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Jungunternehmer zum Tax Freedom Day: „Steuerlast schadet unserem Wirtschaftsstandort“

Bis zum 5. August wird in Österreich nur für den Staat gearbeitet. Von jedem verdienten Euro bleiben den Bürgerinnen und Bürgern nicht einmal mehr 41 Cent.

Junge Wirtschaft NÖ-Vorsitzender Jochen Flicker.
© Philipp Monihart Junge Wirtschaft NÖ-Vorsitzender Jochen Flicker.

Die Junge Wirtschaft NÖ und die Junge Industrie NÖ fordern anlässlich des bevorstehenden Tax Freedom Days am 5. August 2019 mehr Zukunfts- und Generationengerechtigkeit. Ihr Ziel: der Tax Freedom Day soll wieder in der ersten Jahreshälfte stattfinden. „Die Belastungen müssen gesenkt werden, denn Halbe-Halbe ist hier mehr als genug“, so die beiden Vorsitzenden Jochen Flicker (Junge Wirtschaft NÖ) und Veronika Wüster (Junge Industrie NÖ). Derzeit bleiben von jedem verdienten Euro nämlich nicht einmal mehr 41 Cent in der eigenen Tasche.

Bis einschließlich 4. August, immerhin 216 Tage lang, haben Herr und Frau Österreicher im Jahr 2019 ausschließlich für den Staat gearbeitet. Das geht aus einer aktuellen Studie des Austrian Economics Centers hervor, bei der einmal jährlich – seit 2010 – der sogenannte „Tax Freedom Day“ (TFD) berechnet wird. Dabei werden sämtliche Steuereinnahmen und Sozialabgaben durch das Einkommen der Haushalte und Betriebe geteilt und dieser Prozentsatz dann auf das Jahr umgerechnet. Ergebnis: Erst ab 5. August 2019 hat ein durchschnittlicher Steuerzahler in unserem Land genug verdient, um die vielen Abgaben und Steuern bezahlen zu können, die in diesem Jahr fällig werden. 

Mittelfristiges Ziel: TFD in der ersten Jahreshälfte

„Diese Belastungsquote von fast 60 Prozent ist viel zu hoch. Damit schaffen wir auch einen unrühmlichen Spitzenplatz mit einer der höchsten Belastungsquoten unter allen 36 OECD-Staaten, mit denen wir international im Wettbewerb stehen. Gerade bei der sich abkühlenden Konjunktur, braucht es mutige Reformen, die in endlich spürbaren Entlastungen für alle österreichischen Steuerzahler münden“, so JI NÖ-Vorsitzende Veronika Wüster und JW-Vorsitzender Jochen Flicker.

Die Vertreter der beiden Jungunternehmerverbände fordern daher, die Belastungen Schritt für Schritt zu reduzieren. „Das Ziel für nächstes Jahr muss sein, dass der Tax Freedom Day bereits im Juli erreicht wird“, so Wüster und Flicker. Mittelfristig sei der 1. Juli erstrebenswert, denn: „Halbe-Halbe ist genug.“ 

Flicker: „Wahlzuckerl schnell beschlossen, schwer zu verdauen“

JW-Vorsitzender Jochen Flicker warnt in diesem Zusammenhang massiv vor einer weiteren „Wahlzuckerl-Orgie“ im Nationalrat vor der Nationalratswahl am 29. September. „Es geht um verantwortungsvolles Handeln. Denn teure Wahlzuckerln sind leider oft schnell beschlossen, aber nur sehr schwer zu verdauen. Die wirklichen Themen heißen Fachkräfteoffensive, Bürokratieabbau und Entlastung – gerade auch für kleinere und mittlere Unternehmen.“

JI NÖ-Vorsitzende Wüster: „Es geht hier auch um Generationengerechtigkeit“

„Wir möchten diesen Tag auch nutzen, um mehr Generationengerechtigkeit einzufordern. Denn neben der Abgabenlast ist vor allem auch die Staatsverschuldung für unsere Generation eine enorme Belastung. Es geht uns dabei aber nicht darum, jemandem etwas wegzunehmen. Vielmehr muss der Staat effizienter werden und seine Ausgaben deutlich senken“, so Wüster. 

Junge Industrie NÖ-Vorsitzende Veronika Wüster
© Andi Bruckner Junge Industrie NÖ-Vorsitzende Veronika Wüster

Vorschläge für die Entlastung liegen viele auf den Tisch, wie die Tarifsenkung bei der Einkommenssteuer, die Senkung der Körperschaftssteuer und die steuerliche Befreiung der Mitarbeitererfolgsbeteiligung. „Diese Entlastungen würden den Wirtschaftsstandort stärken und in weiterer Folge den Wohlstand kommender Generationen absichern“, so Wüster und
Flicker. 

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