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Schausteller: "Wir wissen nicht, wo die Reise hingeht"

Obwohl die Betriebe seit Ende Mai wieder aufsperren dürfen, stehen die Fuhrparks der meisten Schausteller weiterhin. Denn: Es fehlen Veranstaltungen und Planungssicherheit.

Fahrwerk eines Schaustellers
© Ilona Wiesbauer

„Wir können nicht einfach die Rollos raufziehen und weitermachen, wo wir aufgehört haben“, sagt Peter Wiesbauer und erklärt: „Die Fahrzeuge aktivieren, Genehmigungen ein- und Mitarbeiter zurückholen. Das alles braucht Zeit und kostet eine Menge Geld.“ Und da es bis Ende August keine großen Veranstaltungen und Feste geben wird, „rentiert sich für die meisten Betriebe ein Aufsperren nicht.“ Und so werden auch seine Fahrgeschäfte und Bierzelte vorerst nicht in Betrieb genommen.

Ortskerne beleben

Doch die Hände in den Schoß legen will die Familie Wiesbauer nicht. „Mein Vater, mein Onkel, mein Cousin und ich selbst. Wir alle sind in dieser Branche tätig“, erzählt Peter Wiesbauers Nichte Ilona. Um die Zeit bis zum Herbst zu überbrücken, sucht Wiesbauer, so wie ihre Branchenkollegen auch, nach Alternativen. „Man könnte einen Teil des Fuhrparks, etwa die Kinderfahrgeschäfte, in den Stadtgebieten aufstellen. „Für die Betriebe wäre es eine Möglichkeit, doch noch etwas Umsatz zu erwirtschaften und für die Städte eine tolle Chance, ihre Ortskerne zu beleben“, erklärt Wiesbauer.
Eine andere Möglichkeit sieht die Unternehmerin im privaten Bereich. „Hier denke ich an Feste und Feiern. Natürlich können wir da nicht mit großem Festzelt etc. anreisen, aber in einer abgespeckten Version sehe ich durchaus eine Chance.“ Doch bevor die Schausteller wieder aufmachen können, brauche es dringend die entsprechenden Informationen von Seiten der Politik.
„Wir freuen uns, dass endlich Bewegung in die Branche kommt. Aber wir wissen leider noch immer nicht, wo die Reise hingeht. Wir und die Veranstalter brauchen Planungssicherheit“, betont Peter Wiesbauer. Sollte es mit Herbst noch immer keine großen Veranstaltungen geben, „schaut es für unsere Branche sehr düster aus – dann wären wir 18 Monate ohne Umsatz“, meint der Schausteller und ergänzt: „Auch wenn es österreichweit nur etwa 400 Schausteller gibt, so hoffen wir nicht, dass die Politik auf uns vergisst.“

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