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Erweiterter Heimatmarkt für NÖ: Chancen, Probleme, Ausblicke

Niederösterreichs Nachbarstaaten sind für die heimischen Unternehmen die wichtigsten Exportmärkte. Viele dieser Länder haben dank EU-Förderungen einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.

Gruppenfoto im Foyer.
© Ersan Ismani

V.l.: Eva Hahn (Leiterin AUSSENWIRTSCHAFT NÖ), Andreas Meindl (AC Sarajevo), Ingrid Valentini-Wanka (AC Riga), Ulrike Straka (AC Sofia), Alexandra Höfer (WKNÖ Direktor-Stellvertreterin), Gerd Dückelmann-Dublany (AC Athen), Sonja Holocher-Ertl (AC Zagreb), Erika Teoman-Brenner (AC Belgrad), Stefano La Croce (AC Laibach) und Patrick Hartweg (AUSSENWIRTSCHAFT NÖ).


Die erwartungsvollen Gesichter beim Exportfrühstück mit den Wirtschaftsdelegierten von Südost- und Zentraleuropa wurden nicht enttäuscht. Zwölf WirtschaftsexpertInnen erläuterten in der WKNÖ-Zentrale die Lage in dem jeweiligen Land.
„Tschechien ist der zweitwichtigste, Ungarn der viertwichtigste Exportmarkt für Niederösterreich”, erklärte Eva Hahn, Leiterin der Außenwirtschaft Niederösterreich, bei der Begrüßung, warum bei diesem Wirtschaftsdelegierten-Sprechtag ein Hauptaugenmerk auf dem „erweiterten Heimatmarkt“ lag.

Slowakei

Vor allem die geografische Nähe ist für Cornelia Reibach-Stambolija, AußenwirtschaftsCenter (AC) Bratislava, ein sehr wichtiger Punkt, warum Österreich und die Slowakei so stark wirtschaftlich verbunden sind. Rund 2.000 österreichische Niederlassungen gibt es in dem Nachbarland, ein Viertel davon im produzierenden Bereich. „Anfang der 1990er Jahre hat ein Aufschwung der Autoindustrie begonnen, als VW ein Werk eröffnete, weitere große Autofirmen folgten. Durch Jaguar Land Rover hält dieser Trend weiter an“, so die Wirtschaftsexpertin. Auch viele Automobilzulieferer haben sich in der Slowakei angesiedelt, weshalb „nirgends auf der Welt mehr Pkw pro Kopf produziert werden als in der Slowakei.“

Tschechien

„Kommen Sie nach Tschechien, Ihr Kunde ist schon da”, mit diesem Satz lud Christian Miller (AC Prag) ein, das nördliche Nachbarland als einen spannenden Markt mit großer Dynamik zu sehen – als einen „Markt vor der Haustüre“. 1.800 operative österreichische Investoren gäbe es in dem Land. Durch den enormen Wirtschaftsaufschwung ist Tschechien auf dem Weg vom EU-Förderungsempfänger zum Nettozahler. 

Polen

Auch Polen ist ein Land, in dem die Automobilindustrie einen hohen Stellenwert einnimmt. Knapp eine Million Autos werden pro Jahr erzeugt, das sind 15 Prozent der Gesamtindustrie. „Nun wird Elektromobilität ein immer größeres Thema. Es gibt den ehrgeizigen Plan, dass bis 2025 eine Million Elektroautos in Polen produziert werden sollen“, weiß Karl Schmidt (AC Warschau). Dass Polen ein wahrer Wachstums-Champion ist, beweist das Bruttoinlandsprodukt, das im Jahr 2018 um 5,1 Prozent zugenommen hat.
Die Chancen für niederösterreichische Unternehmen in Polen sind für den Wirtschaftsdelegierten sehr breit gefächert: „Schwerpunkt ist unter anderem Umwelt-Technologie.“

