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Interview zum Weltspartag mit Johann Vieghofer

"Wir brauchen wieder ein vernünftiges Zinsniveau"

Johann Vieghofer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer NÖ.
© Andreas Kraus Johann Vieghofer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Wirtschaftskammer NÖ.

Zu viel sinnlose Bürokratie für die Banken ist auch für deren Kundinnen und Kunden, sowie den
gesamten Wirtschaftsstandort nicht gut, warnt Johann Vieghofer, Obmann der Sparte Bank und
Versicherungen.

Geradezu als „Paradebeispiel“ für eine solche Bremse nennt Vieghofer die so genannte
MiFID II-Verordnung (Market in Financial Instruments Directive), die eigentlich den Schutz von Anlegern verbessern und damit auch dem Finanzplatz einen Schub geben sollte. In der Praxis ist das Gegenteil der Fall.

„Potenzielle Anlegerinnen und Anleger müssen in der Bank dicke Wälzer an Papieren durchackern und zusätzlich gefühlte ‚15‘ Unterschriften leisten“, so Vieghofer. „Und das, bevor es überhaupt zu einer Anlage- Beratung kommt. Spätestens bei der fünften Unterschrift beginnen Kundinnen und Kunden dann nervös zu werden – verständlicherweise!“

Tatsächlich häufen sich seit Inkrafttreten der Regelung mit Jänner 2018 die Beschwerden von Konsumentinnen und Konsumenten. „Es passiert hier eigentlich das Gegenteil von Konsumentenfreundlichkeit“, betont Vieghofer. Und damit wird zugleich auch das Ziel einer Stärkung des Kapitalmarkts verfehlt.

„Wenn man den Kapitalmarkt, wo Österreich ohnedies nicht gerade Vorreiter ist, stärken will, dann müsste man die Eingangsbarrieren – und das ist MiFID II – nicht erhöhen, sondern senken.“ Nachsatz: „Normalerweise müsste in einer Niedrigzinsphase wie jetzt der Wertpapiermarkt boomen. Das tut er aber nicht.“

Den Grund für solche Überregulierungen sieht Vieghofer darin, dass man auf europäischer Ebene zu sehr große internationale Investmentbanken im Blick hat – und das Verständnis für das heimische, regional geprägte Hausbankenprinzip fehlt. „Jemand, der in Frankfurt sitzt, glaubt ja gar nicht, dass es in Niederösterreich über 100 eigenständige Banken gibt – während es in ganz Spanien nur eine Handvoll sind. Und hier wird leider in den Regeln nicht angemessen unterschieden.“

Vieghofers größter Wunsch ist folglich auch, dass Regionalbanken, die praktisch ausschließlich auf ihr Kundengeschäft bauen, bei den Regularien anders beurteilt werden als internationale Investmentbanken. Der Konsumentenschutz müsse sich auf einem angemessenen Niveau einpendeln, die Banken sollten wieder jenes Vertrauen genießen, das ihnen zusteht. Da sei man auf einem guten Weg, es gebe aber immer noch eine Delle. Und: „Wir brauchen wieder ein vernünftiges Zinsniveau.“ Denn, so Vieghofer: „Das wäre letztlich gut für alle.“

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