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„Hand mit Verstand“: Gewerbe und Handwerk nutzen digitale Chancen

80 Prozent der Gewerbe- und Handwerksbetriebe sehen die Digitalisierung positiv.

Hof der Schallaburg
© Daniela Matejschek

„Der Hände Werk“ lautet der Titel der Jahresausstellung auf der Schallaburg. Präsentiert werden Werkzeuge und innovatives Handwerk. Wie innovativ Handwerksbetriebe sind, zeigt eine Studie:  80 Prozent der Gewerbe- und Handwerksbetriebe sehen die Digitalisierung positiv. Die Reise geht in Richtung „Hand mit Verstand“.

Auf der Schallaburg im Bezirk Melk führt die Reise ab sofort vom Mittelalter bis in die Gegenwart und erlaubt einen Blick in die Zukunft des Handwerks.
„Es freut mich sehr, dass die Schallaburg mit der aktuellen Ausstellung eine attraktive Plattform bietet, bei der die Leistungen unserer Handwerksbetrieb präsentiert werden“, so Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Schließlich zeigt die Sparte  Gewerbe und Handwerk neben ausgewählten Exponaten auch prämierte Lehrlingsarbeiten und stellt die Initiative Let‘s Walz vor, die Auslandsaufhalte von Lehrlingen ermöglicht (siehe dazu auch Seite 9). Außerdem kommen in der Ausstellung viele Handwerkerinnen und Handwerker in Videozuspielungen zu Wort.

Firmenportraits geben außerdem erstaunliche Einblicke in Arbeitsabläufe. „Das Interesse an handwerklichem Wissen und manuellen Herstellungsmethoden erlebt eine Konjunktur. Handwerk war schon immer modern, innovativ und hat eine lange Tradition in NÖ“, ist sich Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister sicher.

V.l.: Bundesspartenobfrau Gewerbe und Handwerk Renate Scheichelbauer-Schuster, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Wolfgang Ecker.
© Daniela Matejschek V.l.: Bundesspartenobfrau Gewerbe und Handwerk Renate Scheichelbauer-Schuster, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Wirtschaftskammer NÖ-Präsidentin Sonja Zwazl und NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk Wolfgang Ecker.

Hohe Innovationskraft ist der Garant für starke Unternehmen

Diese Innovationskraft ist seit Jahrhunderten der Garant für den Erfolg der heimischen Unternehmen. Mit der Digitalisierung stehen die Betriebe heute vor einer großen Herausforderung.

NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk, Wolfgang Ecker: „Mit der Digitalisierung haben wir das Zukunftsthema vor uns. Unsere Unternehmen müssen neue Technologien und Prozesse etablieren. Die Bereitschaft dazu ist vorhanden. Von allen Betrieben, die sich mit Digitalisierung beschäftigen, werden 80 Prozent der digitalen Trends positiv bewertet.“ Bereits jetzt zeigen sich „digitale Umsetzungserfolge“: Seit den Goldschmieden 3D-Drucker mit einer Auflösung im Hundertstel-Millimeter-Bereich zur Verfügung stehen, können die Goldschmiede wieder vermehrt kreativ tätig sein.


Tipp!

Zehn „Gebrauchsanweisungen“ für Digitalisierungsmaßnahmen im Betrieb

Unterstützung für Digitalisierungsmaßnahmen erhalten Unternehmen in Form von Broschüren, die in einfachen Worten zeigen, wie sie in ihrem Betrieb Digitalisierung einfach einsetzen können!
Die Branchenmanuals finden Sie unter:
wko.at/noe/gewerbe

Aber auch Friseure, Tischler oder Steinmetze nutzen die Digitalisierung, etwa durch moderne Kommunikation in der Terminvereinbarung und den Einsatz neuer Technologien in der Modellierung und Oberflächenbearbeitung. Auch in der Elektrotechnik spielt die Digitalisierung bereits eine maßgebliche Rolle. Beispielsweise wird in einem Betrieb jeder Auftrag in einem digitalen Zeitverwaltungsprogramm erfasst und sowohl im Büro als auch vor Ort bei den Mitarbeitern per App am Handy angezeigt. 

„Wir haben in allen Branchen Vorzeigebetriebe, die traditionelles Handwerk auf innovative Weise digitalisieren. Nach wie vor steht die Qualität unserer Produkte und die handwerkliche Arbeit im Mittelpunkt. Aber wir haben Handlungsbedarf, um die Betriebe zu motivieren, mehr in die digitale Offensive zu gehen“, ist sich auch Bundessspartenobfrau Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, sicher. 


Interview mit NÖ Spartenobmann Gewerbe und Handwerk, Wolfgang Ecker


Porträt NÖ Spartenobmann Wolfgang Ecker
© Josef Bollwein

Die Schallaburg-Ausstellung als „Liebeserklärung an die Fähigkeiten der Hände“ – ist das noch zeitgemäß? 

Ja, unbedingt. Handwerkliches Geschick bleibt die Basis für Qualität, Entwicklung und Unverwechselbarkeit. Je digitaler das Alltagsleben bestimmt wird, umso mehr steigt das Bedürfnis nach individuellen Produkten und Dienstleistungen sowie persönlicher Ansprache. Ein Blick nach Deutschland zeigt, dass Meister wieder hoch im Kurs stehen. 2004 wurden dort zahlreiche Handwerke zu freien Gewerben erklärt. Die Folge war ein Kahlschlag der dualen Ausbildung. Der deutsche Bundeswirtschaftsminister hat angekündigt, dass die Meisterpflicht wieder kommen wird. Das zeigt: Trotz Digitalisierung bleibt Fachwissen erfolgsentscheidend. Das ist eins zu eins auf Österreich übertragbar. 


Die Suche nach Fachkräften ist eine der größten Herausforderungen?

Fachkräfte und damit Lehrlinge sind nach wie vor gesucht. Nach Jahren sinkender Lehrlingszahlen gab es 2018 endlich wieder ein Plus. In NÖ stieg die Gesamtzahl der Lehrlinge um 2,1 Prozent, die Zahl der Lehranfänger in den Betrieben sogar um 5,9 Prozent. Die WKNÖ setzt seit Jahren viele Maßnahmen, um die Lehre als attraktiv zu vermitteln. Die Wirkung ist eingetroffen, aber wir arbeiten intensiv weiter. Davon profitieren auch die Betriebe. Ein Großteil freut sich über zufriedenstellende Erträge, die Einschätzungen für das  erste Quartal 2019 sind optimistisch.

Was raten Sie jungen Menschen, die überlegen, einen handwerklichen Beruf zu ergreifen?

Schnuppern, zugreifen und die Chance nutzen. Die eigenen Fähigkeiten können im Handwerk und Gewerbe tagtäglich ausgelebt werden. Werke zu schaffen bietet Erfolgserlebnisse. Die Weiterbildungsmöglichkeiten führen auf der Leiter des Nationalen Qualifikationsrahmens (NQR) ganz nach oben, Karriereperspektiven inklusive. 

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