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Hitzeschutz für Merkursonde kommt aus Berndorf

Weltraumsonde BepiColombo startete mit niederösterreichischer Thermoisolierung in den Weltraum.

Eine Weltraumsonde vor einem Planeten.
© ESA/ATG medialab; Mercury: NASA/JPL Thermalisolation aus Österreich schützt die Merkursonde BepiColombo vor den extremen Temperaturen im All.

Die Weltraumsonde BepiColombo startete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana (Südamerika) ins All um Merkur, den kleinsten Planeten des Sonnensystems, zu erforschen. Die Thermoisolierung der Sonde wurde in Berndorf (Bezirk Baden) von der RUAG Space Austria – einem österreichischen Weltraumtechnikunternehmen – hergestellt. Die Isolation schützt die Sonde vor den extremen Temperaturen im All.

„Merkur ist der sonnennächste Planet, daher muss die Sonde extreme Hitze von über 450 Grad Celsius aushalten“, erläutert Max Kowatsch, Geschäftsführer der RUAG Space Austria. Die weißfärbige Thermal-isolation besteht außen aus Hochtemperaturisolation aus Keramikfasern und dient auch als Schutz gegen Mikrometeoriten. Nahezu jeder europäische Satellit wird mit Thermalisolation aus Österreich vor extremer Hitze und Kälte im All geschützt.

Für BepiColombo lieferte RUAG Space Austria weiters die Bodenausrüstung und Container für den Transport auf der Erde. Die gesamten Aufträge für BepiColombo belaufen sich auf rund 33 Millionen Euro. Kowatsch: „Das ist die bisher größte Beteiligung eines österreichischen Unternehmens an einer Wissenschaftsmission der europäischen Weltraumorganisation ESA.“
Nach mehreren Swing-by-Manövern an Erde, Venus und Merkur und nach einer Gesamtflugdauer von sieben Jahren wird BepiColombo in eine Umlaufbahn um den Merkur einschwenken.

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