegen befürchteter Arbeitslosigkeit: „Manche Tätigkeiten werden wegfallen, andere dafür neu dazukommen. Wichtig ist, die Arbeitnehmer zusätzlich zu qualifizieren.“ 

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