th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at

Die Eckpunkte der Steuerreform

Mit der schrittweisen Senkung der Tarifstufen im Einkommensteuerrecht wird vor allem kleineren Unternehmen für ihre Leistungen künftig mehr Geld im Börsel bleiben.

Taschenrechner und Stift.
© pixabay

„Mit der nun von der Bundes­regierung vorgestellten Steuerreform werden zahlreiche Forderungen, die wir als Wirtschaftskammer – teilweise schon recht lange – vorangetrieben haben, umgesetzt. In Summe bringt sie Erleichterungen für unsere Unternehmen von über 1,5 Milliarden Euro. Das ist ein deutlicher Schritt zur Entlastung“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. 

Die Pläne im Detail:


Senkung des Einkommensteuertarifs:

  • Jahreseinkommen bis 11.000 Euro bleiben wie bisher steuer­frei. 
  • Der Steuersatz für Einkommen von über 11.000 bis 18.000 Euro wird ab 2021 von derzeit 25 auf 20 Prozent gesenkt. 
  • Ab 2022 folgt eine weitere Senkung des Steuersatzes – für Einkommensbestandteile zwischen 18.000 und 31.000 Euro von 35 auf 30 Prozent, für jene zwischen 31.000 und 60.000 Euro von 42 auf 40 Prozent. Die Tarifstufen für höhere Einkommen bleiben unverändert.

Das ist vor allem für kleinere Unternehmen eine wesentliche Entlastung. Einzelunternehmer sowie Gesellschafter – Geschäftsführer profitieren davon etwa ebenso wie Gesellschafter einer OG oder KG. 


Senkung des Körperschaftssteuer-Tarifs:

Der Tarif für die Körperschaftssteuer wird 2022 von derzeit 25 auf 23 und im darauffolgenden Jahr auf 21 Prozent gesenkt. Davon profitieren insbesondere GmbH, AG und Genossenschaften. Die KöSt-Senkung ist vor allem auch als Signal im internationalen Standort-Wettbewerb wichtig.

Erhöhung des steuerlichen Gewinn-Grundfreibetrags:

Der Grundfreibetrag gilt als Äquivalent zur begünstigten Besteuerung des 13. und 14. Gehalts bei ArbeitnehmerInnen und beträgt derzeit 13 Prozent. Bis zu einem Grundfreibetrag bis 30.000 Euro wird er automatisch berücksichtigt. Wer einen höheren Freibetrag geltend machen will, muss derzeit Investitionen nachweisen.
Ab 2022 soll der Gewinn-Grundfreibetrag nun auf 100.000 Euro erhöht werden. Die Investitionsverpflichtung entfällt somit, der bürokratische Aufwand für die Unternehmen sinkt.

Erhöhung der Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter:

Die seit Jahrzehnten nicht mehr erhöhte und entsprechend nicht mehr den realen wirtschaftlichen Gegebenheiten entsprechende Wertgrenze von derzeit 400 Euro wird ab dem nächsten Jahr auf 800 Euro verdoppelt und in einem zweiten Schritt im Jahr 2021 auf 1.000 Euro erhöht. Das bedeutet eine massive bürokratische Entlastung für Unternehmen aller Unternehmensgrößen.

Einführung einer begünstigten Mitarbeitererfolgsbe-teiligung:

Ab 2022 soll es damit die Möglichkeit geben, MitarbeiterInnen mit bis zu 3.000 Euro/Jahr am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen, ohne, dass dafür Lohnsteuer, Sozialversicherung und Lohnnebenkosten anfallen. Die Erfolgsbeteiligung soll mit maximal zehn Prozent des Unternehmensgewinns gedeckelt werden.

Erhöhung der Kleinunternehmer-Umsatzgrenze + Pauschalierung:

Ab dem kommenden Jahr soll die Umsatzsteuerpflicht erst ab einer Grenze von 35.000 Euro (derzeit 30.000 Euro) entstehen. Die Möglichkeit, sich stattdessen für die Regelbesteuerung zu entscheiden, um den Vorsteuerabzug nutzen zu können, soll unverändert bestehen bleiben. Vor allem Kleinstunternehmen oder EPU profitieren von dieser Erhöhung. Eine noch weitere Erhöhung der Grenze zum Einsetzen der Umsatzsteuerpflicht ist europarechtlich nicht möglich, der Rahmen ist mit der Erhöhung auf 35.000 Euro zur Gänze ausgeschöpft.
Parallel dazu soll es ab 2020 für Kleinunternehmer die Möglichkeit einer Pauschalierung im Zuge der Einkommensbesteuerung geben. Auch dafür soll die Umsatzgrenze bei 35.000 Euro liegen. Damit verbunden ist ein geringerer bürokratischer Aufwand für die Unternehmen. Die finanziellen Vorteile werden im Einzelfall zu prüfen sein.

Senkung des Krankenversicherungsbeitrags für Geringverdiener:

Ab 2020 wird für Selbstständige ein Abzugsbetrag eingeführt, der die Sozialversicherungs-Beiträge direkt senkt. Der Höchstbetrag liegt – je nach monatlicher Beitragsgrundlage – bei 400 Euro.

Weitere Maßnahmen unter anderem:

  • Aus für Schaumweinsteuer (ab 2022)
  • Vereinfachungen und Ausweitungen bei der Forschungsprämie
  • Vorsteuerabzug für unternehmerisch genutzte Elektrofahrräder
  • Ermäßigter Steuersatz von zehn Prozent auf elektronische Zeitungen und Bücher
  • Steuerbegünstigung für Biogas, Wasserstoff und verflüssigtes Erdgas (LNG)
    Abschaffung der Eigenstromsteuer für Photovoltaikanlagen
  • Abschaffung der Gebühren für Vergleiche, Zessionen, Bürgschaftserklärungen (ab 2022)

www.bundeskanzleramt.gv.at/-/55-ministerrat-am-1-mai-2019

Das könnte Sie auch interessieren

  • News
Familie Aichinger sitzen an zwei Tischen in ihrem Kaffee mit Speisekarten und Getränkebecher.

Faires Café mit fairen Cocktails & Speisen

Nachhaltigkeit und Fairness, tagsüber Café, am Abend Cocktailbar: Christoph Aichinger betreibt sein Café in Krems mit einem in Österreich einzigartigen Konzept. mehr

  • News
Markus Tanzer-Kargl mit seinem Modell „Fanes 6“ von Alutech.

„Ich bin ein 3D-Drucker für Ideen“

Der Mödlinger Industriedesigner Markus Tanzer-Kargl nutzt für seine Arbeit neue Techniken und ist damit international erfolgreich. mehr