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Forschungskooperationen können NÖ und Slowakei beflügeln

Das Industriewissenschaftliche Institut IWI hat im Auftrag der Wirtschaftskammer Niederösterreich die Vernetzungspotenziale zwischen der Slowakei und Niederösterreich analysiert.

© Mano Strauch Bei der Studienpräsentation: v.l. Herwig Jörgl, Matador, WKNÖ-Direktor Franz Wiedersich, Studienautor Mikulas Luptacik, WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, Honorarkonsul SO-Stv. Veit Schmid-Schmidsfelden, Igor Junas, Jaroslav Holecek und WD Hans Kügerl.

Es ist dies eine Folgestudie zu dem gemeinsam mit dem Land NÖ durchgeführten Projekt Duo**Stars, das bereits im Jahr 2007 die Wirtschaftsstandorte Niederösterreich und Westslowakei gegenübergestellt hat. 

Die Ballungsräume Wien und Bratislava verzeichnen weiterhin den größten Bevölkerungszuwachs mit 6,8 (Wien) und 5,1 Prozent (Region Bratislava). WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl: „Wir haben diese einzigartige Situation von zwei Metropolregionen mit exzellenten wirtschaftlichen Potenzialen. Diese einzigartige Stärke müssen wir in Zukunft noch viel stärker ausspielen.“ 

Ein gutes Beispiel dafür sei die Kooperation bei der Dualen Ausbildung, so Zwazl: „Unser österreichisches Erfolgsmodell hat mittlerweile in der Slowakei erste sichtbare Spuren gebildet. Ich bin davon überzeugt, dass die Fachkräfteaus- und - weiterbildung einen gemeinsamen Wettbewerbsvorteil bringt.“ Und auch die Arbeitslosenquote niedrig hält: Diese liegt in Niederösterreich bei 5,2 Prozent und in der Region rund um Bratislava bei 6,1 Prozent. Und: Die Slowakei kann in den letzten Jahren eine schneller steigende Arbeitsproduktivität als Österreich verbuchen (Slowakei: 3,2% pro Jahr; Österreich: 1,6%). Eine wachsende Produktivität ermöglicht steigende Löhne und in weiterer Folge steigende Kaufkraft. 

Wirtschaftsmotor Industrie

Die Kompetenzen in der Slowakei liegen vor allem in der automotiven Industrie. Alleine in der Region um Trnava hat die Industrie einen Anteil von 44,4 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung. Den zweiten Platz beim Anteil an der Bruttowertschöpfung kann die niederösterreichische Industrie der Region Mostviertel-Eisenwurzen mit 39,9 Prozent verbuchen. NÖ Süd und das Wiener Umland weisen jeweils 36,1 und 35,4 Prozent aus. Niederösterreich hat einen Schwerpunkt in der metalltechnischen und in der chemischen Produktion mit einer breiten Anwendungsvielfalt.

Potenziale für die Slowakei im Bereich F&E

Bei den Ausgaben für Forschung & Entwicklung kommen in der Slowakei die tragenden Impulse weiterhin von den ausländischen Investoren. In Österreich (2,1%) beträgt die durchschnittliche F&E-Quote in % des Bruttoregionalprodukts mehr als das Fünffache verglichen mit jener der Slowakei (0,4%). Die Region um Bratislava weist mit 0,8% F&E-Quote eine positive Tendenz auf. Niederösterreich hat mit 1,3 % ebenfalls eine auszubauende F&E-Quote. In Österreich liegt der Anteil der F&E-Beschäftigten an der Gesamtbeschäftigung 6-mal so hoch wie in der Slowakei (0,2 %). Niederösterreich liegt mit 0,6 % genau im Mittelfeld. Studienautor Mikulas Luptacik: „Forschungskooperationen haben das Potenzial, Niederösterreich und die Slowakei zu beflügeln.“

Grenzüberschreitende Kompetenzlandkarte

In dieselbe Kerbe schlägt Honorarkonsul Veit Schmid-Schmidsfelden, Obmann der metalltechnischen Industrie Niederösterreich: „Kooperation ist und bleibt das Stichwort. Diese Studie soll dazu dienen, die Kompetenzfelder in Niederösterreich wie auch in der Slowakei noch stärker zu lokalisieren und zu identifizieren. Das Ziel ist eine grenzüberschreitende Kompetenzlandkarte, die Unternehmen mit ihren Kompetenzen erfasst.“ Mit einer solchen Landkarte würde auch eine wesentliche Stärke des gemeinsamen Wirtschaftsraumes sichtbar werden: Die kurzen Wege, die die direkte Nachbarschaft mit sich bringt.

Weiterer Ausbau der Infrastruktur notwendig

Dass diese kurzen Wege immer weniger beschwerlich werden, dafür sorgt der Infrastrukturausbau, der seit dem Jahr 2000 verstärkt vorangetrieben wird. So wurde der Zugverkehr zwischen Wien und Bratislava auf gleich zwei Strecken intensiviert. Die Nordost Autobahn verbindet seit 2007 Bratislava mit dem Nordburgenland und in weiterer Folge Wien. Sonja Zwazl: „Das Thema ist für mich aber erst mit der Marchbrücke zufriedenstellend gelöst.“

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