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Spartenobmann Jochen Flicker: Jedes zweite NÖ Unternehmen rechnet mit steigenden Umsätzen

Wirtschaftsbarometer zeigt positives Investitionsklima – Fachkräftemangel bleibt Dauerbrenner

Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Jochen Flicker.
© Josef Bollwein Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Jochen Flicker.

Der Optimismus der NO Unternehmen nimmt zu. Praktisch jeder zweite Betrieb in Niederösterreich, konkret 47 Prozent, rechnet in den kommenden 12 Monaten mit steigenden Umsätzen. Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer NÖ (WKNÖ). Bei der Vergleichserhebung im letzten Winter waren lediglich 20 Prozent der Unternehmen von einem Umsatz-Plus in den nächsten zwölf Monaten ausgegangen. 

Investitionsschwerpunkte in Zukunftstechnologien 

Von sinkenden Umsätzen gehen aktuell nur 15 Prozent der Betriebe aus, im Winter waren es mit 36 Prozent mehr als doppelt so viele. Die steigenden Geschäftserwartungen spiegeln sich auch im Investitionsklima. Drei Viertel der Unternehmen gehen von steigenden (30 Prozent) bzw. gleich bleibenden (45 Prozent) Investitionsvolumen aus. Im Winter war das bei nicht einmal der Hälfte der Betriebe der Fall. An der Spitze der Gründe für Neuinvestitionen stehen Digitalisierungsmaßnahmen (59 Prozent), gefolgt von Kapazitätsauslastungen (50 Prozent), sowie dem positiven Marktausblick und Investitionen in grüne Technologien (je 49 Prozent).

Wunsch nach Investitionsfreibetrag

Nahezu zwei Drittel der NÖ Betriebe sprechen sich im WKNÖ-Wirtschaftsbarometer für die Einführung eines Investitionsfreibetrags als Nachfolgemaßnahme zur Investitionsprämie aus. Die Investitionsförderung liegt damit an dritter Stelle der Wunschliste der niederösterreichischen Unternehmen. Übertroffen wird sie lediglich vom Ruf nach einer Senkung der Lohnnebenkosten auf 25 Prozent (77 Prozent), sowie dem Wunsch nach einer KöSt-Senkung auf 21 Prozent (64 Prozent).  

Dauerbrenner Fachkräftemangel

Fast vier von fünf Handwerks- und Gewerbeunternehmen geben den Fachkräftemangel als Problemfeld Nummer 1 an. „Es gibt zahlreiche Fälle, in denen unsere Betriebe Aufträge ablehnen mussten, weil die dafür qualifizierten Arbeitskräfte fehlen“, so Spartenobmann Jochen Flicker.

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