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"Industrie 4.0 leben wir tagtäglich bei Pollmann"

Die österreichische Industrie ist stark mit dem automotiven Sektor verbunden. 900 Betriebe sind ganz oder teilweise in der automotiven Zulieferindustrie tätig und erwirtschafteten 2018 einen Produktionswert von 24,4 Milliarden Euro. Einer davon ist Pollmann.

Diese Luftaufnahme vom Dezember zeigt das neue Produktionswerk von Pollmann in Vitis, das diesen Sommer in Betrieb gehen wird.
© Pollmann Diese Luftaufnahme vom Dezember zeigt das neue Produktionswerk von Pollmann in Vitis, das diesen Sommer in Betrieb gehen wird.

Es gibt heute kaum eine Automarke weltweit, die nicht eine Komponente von Pollmann in ihren Fahrzeugen verbaut hat. So ist Pollmann inzwischen Marktführer bei Schiebedach-Kinematiken und elektromechanischen Türschlossgehäusen.

Seit 130 Jahren ist das Familienunternehmen stark mit der Region verbunden und bietet als größter Industriearbeitgeber im nördlichen Waldviertel 600 Menschen in Karlstein einen Arbeitsplatz. "Wir sind sehr dankbar für unsere loyalen Mitarbeiter. Mit dem neuen Produktionswerk in Vitis, das diesen Sommer in Betrieb gehen wird, setzten wir erneut ein starkes Bekenntnis zur Region und schaffen 60 neue Arbeitsplätze", freut sich Herbert Auer, Geschäftsführer von Pollmann International. 

Vitis – höchste Energieeffizienz und maximaler Automatisierungsgrad

Den letzten Stand der Technik entspricht das neue Werk von Pollmann in Vitis, in dessen Herstellung 17 Millionen Euro fließen.  "Bei der Planung wurde Wert auf höchste Energieeffizienz und maximalen Automatisierungsgrad gelegt. Ein Highlight ist etwa das vollautomatisierte Hochregal, wo die Waren automatisch eingelagert, ausgelagert und transportiert werden", erklärt Auer. Auch das Werk in China wird derzeit kräftig ausgebaut – die Gesamtgebäudefläche wird um knapp 10.000 m² auf zukünftig 20.500 m² erweitert. 

Seit 70 Jahren Lehrlingsausbildner

Pollmann ist einer der größten Lehrlingsausbildner der Region. Alleine in Karlstein werden derzeit 46 Lehrlinge in diesen acht Lehrberufen ausgebildet: Betriebslogistik, Elektrotechnik, Kunststofftechnik, Mechatronik, Metallbearbeitung (Dreher), Metalltechnik/Werkzeugbautechnik, Prozesstechnik und Technisches Zeichnen. 

"Die Fachkräfteausbildung hat bei Pollmann Tradition – wir bilden seit 70 Jahren Lehrlinge aus – sie ist ein wichtiges Investment in die Zukunft. Erfreulich ist auch der steigende Anteil an weiblichen Lehrlingen mit derzeit 20 Prozent. Heuer nehmen wir wieder zwölf neue Lehrlinge auf", informiert Auer.

Beim Lehrlings-Infoabend am 14. Februar können sich Eltern und interessierte Jugendliche ein Bild über das Unternehmen und die Ausbildungsmöglichkeiten bei Pollmann machen. Auer: "Heuer steht das Thema Internationalisierung im Vordergrund. Dabei stellen wir unser Programm ‚Fit for International‘ vor. Die jahrgangsbesten Lehrlinge können für zwei Wochen den Standort China oder USA besuchen. Beim Infoabend berichten Lehrlinge über ihre Auslandserfahrungen."

Erfolg durch Innovation & Internationalisierung

Eine einhundertprozentige-Exportquote von Pollmann Austria und Standorte in Tschechien, China und den USA unterstreichen die Wichtigkeit der Internationalisierung bei Pollmann. Essenziell ist, die wirtschaftliche Entwicklung in dieser dynamischen Zeit zu beobachten und darauf zu reagieren.
"Wir sind vom bevorstehenden Brexit nicht direkt betroffen, da wir nur geringe Stückzahlen nach Großbritannien liefern. Jedoch verursacht der Brexit Verunsicherung am Markt. Auch der Handelsstreit zwischen China und den USA bremst die Gesamtwirtschaft und hat somit Einfluss auf die Fahrzeugindustrie. Aktuelle Prognosen gehen derzeit noch von einem 2,4 prozentigen Wachstum der Fahrzeugproduktion in den nächsten Jahren aus. Dieses Wachstum kann durch die weltpolitische Einflüsse gebremst werden und deshalb stimmt uns dies vorsichtig optimistisch", so Herbert Auer.

"Die Branche befindet sich in einem starken Wandel. ‚Elektromobilität‘ und ‚Autonomes Fahren‘ verlangen andere Bauteile für Fahrzeuge. Pollmann hat es jeher geschafft, sich durch Innovationen bei Produkten und ihrer Herstellung erfolgreich am Markt zu behaupten. Industrie 4.0 leben wir tagtäglich", streicht Herbert Auer weitere Erfolgsfaktoren hervor.


Herbert Auer, Geschäftsführer  von Pollmann International
© Pollmann Herbert Auer, Geschäftsführer von Pollmann International


Über Pollmann

  • Pollmann ist ein international agierendes Familienunternehmen in der Automobilindustrie.
  • Eigentümer sind die Cousins Markus und Robert Pollmann. 
  • 2018 feierte das Unternehmen sein 130-jähriges Bestehen.
  • Pollmann ist Marktführer für Schiebedachmechaniken und Türschlossgehäuse.
  • In 93 Prozent aller namhaften Fahrzeuge weltweit sind Pollmann-Produkte verbaut.
  • Der Jahresumsatz lag 2017 bei 171 Millionen Euro. 
  • Neben dem Stammhaus in Karlstein hat Pollmann weitere Standorte in Tschechien, China und den USA. 
  • Weltweit beschäftigt das Unternehmen 1.700 Mitarbeiter – 600 davon in Karlstein.

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