th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home
news.wko.at

Digitale Kompetenzen für jedermann

Erstmals in der Geschichte verfügt Österreich über eine eigene Ministerin für Digitalisierung. Im Rahmen eines „Frühstücks mit Ausblick“ in der WKNÖ kündigte Amtsinhaberin Margarete Schramböck nun österreichweite und kostenlose Angebote an, um „digitale Kompetenzen zu erwecken“.

Ministerin Margarete Schramböck (l.) kam trotz Terminproblemen zum „Frühstück mit Ausblick“. Gleich nach dem Interview durch WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl ging es zurück nach Wien – zum Staatsbesuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin.
© Andreas Kraus Ministerin Margarete Schramböck (l.) kam trotz Terminproblemen zum „Frühstück mit Ausblick“. Gleich nach dem Interview durch WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl ging es zurück nach Wien – zum Staatsbesuch des russischen Präsidenten Vladimir Putin.

Jugend, Beschäftigte in Unternehmen, die Generation 60+: Die drei von Schramböck für ihre Digitalisierungs-Offensive genannten Zielgruppen decken praktisch das gesamte Spektrum der Gesellschaft ab. „Digitale Kompetenz ist ein lebensbegleitendes Thema“, sagt die politische Quereinsteigerin, die davor 22 Jahre in der Wirtschaft aktiv war, im Interview mit WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl denn auch. Und unterstreicht den Aufholbedarf mit einem Beispiel: So seien in Dänemark 85 Prozent der über 60-Jährigen im Internet aktiv, in Österreich nur 55 Prozent. Lehrer sollen ebenfalls mit Gratis-Weiterbildungsangeboten an Bord geholt werden, um die Vermittlung digitaler Kompetenzen an den Schulen weiter voranzutreiben.

13 Millionen Euro für Digitalisierungsagentur

Dass sie in der Bundesregierung zwar für Digitalisierung zuständig ist, ein Teil der dafür notwendigen Kompetenzen aber anderen Ministerien zugeordnet ist, nimmt Schramböck nicht tragisch. „Digitalisierung ist immer eine Schnittstellenmaterie“, auch in der Wirtschaft könne man nur in funktionierenden Eco-Systemen erfolgreich sein. „Wenn KMU ausfallen, dann können Leitbetriebe auch nicht so schnell vorankommen.“ Als Beispiel für eine funktionierende, ressort-übergreifende Zusammenarbeit nennt Schramböck die neue Digitalisierungsagentur (DIA), die von ihrem Ressort gemeinsam mit dem Infrastrukturministerium finanziert wird und im Sommer mit 20 Mitarbeitern und einem Budget von 13 Millionen Euro (bis 2020) ihre Arbeit aufnehmen soll.
Eines der damit verbundenen Projekte: „Digital Innovation Hubs“ in allen Bundesländern. „Es geht bei der DIA um eine Anlaufstelle in Sachen Digitalisierung, gerade für die mittelständische Wirtschaft.“ Zugleich streicht Schramböck in diesem Zusammenhang die gemeinsam von Wirtschaftskammer und ihrem Ressort getragene Initiative „KMU DIGITAL“ hervor.

Lehre nach Matura weiter forcieren

Ein klares Bekenntnis kommt von der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, so ihr offizieller Titel, zur Lehre – und zu Aktivitäten, die zuletzt wieder gestiegenen Lehrlingszahlen weiter zu steigern. Zwei Zielgruppen hat sie dabei besonders im Auge: Erstens Mädchen, deren Anteil an den Lehrlingen nur rund ein Drittel beträgt. „Das ist kein frauenpolitisches Thema. Das ist ein wirtschaftspolitisches Thema.“ Und zweitens soll der Anteil der Lehrlinge, die schon etwas älter sind, gesteigert werden – etwa Maturantinnen und Maturanten. „Da müssen wir auch an AHS-Lehrer ran.“

Kumulationsprinzip: ÖGB-Kritik nicht zutreffend

Von Schramböck strikt zurückgewiesen wird die Kritik aus AK und ÖGB, dass das geplante Aus für das Kumulationsprinzip bei Verwaltungsstrafen Missbrauch durch Unternehmen Tür und Tor öffnen würde. Unternehmen könnten es sich angesichts eines immer härteren Kampfs um Fachkräfte gar nicht leisten, sich nicht an die Gesetze zu halten. Nicht jene, die sich nicht an Regel halten, sondern „nur die Unternehmen, die mit Mitarbeitern im Team arbeiten, werden gewinnen“, so die Ministerin. „Der Wettbewerb um die besten Köpfe ist ständig da.“ 


Margarete Schramböck

  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien
  • 1997 Abschluss als Doktorin der Sozial- u. Wirtschaftswissenschaften
  • 1995 - 2002 Leitungsfunktion bei Alcatel
  • 2002 - 2011 CEO von NextiraOne Austria
  • 2008 - 2011 CEO von NextiraOne Deutschland
  • 2014 - 2016 CEO von Dimension Data Austria
  • 2016 - 2017 CEO von A1 Telekom Austria 
  • 2017 Tirolerin des Jahres und WU-Managerin des Jahres
  • 18.12.2017 - 07.01.2018 Bundesministerin für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
  • seit 08.01.2018 Bundesministerin für Digitalisierung und Witschaftsstandort


Das könnte Sie auch interessieren

  • Niederösterreich
 Foto

Wie Sie sich als Aussteller zum Erfolg MESSEN

Sie planen, auf einer Messe auszustellen? Dann sind Sie hier richtig. Sie stellen bereits aus? Dann sollten Sie ebenfalls weiterlesen. Drei NÖ Messeprofis verraten im NÖWI-Gespräch, was Aussteller unbedingt beachten sollten.  mehr

  • Niederösterreich
WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl überzeugte sich von der Festspielbrille, die sie sich von Hannes Forster (l.), Chef von Forster United Optics erklären ließ. NDU-Prorektor Johannes Zederbauer und NDU-Rektor Herbert Grüner (r.) waren sichtlich begeistert.

NDU baut auf goldenem Boden

Meister meets Master: Das bildungspolitische Konzept der von der WKNÖ gegründeten New Design University (NDU) geht auf. mehr

  • Niederösterreich

4. Unternehmerzirkus der Jungen Wirtschaft

Er war wieder ein voller Erfolg: der Unternehmerzirkus der Jungen Wirtschaft NÖ. Dieses Mal zeigten auch Mitglieder des JW-Landesvorstandes ihr artistisches und komödiantisches Talent. mehr