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Nicht auf dem Rücken der Betriebe

Von WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl

Porträtfoto.
© Gabriele Moser

Großzügigere Anrechnungen von Karenz- und Kinderbetreuungszeiten, wie sie jetzt gefordert werden, dürfen keinesfalls allein auf Kosten der Wirtschaft gehen. Natürlich steht die Wirtschaft für eine bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber Familienpolitik ist ein gesamtgesellschaftliches Thema.

Entsprechend können großzügigere Anrechnungen von Karenzzeiten auch nur auf Basis des Pensionsrechts und Zuschlägen erfolgen. Ein Abwälzen der Kosten dafür auf die Unternehmerinnen und Unternehmer, wie das die Bundesregierung nun will, ist der falsche Weg. Denn die damit verbundene weitere Erhöhung der Lohn- und Lohnnebenkosten wäre eine Belastung der Betriebe und des gesamten Wirtschaftsstandortes. Womit die Forderung letztendlich natürlich auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schaden würde, vor allem den Frauen.

Es zählt, was auf allen Ebenen zählt: Wenn Betriebe zu sehr belastet werden, dann tut das weder den Unternehmen, noch den Beschäftigten gut. Es hat eben einen guten Grund, dass Fragen rund um Löhne und Gehälter Sache der Sozialpartner und der jeweiligen Kollektivverhandlungen sind. Denn die Branchen haben unterschiedliche Bedingungen und Voraussetzungen. Entsprechend können auch nur dort die jeweils für die Branche optimalen und vor allem auch finanzierbaren Lösungen gefunden werden.

Das betrifft die Höhe der Löhne, die, natürlich gemeinsam, in den Unternehmen erwirtschaftet werden müssen – und nicht durch Zurufe oder Vorgaben entstehen. Und das betrifft auch soziale Fragen. Zurufe von außen oder gesetzliche Regelungen sind da schlicht fehl am Platz.

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