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Das Vertrauen in die NÖ Regionalbanken ist ungebrochen

Neue Studie der FH Wiener Neustadt untersucht die Entwicklung und Performance des NÖ Bankensektors.

© Franz Weingartner

Im Zentrum der Studie „Banken in Nieder­österreich“ stehen die Struktur des niederösterreichischen Bankensektors für das Jahr 2017 sowie dessen Entwicklung und Performance seit dem Jahr 2006. Zudem wurde die regionalwirtschaftliche Bedeutung niederösterreichischer Banken behandelt.

Fast jeder fünfte Bankomat in Österreich steht in NÖ

Österreichweit sind in Niederösterreich die meisten Bankstellen angesiedelt. Insgesamt weist Österreich 560 Haupt- und 3.767 Zweigstellen auf, davon sind 950 in Niederösterreich. Damit entfallen auf 100.000 Einwohner 57,03 Bankstellen. Dies entspricht ungefähr dem Wert von Gesamtösterreich ohne Wien (56,64). Während es seit 2006 bei den Raiffeisen-, Sparkassen und Volksbankensektoren zu Zweigstellenschließungen gekommen ist, haben die Aktienbanken ihre Präsenz in Niederösterreich deutlich erhöht.

Ebenso befinden sich in Niederösterreich die meisten Bankomaten: Fast jeder fünfte Bankomat steht in Niederösterreich.

Mehr als jeder neunte im Bankwesen Beschäftigte ist in NÖ tätig. Insgesamt sind im Jahr 2017 im österreichischen Bankwesen 71.523 Personen beschäftigt. Niederösterreich liegt mit 7.845 Beschäftigen (Anteil von rund 11 Prozent) an dritter Stelle, hinter Wien (25.255 Beschäftigte, rund 35 Prozent) und Oberösterreich (10.730 Beschäftigte, 15 Prozent).

308 € Millionen Betriebsergebnis 2017

In den letzten fünf Jahren stieg das Betriebsergebnis jährlich im Durchschnitt um 1,82 Prozent und erreichte im Vorjahr 308 Mio. Euro. Somit konnten Niederösterreichs Banken ihre Produktivität mit rund 39.300 Euro Betriebsergebnis pro Beschäftigtem im Jahr 2017 steigern (+ 16,83 Prozent). Auch die Kosteneffizienz hat sich im selben Jahr verbessert.

In den letzten zwölf Jahren weist NÖ im Bundesländervergleich mit wenigen Ausnahmen die höchste Nettozinsmarge auf (Differenz zwischen den erhaltenen und gezahlten Zinsen). Sowohl das Volumen der Einlagen als auch der vergebenen Kredite ist im Jahr 2017 gestiegen. Dabei sind 47 Prozent des Kreditvolumens an Unternehmen vergeben worden.

Fast jede zweite Bankstelle in Niederösterreich ist dem Raiffeisensektor zuzuordnen. So gehören 2017 nahezu drei von vier Hauptstellen (74,36 Prozent) und jede zweite Zweigstelle (45,87 Prozent) diesem Sektor an. Daneben spielen auch Sparkassen, Aktienbanken und Volksbanken eine große Rolle.

Hohe Verlässlichkeit der Banken

Johann Vieghofer, Obmann der Sparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammmer Niederösterreich (WKNÖ): „Die Verlässlichkeit unserer regionalen Hausbanken und das entgegengebrachte Vertrauen sind ungebrochen hoch, obwohl manche Entwicklung seit 2008 und starke Regulierungsvorgaben wie etwa durch Basel III die Kreditvergabe weltweit erschwert haben. Umso erfreulicher ist es daher, dass die vorliegenden Fakten und Zahlen das NÖ Hausbankenprinzip so deutlich bestätigen.

Niederösterreichs Banken zeigen auch im Jahr 2017 ein starkes Engagement am Wirtschafts- und Lebensstandort Niederösterreich: CSR-Aktivitäten (Corporate Social Responsibility) in Höhe von über 9 Millionen Euro verdeutlichen diese.

Das niederösterreichische Kredit- und Versicherungswesen leistet im Jahr 2016 einen Beitrag von knapp über drei Prozent zur gesamten niederösterreichischen Bruttowertschöpfung und wächst dabei überdurchschnittlich stark.


Nö Kreditinstitute 2017 Gesamtsumme 9.001.950 Euro
© WKNÖ


Nö Kreditinstitute 2017 Gesamtsumme 9.001.950 Euro
© WKNÖ

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