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Lehrberufe sind weiter im Aufwind

Über 16.000 junge Menschen absolvieren derzeit eine Lehre in Niederösterreich. Das entspricht einem Plus von über zwei Prozent – der Spitzenwert im bundesweiten Vergleich.

Initativen der Wirtschaftskammer NÖ wie Let‘s Walz – hier vor dem  Abflug – sorgen dafür, dass die Lehre wieder attraktiv ist.
© WKNÖ Initativen der Wirtschaftskammer NÖ wie Let‘s Walz – hier vor dem Abflug – sorgen dafür, dass die Lehre wieder attraktiv ist.

Die österreichweite Lehrlingsbilanz für das Jahr 2018 stellt Niederösterreich ein gutes Zeugnis aus. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Lehrlinge in Ausbildung um 333 Personen (plus 2,1 Prozent). Über alle Lehrjahre gerechnet absolvieren in Niederösterreich laut der Lehrlingsbilanz 2018 derzeit 16.154 junge Menschen, davon 4.526 weiblich, eine Lehre.

„Die Lehre liegt im Trend. Völlig zurecht, schließlich ist sie eine hochwertige Ausbildung, auf die unsere Lehrlinge stolz sein können“, zeigt sich Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl  zufrieden und verweist auf die Chancen, die ein Lehrberuf bietet: „Fachkräfte werden von der Wirtschaft dringend gesucht. Und eine solche Karriere beginnt nun einmal mit einer Lehre.“ 

Seit Ende 2015 – also in den letzten drei Jahren – wuchs die Zahl der Lehranfänger in Niederösterreich sukzessive an, in Summe um über 15 Prozent. Fast die Hälfte davon entscheidet sich für einen Beruf aus dem Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel und der Industrie (siehe Grafik).

Trendumkehr dank Initiativen & Maßnahmen

Dass die Trendwende in diesem Zeitraum geschafft wurde, führt Zwazl nicht zuletzt auf die konsequent umgesetzten Initiativen der Wirtschaftskammer Niederösterreich zurück: Maßnahmen zur Berufsorientierung oder das Lehrlings-Wirtschaftsparlament, in dem Lehrlinge aus allen Sparten Vorschläge für Verbesserungen rund um die Lehre erarbeiten bis hin zu Aktivitäten wie der Initiative  ,Let‘s Walz‘, mit der Lehrlinge vierwöchige, kostenlose Auslandspraktika absolvieren können, würden entsprechende Wirkung zeigen.

„Man darf nicht glauben, dass man einmal eine Maßnahme setzt und dann verändert sich schon etwas. Etwas zu bewegen und zu verändern verlangt kontinuierliche Arbeit“, so Sonja Zwazl.
Außerdem entwickle man die Maßnahmen zielgerichtet und fragt bei den Betroffenen direkt nach. So geht aus einer Umfrage der Wirtschaftskammer NÖ hervor, dass sich die Schülerinnen und Schüler selbst mehr Informationen über Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten wünschen. Solche Erkenntnisse fließen direkt in die Arbeit der WKNÖ ein und führen dann zum Erfolg.
Ein wesentlicher Punkt, um junge Menschen für eine Lehre zu gewinnen, sei es nach wie vor, „die Eltern zu erreichen und ihnen zu vermitteln, dass die duale Ausbildung eine hochwertige ist, auf die man stolz sein kann“, weiß die WKNÖ-Präsidentin.


Andreas Bucher, Tapezierer aus Zwettl
© Wolfgang Leithner Andreas Bucher, Tapezierer aus Zwettl
Rainer Öhler, Florist aus Mistelbach
© Andreas Steffll Rainer Öhler, Florist aus Mistelbach
Robert Greibich, Installateur aus Amstetten
© Margarete Greibich Robert Greibich, Installateur aus Amstetten
Angelika Haiden, Friseurin aus Leobersdorf
© Birgit Sorger Angelika Haiden, Friseurin aus Leobersdorf

„In meinen 20 Jahren Berufserfahrung hatte ich immer Lehrlinge um mich. Für mich war es deshalb von Anfang an klar, auch selbst Fachkräfte auszubilden und sie bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen.“

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„Ich kann nicht immer nur jammern, dass ich keine Fachkräfte habe und gleichzeitig nichts dafür tun.
Es gibt gelernte und wirkliche Floristen. Letztere haben das bessere ‚Gspür‘ für die Kunden und den Anlass. “

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„Im Vorjahr haben wir mit unseren Lehrlingen einen ‚Lotto-Sechser‘ gemacht. Drei habe sich beworben und alle sind spitze. Obwohl es nicht unser Plan war, haben wir sie dann alle drei als Lehrling aufgenommen.“

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„Es ist wichtig, dass man dem Lehrling genau sagt, wie man es haben will. Mir ist es etwa wichtig, dass mein Lehrling Michelle den KundInnen die Jacke oder den Mantel abnimmt, damit sie sich gleich wohlfühlen.“

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In 5 Schritten zu Ihrem ersten Lehrling:


1)   Was muss ich tun, wenn ich das erste Mal Lehrlinge ausbilden möchte?

Wenn Sie noch nie einen Lehrling ausgebildet haben, ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer NÖ unter Einbindung der Arbeiterkammer NÖ feststellt, ob dies in Ihrem Betrieb möglich ist. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit Ihrer NÖ Lehrlingsstelle unter T 02742/851-17900 auf. Dort erhalten Sie den Antrag auf Feststellung der Eignung zur Lehrlingsausbildung. 

2)   Wer kann im Betrieb Lehrlinge ausbilden?

Damit Sie einen Lehrling ausbilden können, müssen Sie (oder einer Ihrer Mitarbeiter) einen Ausbilderkurs absolvieren. Dieser schließt mit der Ausbilderprüfung ab. Mit der Unternehmerprüfung haben Sie die Ausbilderprüfung schon in der Tasche.

3)   Wo melde ich den Lehrvertrag an?

In Ihrer Lehrlingsstelle erhalten Sie das Anmeldeformular für Ihren neuen Lehrling. Damit melden Sie den Lehrvertrag an. Dies muss innerhalb von drei Wochen ab Aufnahme erfolgen.

4)   Kann ich meinen Bewerber testen lassen?

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Einerseits wird in der 8. bzw. 9. Schulstufe die sogenannte Schnupperlehre angeboten. Dabei kommen die Schüler für einen oder mehrere Tage in Ihren Betrieb und erleben dort den Arbeitsalltag – und Sie können sich ein Bild von den Fähigkeiten des potenziellen Lehrlings machen. Die Berufsinformationszentren des WIFI (WIFI-BIZ) bieten Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, die Talente und Neigungen Ihres potenziellen Lehrlings abtesten zu lassen. Gemeinsam mit dem Vorstellungsgespräch und der Durchsicht der Zeugnisse sollten Sie so ein rundes Bild von Ihrem zukünftigen Lehrling erhalten. Übrigens: Jedes NÖ Unternehmen kann bis zu sechs Jugendliche pro Jahr kostenlos testen lassen! www.wifi-biz.at

5)   Gibt es Förderungen?

Ja. Für Lehrbetriebe besteht im Rahmen der „Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen“ eine  Reihe von Fördermöglichkeiten. Alle wichtigen Informationen, Kontaktadressen und Formulare zur „Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen“ und zu „Coaching und Beratung für Lehrlinge und Lehrbetriebe“ finden Sie auf www.lehre-foerdern.at


Grafik Lehrlingszahlen
© WKNÖ


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