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Das bringt das neue Pauschalreisegesetz

Mit 1. Juli 2018 wird das neue Pauschalreisegesetz in Kraft treten. Es bringt Änderungen für Veranstalter, Vermittler und Kunden.

© Peter Rigaud

Das neue Pauschalreisegesetz, das mit 1. Juli 2018 in Kraft treten wird, ist auf Verträge anzuwenden, die ab diesem Zeitpunkt geschlossen werden.

Was ist eine Pauschalreise?

Als Pauschalreise versteht man eine Kombination von mindestens zwei verschiedenen Arten von Reiseleistungen für den Zweck derselben Reise. Reiseleistungen können z.B. Personenbeförderung, Unterbringung, Autovermietung oder andere touristische Leistungen sein. 

"Verbundene Reiseleistung"

Neu sind sogenannte „verbundene Reiseleistungen”. Dies sind mindestens zwei verschiedene Arten von Reiseleistungen, die einem Reisenden in separaten Verträgen mit den jeweiligen Erbringern der Reiseleistungen für den Zweck derselben Reise, die keine Pauschalreise ist, vertraglich zugesagt werden.

Die wesentlichen Bestimmungen:

  • Der Reisende hat das Recht, den Pauschalreisevertrag auf eine Person, die alle Vertragsbedingungen erfüllt, zu übertragen. Der Übertragende und der Eintretende haften dem Reiseveranstalter als Gesamtschuldner für den noch ausstehenden Betrag des Reisepreises und die durch die Übertragung entstehenden zusätzlichen Gebühren, Entgelte und sonstigen Kosten.
    Nach Abschluss des Pauschalreisevertrags ist eine Preiserhöhung nur dann zulässig, wenn diese Möglichkeit im Vertrag ausdrücklich vorgesehen ist und wenn im Vertrag auf den dem Reisenden zustehenden Anspruch auf Preissenkung hingewiesen wird. Im Pauschalreisevertrag ist anzugeben, wie Preisänderungen zu berechnen sind.
  • Der Reisende kann vor Beginn der Pauschalreise jederzeit ohne Angabe von Gründen vom Pauschalreisevertrag zurücktreten. Tritt der Reisende vom Pauschalreisevertrag zurück, so kann der Reiseveranstalter die Zahlung einer angemessenen und vertretbaren Entschädigung verlangen.
  • Der Reisende hat Anspruch auf eine angemessene Preisminderung für jeden von einer Vertragswidrigkeit betroffenen Zeitraum der Pauschalreise. Dies gilt nicht, soweit der Reiseveranstalter nachweist, dass die Vertragswidrigkeit dem Reisenden zuzurechnen ist. 
  • Der Reisende hat gegen den Reiseveranstalter Anspruch auf angemessenen Ersatz des Schadens, den er infolge der Vertragswidrigkeit erlitten hat. War die Vertragswidrigkeit erheblich, so ist auch der Ersatz der entgangenen Urlaubsfreude umfasst.

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