Ungarn

In Ungarn geht man davon aus, dass nach dem bevorstehenden Brexit, weniger EU Geld für die Länder in Zentraleuropa da sein wird. „Wir rechnen bis zu einem Viertel weniger aus den EU-Fördertöpfen für Ungarn. Gleichzeitig müsste die wichtigste Verbindungsstrecke zwischen Ostösterreich und Budapest, die M1, dringend saniert werden“, so Jürgen Schreder (AC Budapest).
Für den Wirtschaftsdelegierten ist Ungarn ein sehr attraktives Land, in dem niederösterreichische Unternehmen investieren können. Doch auch hier ist nicht alles eitel Wonne und Sonnenschein: „Ungarische Firmen würden oft gerne mehr Aufträge annehmen, können dies aber nicht wegen des starken Arbeitskräftemangels. Die Unternehmen stehen untereinander im Wettbewerb, wer welche Fachkraft abwirbt. Dadurch kommt es teils zu astronomischen Gehaltssteigerungen.“ Dennoch wird das Wirtschaftswachstum fortgesetzt. Vor allem die Bauwirtschaft feierte im dritten Quartal 2018 einen Aufschwung von 13 Prozent.

Porträtfoto
© Ersan Ismani Christian Miller, AC Prag.

„Tschechien ist der zweitwichtigste Exportmarkt für Niederösterreich. Das traditionelle Industrie­land zeichnet sich durch ein dynamisches Wirtschaftswachstum aus. Es gibt außerdem praktisch keine Arbeitslosigkeit. Die Chancen für niederöstrerreichische Unternehmen sind derzeit groß.“

wko.at/aussenwirtschaft/cz

Porträtfoto.
© Ersan Ismani Cornelia Reibach- Stambolija, AC Bratislava.

„Österreich und die Slowakei sind wirtschaftlich sehr stark verbunden. Österreich ist der zweitgrößte ausländische Investor nach den Niederlanden. Potential für niederösterreichische Firmen gibt es in der Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie in der Automotive-Industrie.“

wko.at/aussenwirtschaft/sk


Porträtfoto im Gespräch.
© Ersan Ismani Karl Schmidt, AC Warschau

„Die Wirtschaft in Polen läuft heuer besser als erwartet. Was der Wirtschaft besonders hilft ist, dass Polen die meisten Förderungen von allen EU-Staaten bekommt. Es gibt 600 Nieder­lassungen von österreichischer Firmen in Polen. Die Konjunktur wird dadurch gestützt.“

wko.at/aussenwirtschaft/pl

Porträtfoto.
© Ersan Ismani Jürgen Schreder, AC Budapest

„Ungarn hat knapp fünf Prozent Wirtschaftswachstum. Das ist fast das Dreifache vom EU-Durchschnitt. Die Industrieproduktion ist dank ausländischer Investoren gestiegen. Die größten Motorenwerke der Welt stehen hier. Ungarn ist ein attraktives Land zum Investieren.“

wko.at/aussenwirtschaft/hu


AC Riga
Estland: Wirtschaft wächst dynamisch, Investitionen sind der stärkste Wachstumstreiber.
Lettland: Wachstumsmotor brummt seit 2017 kräftig. Positive Impulse durch Außenhandel und Privatkonsum.
Litauen: Wirtschaftswachstum im EU-Spitzenfeld. Logistik- und FinTechbranche im Fokus.

AC Sofia
Das erwartete Wirtschaftswachstum für Bulgarien beträgt 2,9 Prozent.

AC Zagreb
Tourismus und Privatkonsum sind wichtigste Wachstumstreiber in Kroatien. Österreichische Ausfuhren sind im Plus.

AC Bukarest

Die Inflation in Rumänien steigt, dennoch Wirtschaftswachstum von 4,1 Prozent (2018). Österreichische Exporte steigen.

AC Belgrad
Serbiens Wirtschaftswachstum ist auf Rekordniveau. Gute Aussichten für die Bauwirtschaft.

AC Laibach
Sloweniens Wirtschaft wächst um 4,6 % (2018), laut Prognose steigen die österreichischen Exporte um 6 Prozent.

AC Sarajevo
Bosnien und Herzegowina hat ein stabiles Wachstum von drei Prozent pro Jahr. Österreich ist der größte Auslandsinvestor.

AC Athen
Die griechische Wirtschaft wächst, österreichische Warenlieferungen steigen.

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