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NÖ Immobilien: Preise am Land ziehen an - Branche fordert Erleichterungen

Der Immobilienpreisspiegel 2017 des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder zeigt deutliche Trends und Tendenzen: In NÖ sind die Preise am Land stärker angestiegen – auch wenn die Basis geringer ist. Im bundesweiten Vergleich zeigen sich nicht nur bei den unterschiedlichen Objektarten, sondern auch regional große Preisunterschiede.

© Fotolia

"Markt macht den Preis!"

Anlässlich der Präsentation des aktuellen Immobilienpreisspiegels sprach sich der Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Georg Edlauer, entschieden gegen weitere Restriktionen für die Wohnungswirtschaft aus: „Der Markt macht den Preis! Es gibt vor allem in den Ballungszentren – etwa in Wien – deutlich zu wenig Wohnungen."

Da am Wohnungsmarkt die Nachfrage nach Wohnraum das Angebot bei weitem übertreffe, seien die steigenden Preise auf das unzureichende Angebot zurückzuführen. 

Investitionsanreize und Entbürokratisierung

Um hier gegenzusteuern, müsse man daher in jenen Gebieten, wo es erhöhte Nachfrage gebe, den Wohnbau fördern, fordert Edlauer: „Durch Investitionsanreize, steuerliche Erleichterungen und durch Entbürokratisierung. Etwa, indem man die Grundstücksbeschaffung erleichtert, zum Beispiel durch ein adaptiertes Baurechtsgesetz." 

Erst ein ausreichendes Angebot an Wohnungen führe nachhaltig zu regulierten Preisen, betonte der Obmann. „Wobei", wie Edlauer anmerkt, „im europäischen Vergleich die Wohnkosten in Österreich eher niedrig sind, wie Studien belegen." Der aktuelle Immobilienpreisspiegel verdeutliche jedenfalls einmal mehr Schwarz auf Weiß das wirtschaftliche Grundgesetz von Angebot und Nachfrage, so Edlauer: „Die aktuelle Preisentwicklung repräsentiert den Markt – dort wo es knapp ist, steigen eben die Preise." Dabei gebe es, wie der bundesweite Vergleich zeigt, nicht nur bei den unterschiedlichen Objektarten, sondern auch regional große Preisunterschiede.


Immobilienpreisspiegel 2017
© Immobilienpreisspiegel 2017/Grafik: Ersan Ismani

Der Immobilienpreisspiegel 2017 reflektiert nicht die erzielbaren Preise bezogen auf das Einzelobjekt, sondern – basierend auf einer Mitgliederbefragung – den statistisch errechneten Durchschnittspreis der im Jahr 2015 erzielten Immobilienpreise und enthält die Auswertungen verschiedener Liegenschaftsarten für alle politischen Bezirke.

Der Immobilienpreisspiegel 2017 bildet daher auch keine aktuellen Immobilienpreise (Angebotspreise) oder eine aktuelle Preisentwicklung 2017 ab, sondern im Rückblick die Entwicklung des Jahres 2016.

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