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MEHR Anerkennung für das Unternehmertum in der Gesellschaft gefordert

Der „Tag der Arbeitgeber“ wird dieses Jahr wieder unmittelbar vor dem 1. Mai gefeiert. Diese bundesweite Wirtschaftskammer-Aktion soll keineswegs als Gegenveranstaltung zum „Tag der Arbeit“ aufgefasst werden.

Baumeisterin Alice Schütz (l.) und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl beim Pressegespräch zum „Tag der Arbeitgeber“.
© David Schreiber Baumeisterin Alice Schütz (l.) und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl beim Pressegespräch zum „Tag der Arbeitgeber“.

Das zu betonen, sei ihr wichtig, meint Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). „Das Werbesujet mit der Roten Nelke soll Aufmerksamkeit erregen, aber nicht provozieren.“ Die eigentliche Absicht, welche die WKO mit der Aktion verfolge, sei es, die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass es ohne Arbeitgeber keinen „Tag der Arbeit“ geben könne. Im Grunde wolle die WK-Organisation mit dem „Tag der Arbeitgeber“ erreichen, dass die Unternehmerinnen und Unternehmer das erhalten, was ihnen gebühre, betont Zwazl: „Nämlich mehr Anerkennung in der Gesellschaft! Noch immer gibt es großen Aufklärungsbedarf, was die Rolle des Unternehmertums in unserer Gesellschaft betrifft. So sorgt Unternehmertum für das, was für viele Menschen allzu selbstverständlich sei, sagt Präsidentin Zwazl: „Nämlich für Beschäftigung, für Einkommen und damit für Wohlstand und Wachstum. Rund 37.000 Arbeitgeberbetriebe, bieten 450.000 Menschen in Niederösterreich Arbeit.“ 14,5 Milliarden Euro werden jährlich an Löhnen und Gehältern gezahlt. „Das entspricht gut und gern einem Viertel des niederösterreichischen Bruttoregionalproduktes.“ Aber auch die 65.000 blaugelben Ein-Personen-Unternehmen will Zwazl hier keinesfalls ausgenommen wissen: „Schließlich sichern sie alle einen sehr wichtigen Arbeitsplatz –  nämlich ihren eigenen.“ 

Lehrlingsausbildung dieses Jahr im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt des diesjährigen Tages der Arbeitgeber ist der Lehrlingsausbildung gewidmet, welche Präsidentin Zwazl besonders am Herzen liegt: „Weil Fachkräfte ganz entscheidend für den Erfolg unserer Unternehmen und für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts sind.“ Rund 16.000 Lehrlinge werden in Niederösterreich an über 5.600 Ausbildungsstandorten ausgebildet. 

Einer dieser Ausbildungsbetriebe ist das 1926 gegründete und mittlerweile in vierter Generation geführte Bauunternehmen Schütz in Weißenkirchen in der Wachau. „Die Lehrlingsausbildung nahm bei uns immer einen hohen Stellenwert ein, da das Ausbildungsniveau der Mitarbeiter maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens entscheidet“, so Geschäftsführerin Alice Schütz. „Die Akquise unserer Lehrlinge erfolgt durch Besuch in zahlreichen Schulen, Lehrstellenbörsen, persönliche Gespräche mit den Eltern. Weiters zeigen wir über soziale Medien auf, welche Zukunftschancen sich durch das Erlernen eines Berufes ergeben.“   

Drei Initiativen führt Zwazl für die zahlreichen WKNÖ-Ausbildungs-Aktivitäten an: „Erstens die Gratis-Nachhilfe. Diese haben wir gemeinsam mit dem AMS NÖ für Lehrlinge mit Lernschwierigkeiten ins Leben gerufen. Die Erfolgsquote liegt bei über 90 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen, schließen mit unserer Nachhilfe doch noch positiv ab.“ Insgesamt sind schon rund 2.600 Lehrlinge mit der Gratis-Nachhilfe unterstützt worden.  

Zweitens nennt Zwazl, die Internet-Plattform „Lehre-Respekt“. Diese wendet sich an Jugendliche, deren Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer. Hier finden sich alle Informationen rund ums Thema „Lehre“ ebenso wie Karriere-Portraits von Lehrabsolventinnen und -absolventen. 

„Eine Besonderheit ist“, so Zwazl, „dass in Niederösterreich den Betrieben Lehrstellenberater als professionelle Helfer zur Verfügung stehen.“ Sie unterstützen Unternehmen, die neu in die Lehrlingsausbildung einsteigen, informieren über mögliche Förderungen und helfen auch, wenn es zwischen Lehrling und Betrieb einmal zu Konflikten kommt. Finanziert werden die Lehrstellenberater gemeinsam von Land und Wirtschaftskammer Niederösterreich. 

Sozialleistungen ohne Wirtschaft nicht finanzierbar

Die finanziellen Leistungen, welche die NÖ Betriebe ganz allein jährlich zur Finanzierung des Sozialstaates erbringen, dürfen keineswegs unerwähnt bleiben.  Die NÖ Wirtschaft leistet jährlich Sozialbeiträge in Milliardenhöhe. „Ob Arztbesuch, Pensionszahlung oder Krankenhausaufenthalte. All diese Sozialleistungen wären ohne die Beiträge der Wirtschaft nicht zu finanzieren“, sagt Zwazl. Wobei sich die Allgemeinheit dessen zumeist gar nicht bewusst sei. „Nur, wenn eine Diskussion aufflammt, wie es jetzt gerade bei der Finanzierung der AUVA der Fall ist, wird auf einmal sichtbar, was die Wirtschaft alles bezahlt.“

Jetzt nachhören

Der "Tag der Arbeitgeber" zum Nachhören mit WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und Geschäftsführerin Alice Schütz im O-Ton: 


Videobeitrag zum Tag der Arbeitgeber

Copyright: P3-Kabel-news GmbH

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