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Tiny wohnen mit Charme

Selbstbestimmt und unabhängig leben – damit wirbt die Firma Wohnwagon aus Gutenstein im Bezirk Wiener Neustadt. Theresa Steininger und ihr Team verwirklichen kleine und große Wohnträume in ökologischer Bauweise mit Autarkie-Modulen.

78 Wohnwagons hat die Firma in den deutschsprachigen Raum bereits verkauft.
© Wohnwagon 78 Wohnwagons hat die Firma in den deutschsprachigen Raum bereits verkauft.

„Unser Wohnwagon schafft ganzjährig einen vollwertigen Wohnraum“, erklärt Geschäftsführerin Theresa Steininger den Unterschied zu einem herkömmlichen Wohnwagen. Die Idee dazu kam vor sieben Jahren von Christian Frantal. „Christian war Kunde meiner Werbeagentur und schilderte mir seinen Traum vom autarken Wohnwagon“, so Steininger. Der damals erst 22-jährigen Agentur-Chefin gefiel die Idee und sie stieg mit ein. Es folgte die Businessplanerstellung und die Firmengründung im März 2013. Ein später sehr erfolgreiches Projekt stand in den Startlöchern.

Mit Crowdinvesting Prototyp finanziert

Im August 2013 konnte Wohnwagon als erstes Unternehmen in Österreich eine Crowdinvesting-Kampagne erfolgreich abschließen und holte über 100 Investoren mit „on board“. Mit den aufgestellten Mitteln – 70.000 Euro – wurde der Bau eines Prototypen finanziert. Mittlerweile sind von der Firma bereits 78 Wohnwagons in den deutschsprachigen Raum verkauft worden.
Die Größe eines Wohnwagons variiert zwischen 15 und 40 Quadratmeter. Die besondere ovale Bauform schafft Weite und eine gemütliche Atmosphäre im kleinen Eigenheim. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 100.000 bis 200.000 Euro. Dafür sind die jährlichen Fixkosten – mit etwa drei Festmeter Brennholz – sehr gering. Ausgestattet ist so ein Wagon mit einer Photovoltaikanlage, Solar-Holz-Zentralheizung, Wasseraufbereitungsanlage, Pflanzenkläranlage und Bio-Toilette. Zum Einsatz kommen ökologische Baustoffe wie Holz, Schafwolle und Lehm.  

Theresa Steininger
© Wohnwagon


„Jeder Kunde kann bei seinem Wohnprojekt selbst entscheiden, 
wie weit er bei der Autarkie gehen mag“, so Theresa Steininger,
Geschäftsführerin der Firma Wohnwagon.

Wagon ermöglicht flexibles Wohnen 

„30 Prozent der niederösterreichischen Bauflächen sind unbebaut. Mit unseren Wagons sind flexible Wohnlösungen möglich. Ein Grundstück kann auf Zeit gepachtet werden, anstatt es kaufen zu müssen. Auch ein Wasser- und Kanalanschluss sind nicht unbedingt nötig, denn der Wohnwagon funktioniert autark“, nennt Steininger einige Vorteile. Das Wissen der 29-köpfigen Truppe fließt aber nicht nur in die Wohnwagons ein, sondern auch in Neubauten und Sanierungen. Zudem werden Seminare über Autarkie und zukunftsfähiges Wohnen veranstaltet. 

„Dorfschmiede Gutenstein“

Vor anderthalb Jahren ist das Unternehmen von Wien nach Gutenstein übersiedelt – mit einer Vision: Theresa Steininger und ihr Team wollen der von der Landflucht stark betroffenen Gemeinde mit etwa 1.300 Einwohnern wieder Leben einhauchen. Unter dem Namen „Dorfschmiede Gutenstein“ sollen leerstehende Gebäude renoviert und wieder belebt werden. Man möchte auch wieder funktionierende Wirtschaftskreisläufe aufbauen. „Wir haben von Anfang an auf Zusammenarbeit und ein gutes Netzwerk gesetzt“, so die heute 29-jährige Firmenchefin.
So werden die Wohnwagon-Projekte mit lokalen Partnerfirmen ausgeführt. Mittlerweise haben sich auch schon neue Unternehmen angesiedelt, wie etwa die Gemüsegärtnerei „Verwurzelt“, die die Dorfbevölkerung mit Gemüse-Kisterln versorgt.

Neue Impulse für die Ortsbelebung

Für das Dorfprojekt wurde ein Vermögenspool geschaffen, der mit 522.500 Euro schon gut gefüllt ist. Erster Schritt ist derzeit die Renovierung des „Gutensteinerhofs“. Der alte Gasthof ist die Firmenzentrale von Wohnwagon, soll aber auch Ort für einen Co-Working Space, ein Veranstaltungszentrum und mehr sein. „Wir haben viele Lösungen parat, wie wir attraktives Wohnen am Land möglich machen wollen“, macht die Unternehmerin Lust auf mehr … 

Wohlfühl-Feeling im Wohnwagon mit Erker.
© Wohnwagon Wohlfühl-Feeling im Wohnwagon mit Erker.

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