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Spartenevent "Künstliche Intelligenz"

"Bis 2030 wird der Robotermarkt den weltweiten Automarkt übersteigen", so Zukunftsforscher Lars Thomsen beim Event der Sparte Information und Consulting im Schloss Laxenburg.

V.l.: Spartenobfrau Ingeborg Dockner, Günther Thumser, Clemens Wasner, Sabine Köszegi, Moderator Sebastian Loudon und Lars Thomsen.
© Krist V.l.: Spartenobfrau Ingeborg Dockner, Günther Thumser, Clemens Wasner, Sabine Köszegi, Moderator Sebastian Loudon und Lars Thomsen.

Innerhalb der nächsten Dekade von 2020 bis 2030 werde Robotik viel stärker in unser gesamtes Leben einziehen als wir uns heute vorstellen. Diese These vertrat Zukunftsforscher Lars Thomsen in seiner Keynote unter dem provokanten Titel „Künstliche Intelligenz (KI) – das Ende der Dummheit“ beim KI-Spartenevent der Sparte Information & Consulting (IC) der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) im Schloss Laxenburg. Die Arbeit werde uns aber trotzdem nicht ausgehen, ist Thomsen überzeugt.

Bis zum Jahr 2030, so Thomsens Prognose, werde der Robotermarkt den Weltmarkt für Autos übersteigen. Während heute Industrieroboter noch in Käfigen arbeiten und sich sofort abstellen, wenn ein Mensch diesen Käfig betritt, werde es bis 2030 Serviceroboter geben, die im engsten Umfeld des Menschen ihre Arbeit verrichten – im privaten Bereich wie auch in Unternehmen. „Für 20.000 Euro – vergleichen Sie das mit dem Preis eines Autos – wird es dann Roboter geben, die 70 bis 80 Prozent der Haushaltsroutine erledigen“, prognostizierte Thomsen. Das biete natürlich auch im gewerblichen Bereich erhebliche Potenziale, schließlich gebe es bei einem Preis von 20.000 Euro einen „flotten return of investment“.

„Es ist höchste Zeit, Regeln zu schaffen“

 Diese Entwicklung verlange rasche Lösungen in einer Vielzahl von Fragen – vom Datenschutz über die Sicherung der Sozialsysteme bis hin zu Fragen der Besteuerung. „Es ist höchste Zeit, hier Regeln zu schaffen“, auf europäischer oder, besser noch, globaler Ebene, drängt Thomsen. Und die sich rasch beschleunigende Entwicklung in Richtung Künstlicher Intelligenz (KI) verlange natürlich auch rasche Maßnahmen im Bereich Aus- und Weiterbildung. „Wir müssen auch im Bildungsbereich darauf hinarbeiten, dass Menschen entsprechende Fähigkeiten entwickeln.“

„KI im Bildungssystem implementieren“

IC-Spartenobfrau Ingeborg Dockner forderte in diesem Zusammenhang, „Künstliche Intelligenz auf allen Ebenen im Bildungssystem zu implementieren, egal in welcher Schulstufe.“ Denn schließlich, so auch WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, werde KI „ein immer wichtigerer Faktor für unsere Unternehmen“. Daher wurde mit der „KI-Initiative Niederösterreich“ seitens der WKNÖ für die niederösterreichischen Betriebe auch ein umfassendes Service- und Unterstützungsprogramm etabliert – von „KI zum Angreifen“ im neuen KI-Space bis zu Ausbildungsprogrammen auf Top-Niveau mit der KI-Akademie.

Wertschätzung wird wichtiger

Einig sind sich Thomsen,  Zwazl und Dockner, dass sich die Arbeit durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz zwar verändern werde, aber: „Uns geht die Arbeit nicht aus.“ Neben der Entwicklung ganz neuer Arbeitsfelder sieht Thomsen etwa eine ganze Reihe neuer Herausforderungen, die von Menschen gelöst werden müssen – wie Antworten auf den Klimawandel, Umstellungen bei Energiesystemen, Entwicklungen neuer Mobilitätssysteme oder medizinische Entwicklungen samt Klärungen für Rechtsfragen. Thomsen: „Für all‘ das brauchen wir zukünftig Menschen, Talente. Das gibt Arbeit für Millionen Menschen.“ Vorgesetzte in Unternehmen würden etwa verstärkt gefordert sein, individuelle Talente ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu identifizieren. Und, nochmals zurück zum Thema Bildung: „Ich glaube, dass Weiterbildung Teil der täglichen Routine werden muss.“

Zugleich rechnet der Zukunftsforscher damit, dass mit dem Einzug der KI auch ein gesellschaftlicher Wandel einhergeht. „Die Gesellschaft wird menschlicher werden“, es werde künftig noch stärker um Werte, Haltungen und Wertschätzung gehen, gerade auch im Bereich der Unternehmen.

Foto von der Veranstaltung
© Hans Krist

KI-Initiative Niederösterreich

Mit ihrer „KI Initiative Niederösterreich“ hat die Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) eine breit angelegte Initiative zur Unterstützung der niederösterreichischen Unternehmen in Sachen Künstlicher Intelligenz gestartet. „Mit an Bord sind das WIFI NÖ, die Sparte Industrie der WKNÖ, die Sparte Information und Consulting der WKNÖ und die Technologie- und Innovationspartner (TIP). Alle Aktivitäten setzen wir in enger Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich um“, so WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Im Zentrum der KI Initiative stehen folgende Aktivitäten:

  • KI Space
    Angesiedelt im „Zentrum für Technologie und Design“ beim WIFI NÖ in St. Pölten eröffnet der KI Space Interessierten Möglichkeiten, KI live zu erleben, damit Anwendungen direkt begreifbar zu machen und allfällige Scheu vor KI abbauen zu können. Zugleich können hier Projekt- und Entwicklungs-Workshops durchgeführt und Schulungen abgehalten werden.

  • KI Themenevents
    Die KI Themenevents ergänzen die etablierten Technologiegespräche am WIFI NÖ und behandeln in vertiefter Form ganz konkrete Anwendungsgebiete der KI in unterschiedlichen Bereichen der Wirtschaft, beispielsweise Fragen, wie KI in Logistik und Vertrieb genutzt werden kann.

  • KI Akademie
    Die KI Akademie bietet ein vierstufiges Ausbildungsangebot rund um alle Fragen der Künstlichen Intelligenz – vom KI-Basis-kurs über den KI-Anwender bis hin zum anwendungsorientierten KI-Profi oder dem KI-Manager, der für strategische Prozesse rund um KI zuständig ist.



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