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„Neben Arbeit noch Vollgas gegeben“

Niederösterreich hat einen neuen Weltmeister. Christof Babinger hat bei den „WorldSkills“, den Berufs-Weltmeisterschaften für junge Fachkräfte, die Goldmedaille bei den Drucktechnikern gewonnen.

Gruppenfoto.
© Andreas Kraus Christof Babinger und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl.

„Es zeigt sich einmal mehr, wie stolz wir auf unsere Fachkräfte-Ausbildung und unsere Jugend sein können. Herzliche Gratulation unserem neuen Weltmeister und allen unseren WorldSkills-Teilnehmern zu ihren hervorragenden Leistungen und ihrem großen Können“, so WKNÖ-Chefin Sonja Zwazl im Bild mit Christof Babinger.


Und dann kam der Wolkenbruch. Mitten in der Siegerehrung der „WorldSkills 2019“ im russischen Kazan gingen Siegerpodeste, Tribünen, Ehrengäste, Moderatoren und Teilnehmer praktisch innerhalb von Sekunden quasi im Wasser unter. Mittendrin im feuchten Geschehen drei junge Fachkräfte aus Niederösterreich, die sich mit ihren hervorragenden Leistungen für die Berufsweltmeisterschaften qualifiziert haben – und den Wolkenbruch nicht weiter ernst nahmen.

„Das hat dort keinen gestört. Da war ja jeder von uns ‚on fire‘“, berichtet einer, der besonderen Grund zur Freude hat: der neue Weltmeister Christof Babinger. 2016 hat der 1997 geborene Drucktechniker aus Bergland seine Lehre bei der Queiser GmbH in Scheibbs mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Jetzt ist er mit Gold zurück – was auch die für den Druck zuständige WKNÖ-Spartenobfrau Ingeborg Dockner begeistert. „Wir sind überwältigt von diesem Erfolg und extrem stolz auf unseren Nachwuchs.“

„Da haben schon die Hände gezittert“

Insgesamt 25 Aufgaben, die an vier Tagen und in Summe innerhalb von 20 Stunden erledigt werden mussten, warteten auf dem Weg zum Weltmeister-Titel. „Die Zeit war ziemlich eng“, sagt Babinger im NÖWI-Gespräch. Und die Anspannung vor dem Wettbewerb groß. „Da haben schon ein wenig die Hände gezittert.“ Der erste Tag sei „super gelaufen“, da habe er sich gedacht: „Jetzt will ich Erster werden.“ Dann habe es aber auch schwächere Phasen gegeben, die die Erwartungen reduziert haben. „Vielleicht reicht’s für die Top 3.“ Letztlich wurde es der Sieg – gegen eine Konkurrenz, die sich zum überwiegenden Teil deutlich intensiver und länger direkt auf den Wettbewerb vorbereiten konnte. „Wir haben hart gearbeitet“, so Babinger, „und neben der Arbeit noch Vollgas gegeben.“

Gruppenfoto mit Österreich
© WorldSkills Das erfolgreiche SkillsAustria-Team bei der Siegerehrung in Kazan. Insgesamt gingen sechs Gold-, fünf Silber- und eine Bronzemedaille, sowie 17 Medallions for Excellence nach Österreich.

Medallion for Excellence für Simon Dorrer

Wie bei Babinger ist auch bei den beiden anderen WorldSkills-Teilnehmern aus Niederösterreich die Begeisterung über das in Kazan Erlebte spürbar. „Ziemlich groß, ziemlich beeindruckend, ziemlich anstrengend, einfach Weltklasse“, bringt es Karosseriespengler Dominik Eidler aus Wiesmath, er arbeitet für Porsche Wiener Neustadt, auf den Punkt. Und für Elektroniker Simon Dorrer aus Ennsbach, der als Maturant der HTBLA Leonding (OÖ) ins Rennen ging, war die Zeit in Kazan einfach „umwerfend. Das ist eine Erfahrung, die kann man mit Geld nicht zahlen.“ 

Auch Dorrer berichtet von Konkurrenten, die sich über Jahre auf die WorldSkills vorbereitet hätten, während er aufgrund der Matura gerade zwei Monate gehabt habe. „Die Zeiteffizienz ist auf meiner Seite. Und ich bin der achtbeste Elektroniker der Welt“, schmunzelt er. Mit 710 von 800 möglichen Punkten hat Dorrer ein „Medallion for Excellence“ gewonnen – in einem extrem engen Rennen. Sieger Pan Liang aus China, der laut Dorrer vier Jahre auf den Wettbewerb hinarbeiten konnte, hatte gerade 19 Punkte mehr. Für Eidler hat es nicht ganz für eine Medaille gereicht. „Ich hab‘ in einem Modul zwei unnötige Fehler gemacht“, sagt er. „Aber ich bin glücklich, wie’s ist. Ich kann jedem, der eine Herausforderung sucht und sich weiterentwickeln will, eine Teilnahme an den ‚WorldSkills‘ nur empfehlen.“

Eidler: „Sich weiterentwickeln muss Ziel sein“

Karosseriespengler Eidler peilt nun die Meisterprüfung als nächsten Schritt an. „Sich immer weiterzuentwickeln muss das Ziel sein.“ Dorrer, der im Oktober seinen Zivildienst startet und anschließend die Uni anpeilt, hebt in seinem Resümee neben „der ganzen Erfahrung“ vor allem die zahlreich geschlossenen nationalen und internationalen Kontakte und den tollen Zusammenhalt im „Team Austria“ hervor: „46 Leute – jeder miteinander zusammengeschweißt.“ Und Babinger weiß zu berichten, dass sein Chef bereits ein paar Plakate zu seinem Erfolg aufgehängt habe. Ob sich in seinem Leben durch den Weltmeistertitel etwas ändern werde, könne er nicht sagen. „Aber es wird sicher etwas bringen“, etwa im Lebenslauf. „Jetzt freue ich mich jedenfalls, einfach wieder normal in die Arbeit zu gehen – ohne ständig im Hinterkopf zu haben, dass ich nachher noch trainieren sollte.“

Gruppenfoto mit Medaillien
© Florian Wieser

Gratulationen für die drei niederösterreichischen WorldSkills-Teilnehmer  im Bild v.l.: NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Wolfgang Ecker, Medallion of Excellence Gewinner Simon Dorrer, Weltmeister Christof Babinger, Dominik Eidler, Bundesspartenobfrau Gewerbe und Handwerk Renate Scheichelbauer-Schuster und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Berufsausbildung in der WKNÖ Johann Ostermann. 

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