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Tag der Arbeitgeber: 640 Millionen Euro an zusätzlichem Wohlstand für NÖ Beschäftigte

Ökonom Haber legt zum „Tag der Arbeitgeber“ neue Studie im Auftrag der WKNÖ vor.

V.l.: Vorstandsvorsitzender Michael Kindl (Laufen AG Austria), WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber (Donau-Universität Krems).
© WKNÖ/Bollwein V.l.: Vorstandsvorsitzender Michael Kindl (Laufen AG Austria), WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Univ.-Prof. MMag. Dr. Gottfried Haber (Donau-Universität Krems).

Ein bisher in der Wirtschaftswissenschaft praktisch ausgeklammertes Thema stellt die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) heuer ins Zentrum des „Tags der Arbeitgeber“ am 30. April: Nämlich die Frage, was die Sicherheit wert ist, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich auf Gehälter und Löhne in betragsmäßig sicherer, regelmäßiger Höhe verlassen können - weitgehend unabhängig von Geschäftsschwankungen und unternehmerischen Risikofaktoren. Wirtschaftswissenschafter Gottfried Haber, der Leiter des Forschungsbereichs Wirtschafts-, Budget- und Finanzpolitik an der Donau-Uni Krems, kommt in seiner Studie dazu auf ein beeindruckendes Ergebnis: „Allein für das Bundesland Niederösterreich tragen die Unternehmerinnen und Unternehmer durch die Stabilisierung der unselbstständigen Einkünfte mit rund 640 Millionen Euro zusätzlich zum Wohlstand bei.“

15 Milliarden Euro an Löhnen und Gehältern

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl verweist zum „Tag der Arbeitgeber“ darüber hinaus auf weitere Leistungen der niederösterreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer, von denen das gesamte Land profitiert: Fünf Milliarden Euro machen allein die Sozialbeiträge der blau-gelben Unternehmen aus, satte 15 Milliarden Euro werden an Löhnen und Gehältern gezahlt. Über 16.000 junge Menschen erhalten über die Lehre eine hochqualifizierte Ausbildung, über 440.000 Menschen finden in Niederösterreichs gewerblicher Wirtschaft Beschäftigung – um über acht Prozent mehr als 2010. „Tag der Arbeitgeber und 1. Mai gehören zusammen, so wie in den Betrieben die Unternehmerinnen und Unternehmer mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammenarbeiten“, so Zwazl. „Nur, wenn es Menschen mit Unternehmergeist gibt, kann am 1. Mai überhaupt ein ‚Tag der Arbeit‘ gefeiert werden.“ 

Michael Kindl, Vorstandsvorsitzender von Laufen AG Austria, wo Habers Studie präsentiert wurde, schlägt in die gleiche Kerbe. „Nur eine gut funktionierende Ökonomie ermöglicht auch die Bereitstellung eines sozialen Netzes“, so Kindl. Arbeitgeber schafften „die Voraussetzung, dass Wohlstand überhaupt erarbeitet werden kann.“ Und Zwazl, angesprochen auf jüngste unternehmerkritische Töne aus Oberösterreich wie etwa ein Video der dortigen AK: „Das ist ein absolut schlechtes Beispiel und verdient einen Kaktus als Preis für ein unqualifiziertes Miteinander. In Niederösterreich pflegen wir einen Umgang auf Augenhöhe in den Betrieben ebenso wie in der Sozialpartnerschaft.“

Haber: Unternehmen „versichern“ ihre Beschäftigten

Mit schwankenden Umsätzen seien auch schwankende Einkünfte der Unternehmerinnen und Unternehmer verbunden, führt Haber zu seiner Studie an. Diese Schwankungen werden von den Arbeitgeberinnen und –gebern zugunsten ihrer Beschäftigten aufgefangen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer „versichern“ also gewissermaßen die unselbstständig Beschäftigten, da deren tariflich festgelegte Einkünfte unabhängig von den volatilen Betriebsergebnissen keinen nennenswerten Auf- und Abwärtsbewegungen unterliegen. Haber: „Eine betragsmäßig sichere Gehalts- und Lohnzahlung hat einen höheren Wert als Einkünfte, die zwar durchschnittlich gleich hoch sind, aber Schwankungen unterliegen.“ Die Risikoübernahme durch das Unternehmertum führe somit dazu, dass der sprichwörtliche Kuchen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer größer werde – um eben die eingangs erwähnten 640 Millionen Euro. 

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