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„Wiener City Maut ist reine Abzocke“

Die Transportwirtschaft spricht sich gegen den Plan der Wiener „Grünen" aus, eine City Maut in Wien einzuführen – eine solche hätte große Auswirkungen auf die niederösterreichischen Unternehmen.

© Fotolia

„Die Versäumnisse der Verkehrspolitik der vergangenen Jahre können durch eine Geldbeschaffungsdiskussion nicht einfach unter den Teppich gekehrt werden", betont Franz Penner, NÖ Spartenobmann der Sparte Transport und Verkehr.

Solange die Voraussetzungen nicht stimmen und man innerhalb eines Flächenbezirks am Rande der Stadt länger in Bus und Bahn sitze als von Wien nach St. Pölten, wäre eine City Maut eine reine Abzocke von Bevölkerung und Wirtschaft. Dazu Alexander Klacska, Bundesobmann der Sparte Transport und Verkehr: „Die paar Autos weniger, die möglicherweise durch eine City Maut auf den Wiener Straßen unterwegs sind, würden Transporte in Wien nicht erleichtern. Das Hauptproblem der Branche ist nämlich nicht der dichte Verkehr, sondern sind die fehlenden Logistikflächen in der Stadt. Dadurch müssen Zusteller täglich mehrmals von außerhalb der Stadtgrenze nach Wien hineinfahren, um die Wiener Nahversorgung zu garantieren.

„Wir brauchen mehr Logistikflächen in Wien"

„Ausgelöst durch den Wegfall der Logistikflächen am Nordwest- und Zentralbahnhof, die dem Wohnbau und Einkaufstempeln zum Opfer gefallen sind, hängt Wien an der logistischen Herz-Lungen-Maschine Niederösterreich", konstatiert Franz Penner. Um die Abhängigkeit von dieser zu lösen, „sehen wir es als Aufgabe der Wiener Stadtplanung und Verkehrspolitik an, wieder innerstädtische Logistikflächen zu schaffen", sagt Alexander Klacska.

Möglichkeiten dafür gibt es etwa am Areal des Westbahnhofs. „Würde man solche Flächen schaffen, würde das der Umwelt vermutlich mehr helfen als eine reine Geldbeschaffung durch Einhebung einer City-Maut", so der Obmann. Unterstützung erhält der Vorstoß von der NÖ Landesregierung:

Denn laut VP Niederösterreich halte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner nichts von der Idee einer City Maut und auch der zuständige Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko hat sich bereits Anfang Juli in einem persönlichen Gespräch mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) dagegen ausgesprochen.

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