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„Ich bin die Chefin!“

Am 8. März ist der Internationale Frauentag. Auch Niederösterreichs Wirtschaft wird immer weiblicher. 51 Prozent der aktiven Unternehmen sind in Frauenhand, im Jahr 2018 gab es rund 4.500 Neugründungen von Frauen – Tendenz steigend.

Fleischhauerin, Businesswoman, Bäckerin und Metallarbeiterin.
© Fotolia

„Als Frau und Unternehmerin musste ich an meinen Ellbogen schon ‚Schützer' befestigen. In der Geschäftswelt herrschte früher der Glaube, dass nur ein Mann das machen kann", wurde Doris Steiner, Chefin vom Fleischerfachgeschäft in Sollenau, manchmal belächelt.

Besonders geärgert hat sie sich, wenn Vertreter zu ihr gekommen sind und nach dem Chef gefragt haben. Auf ihre Erwiderung: „Das bin ich“, wurde ein zweites Mal nachgefragt – ohne zu akzeptieren, dass sie die Antwort bereits gegeben hatte. „Das hat sich aber geändert“, ist die Sollenauerin froh. Da sie mit einem älteren Bruder aufgewachsen ist, hat sie schon als Kind gelernt sich durchzusetzen. Und das hat ihr auf ihrem Weg sehr geholfen, als sie den elterlichen Betrieb übernommen hat.

WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl hat früher ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch ihr wurde gesagt, dass Frauen in die Bereiche Kinder, Kirche und Küche gehören. Daran gehalten hat sich sich jedoch nicht. 

Frauen sollen und wollen mitgestalten

Als erfolgreiche Unternehmerin und Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich will sie, dass Frauen in der Gesellschaft mitreden und diese mitgestalten, denn: „Wenn wir es nicht selber machen, macht es keiner für uns!“ Folgerichtig lautet das erklärte Ziel, dass es das Netzwerk „Frau in der Wirtschaft“ einmal nicht mehr geben muss.

Derzeit gibt es in Niederösterreich 41.000 aktive Unternehmerinnen. Stolz erzählt Waltraud Rigler, Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“: „Im Vorjahr hatten wir rund 4.500 Neugründungen von Frauen. Die Tendenz der Betriebe, die von Frauen geführt werden, steigt!“ 

Gute Geschäftsideen treiben Frauen an

Warum sich Frauen selbstständig machen, liegt für sie auf der Hand: „Eine gute Geschäftsidee und der Wille, etwas bewirken zu wollen, treibt Unternehmerinnen zur Gründung an. Der Spagat zwischen Familie und Beruf ist allerdings nach wie vor herausfordernd“, so Waltraud Rigler. Deshalb gibt es auch die Betriebshilfe. Diese Initiative der WKNÖ hilft im Krankheitsfall, bei Unfall, Rehabilitation oder im Mutterschutz zur Aufrechterhaltung des Betriebes. Tüchtige, engagierte und flexible BetriebshelferInnen sorgen während der Abwesenheit dafür, dass der Betrieb nicht geschlossen werden muss.

Dass es auch in der Logistikbranche viele gute Frauen gibt, weiß Beate Färber-Venz, seit Kurzem Spartenobfrau NÖ Transport und Verkehr: „Wir wollen diese Frauen vor den Vorhang holen und damit diese männerdominierte Branche für Frauen interessanter machen.“ Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des DamenLogistikClubs. In diesem Netzwerk sind über 100 österreichische Entscheidungsträgerinnen aus der Transport- und Logistikbranche. wko.at/noe/fiw


„Wir kämpfen für die besten Rahmenbedingungen“

Porträtfoto
© Margarete Jarmer Waltraud Rigler, Landesvorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“

Was wissen Sie über die Entstehungsgeschichte von „Frau in der Wirtschaft“?

Sonja Zwazl war die Pionierin vom Frau in der Wirtschaft-Netzwerk. Sie war von 1985 bis 2005 NÖ Vorsitzende und von 2000 bis 2007 Bundesvorsitzende. Unsere WKNÖ-Präsidentin hat also dieses Netzwerk wesentlich geprägt und mitgestaltet. Ich bin stolz, dass wir das weiterführen und am 2. Oktober unser 42. Unternehmerinnenforum in Wiener Neustadt feiern.

Was ist Ihre Motivation, sich für andere Frauen zu engagieren?

Frau in der Wirtschaft ist unser Sprachrohr in sämtlichen Fragen des unternehmerischen Lebens, vor allem, wenn es darum geht, für die besten Rahmenbedingungen zu kämpfen, Fehlentwicklungen aufzuzeigen, Lösungen auszuarbeiten, Unternehmerinnen zu unterstützen und Niederösterreichs Wirtschaft in eine prosperierende Zukunft zu führen.

Was fordert FiW aktuell?

Wir fordern, dass für Unternehmerinnen das Büro im Wohnungsverband steuerlich begünstigt wird. Denn zumeist arbeiten Ein-Personen-Unternehmerinnen zuhause. Das Arbeitszimmer soll jährlich mit 1.500 Euro pauschal steuerlich abzugsfähig sein. Weiters soll die Grenze der geringwertigen Wirtschaftsgüter auf 1.500 Euro erhöht werden, das macht Investitionen auch für kleinere Unternehmen attraktiver.
Diagramm: Gründungen von Einzelunternehmen
© WKNÖ
Frauenanteil bei den NÖ Lehrlingen
© WKNÖ
Diagramm: Natürliche aktive Spartenmitglieder nach Geschlecht.
© WKNÖ
Diagramm: Erwerbstätige Frauen und Männer in NÖ
© WKNÖ
Diagramm: Frauenanteil natürliche Kammermitglieder
© WKNÖ
Diagramm: Frauenanteil Spartenobleute
© WKNÖ

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