th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Stuttgarter Ideen für Niederösterreich

Um den NÖ Produktions- und Wirtschaftsstandort weiter zu entwickeln, holte sich eine Delegation der WKNÖ Ideen in der Region Stuttgart in Baden-Württemberg.

Porsche in Zuffenhausen
© WKNÖ/Stivanello Die weltbekannte Sportwagenschmiede Porsche in Zuffenhausen gehört zum Bild der Region Stuttgart.

Um weiterhin als Standort international wettbewerbsfähig zu sein, untersuchte die Wirtschaftskammer NÖ jene Zukunfts-Regionen Europas, die Niederösterreich am ähnlichsten sind. „Aus dem Vergleich mit ihnen erhoffen wir uns wertvolle Aufschlüsse“, erläutert WKNÖ- Präsidentin, Sonja Zwazl, das Ziel einer Delegationsreise in die Region Stuttgart, die eine dieser ausgesuchten Best-Practise-Regionen ist.

Über 2,7 Millionen Einwohner leben hier auf einer Fläche von über 3,600 km² in 5 Landkreisen und dem Stadtkreis Stuttgart. Nicht nur in der Hauptstadt Stuttgart, sondern überall in Baden- Württemberg spiegelt sich die wirtschaftliche Dynamik wider, die sich auch in der äußerst niedrigen Arbeitslosenrate von 3,8 Prozent ausdrückt. Dass nahezu überall in Deutschland bei den öffentlichen Haushalten Überschüsse erzielt werden, darüber können wir hierzulande sowieso nur staunen.  

„Azubis“ gesucht

Trotz großer Namen, wie Mercedes oder Porsche sind es die zahlreichen in aller Regel familiengeführten, mittelständischen Unternehmen, welche die Wirtschaft der Region Stuttgart und Baden-Württembergs prägen und ausschlaggebend für den Erfolg sind. 
Betriebe, wie die Westermann KG, einem rund 70 Mitarbeiter beschäftigenden Unternehmen außerhalb von Stuttgart, das sich von der klassischen Schreinerei zum gewerblichen Objekt- und Innenausstatter weiterentwickelt hat. Das Geschäft geht hervorragend, die Firma platzt aus allen Nähten, muss ständig vergrößern. Eines der Hauptprobleme ist auch bei uns in NÖ bekannt: „Azubis“ werden dringend gesucht. Die Anstrengungen sind mannigfaltig, welche der Betrieb unternimmt, um Lehrlinge zu gewinnen.  

Baustellen Stuttgart
© WKNÖ/Stivanello Viele Baustellen prägen das Stadtbild Stuttgarts.


Auf besonderes Interesse stieß bei den Besuchern aus Niederösterreich dabei die sogenannte Bildungspartnerschaft, wo ein Betrieb mit jeweils einer Schule eine langfristig vertraglich vereinbarte Kooperation eingeht. Gemeinsam werden die Projekte und Maßnahmen festgelegt, um den Unterricht praxisnäher und wirtschaftsgerechter zu gestalten.
So etwa gehen Lehrlinge in die Schule, um dort ihren Beruf vorzustellen. „Eine gute und nachahmenswerte Idee“, findet Präsidentin Sonja Zwazl, die in ihrem Reisegepäck noch eine weitere bildungspolitische Maßnahme mit nach Hause nimmt: Das „Duale Studium“, welches bei Paul Bauder forciert wird, dem Marktführer von Flachdachsystemen in Deutschland.
Analog zur Lehrausbildung, findet bei Bauder die Ausbildung abwechselnd auf der Hochschule und im Betrieb statt. „So etwas gibt es in dieser Form bei uns nicht.“ Die Absolventen schließen mit einem Hochschulstudium ab und können gleichzeitig einen Beruf erlernen.
Dass die frühe Vermittlung der handwerklichen Fertigkeiten für die Betriebe von großer Bedeutung ist, versteht sich von selbst. 

„Müssen uns nicht verstecken“

Auf dem Reiseprogramm standen neben dem Besuch der weltbekannten Zuffenhausner-Sportwagenschmiede Porsche noch ein Gedankenaustausch mit der Industrie und Handelskammer und der Handwerkskammer der Region Stuttgart. „Obwohl wir bei den allgemeinen Wirtschaftsdaten derzeit nicht mithalten können, müssen wir Niederösterreicher uns nicht verstecken“, lautet Präsidentin Zwazls Resümee. „Vieles von dem, was uns hier als Neuerung präsentiert worden ist, gibt es auch bei uns.“ 
Es sei in gewisser Weise tröstlich zu sehen, dass selbst in einer der am stärksten prosperierenden Regionen Europas nur mit Wasser gekocht werde, meint Zwazl. „Nichtsdestoweniger ist es enorm wichtig zu erkennen, wo wir noch einen Zahn zulegen können.“

Gruppe Baden Württemberg
© WKNÖ/Stivanello WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl (vorne Mitte) informierte sich bei der Staatssekretärin von Baden-Württemberg Katrin Schütz (mit Österreichfahne) und AW-Leiter München Michael Scherz über die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Region Stuttgart.

Baden-Württemberg in Zahlen

  • Fläche: 35.752 km²
  • Einwohner: 10,8 Millionen
  • Hauptstadt: Stuttgart (607.000 Einwohner)

Beispiele für Firmen aus Baden- Württemberg:

  • Bosch
  • Daimler/Mercedes
  • Kärcher   

Wirtschaftsbeziehungen zu Österreich / Niederösterreich

Weltweit ist Baden-Württemberg der fünftwichtigste Markt für österreichische Produkte (vergleichbar mit Frankreich und GB)
Importe nach Österreich: Maschinenbauindustrie, KFZ, Fahrgestellte, Karosserien, Motoren, KFZ-Teile




Das könnte Sie auch interessieren

  • International
Newsportal Export: Wie wäre es mit Afrika?

Export: Wie wäre es mit Afrika?

Afrika ist ein alter Kontinent mit junger Bevölkerung, reich an Ressourcen und mit großem Wachstumspotenzial – ein Zukunftsmarkt für österreichische Investoren und Exporteure! mehr

  • International
Newsportal Wirtschafts-Dynamik im Baltikum

Wirtschafts-Dynamik im Baltikum

Robuste Konjunktur und solide Finanzen zeichnen die drei baltischen Staaten aus. Und obwohl deren BIP an jenes von Nieder­österreich nicht heranreicht, gibt es durchaus gute Marktchancen. mehr

  • International
Newsportal Hongkong: Das Tor nach China

Hongkong: Das Tor nach China

Hongkong gilt als gewichtige Drehscheibe für den Verkauf nach und den Einkauf von China. Von der innovativen Metropole an der chinesischen Südküste könnten niederösterreichische Unternehmen mit einer engeren Hongkong-Anbindung für ihr Asien-Geschäft profitieren. mehr