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Neuer NÖ Industrie-Obmann Helmut Schwarzl präsentiert Leitbetriebsstudie

Der Industrie-Betrieb Worthington Cylinders GmbH investiert 10 Millionen Euro in ein neues Composite-Werk in Kienberg bei Gaming und sichert damit insgesamt fast 1000 heimische Jobs ab.

V. l. Spartenobmann NÖ Industrie Helmut Schwarzl, Timo Snoeren, Geschäftsführer Worthington Industries, Herwig Schneider und Geschäftsführer der NÖ Sparte Industrie, Alexander Schrötter.
© Andreas Kraus V. l. Spartenobmann NÖ Industrie Helmut Schwarzl, Timo Snoeren, Geschäftsführer Worthington Industries, Herwig Schneider und Geschäftsführer der NÖ Sparte Industrie, Alexander Schrötter.

Es ist kein einfacher Zeitpunkt, zu dem Helmut Schwarzl, Geschäftsführer von Geberit in Pottenbrunn, die Führung der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer NÖ übernommen hat: „Es ist eine herausfordernde Zeit, nicht nur für die Industrie, sondern für die gesamte Wirtschaft“, ist sich der neue Obmann bewusst. „Doch wenn die letzten Monate eines gezeigt haben, dann, dass die rund 1000 Betriebe unserer Branche Verantwortung zeigen und durch ihren Einsatz dazu beitragen, dass die Grundversorgung der Menschen im Land aufrecht erhalten bleibt.“ Über 68.000 Beschäftigte in der niederösterreichischen Industrie leisten ein Drittel der Wertschöpfung des ganzen Landes. „Wir sind die tragende Säule des BIP!“, so Helmut Schwarzl. 

Der neue Obmann der NÖ Industrie folgt Thomas Salzer nach, der diese Funktion zehn Jahre lang ausgeübt hatte. Bernhard Dichtl und Veit Schmid-Schmidsfelden wurden als Spartenobmann-Stellvertreter ebenfalls einstimmig gewählt. Karl Bauer und Sigurd Hofe komplettieren das Spartenpräsidium als kooptierte Mitglieder.

Zur aktuellen Lage der NÖ Industrie nach Corona berichtet Helmut Schwarzl, dass 71 Prozent der Industriebetriebe auf Kurzarbeit gesetzt haben, um die Produktions- und Auftragsausfälle zu kompensieren und Arbeitsplätze abzusichern. Nun würden viele Unternehmen wieder in den normalen Rhythmus zurückkehren. Alarmierend sei allerdings, dass drei von vier Unternehmen ihren Investitionsplan aufgrund der Coronakrise ändern mussten. „Die Investitionsprämie und andere Maßnahmen der Bundesregierung helfen. Aber das Ausbleiben der Investitionen hat schwere Langzeitfolgen. Investitionsgetriebenes Wirtschaftswachstum ist notwendig, um diese Krise möglichst gut und nachhaltig zu überstehen“, so Schwarzl.

Die Corona-Krise hat sich auch auf die Lehrlingsausbildung ausgewirkt: Für 37 Prozent der Betriebe hat die Corona-Krise eine direkte Auswirkung bei der Lehrlingsgewinnung gehabt – das zeigt eine aktuelle Befragung aller Ausbildungsbetriebe in der NÖ Industrie: Es fanden keine Schnuppertage, keine Bewerbungsgespräche oder Aufnahmetests statt. Erfreulich: Trotzdem bleiben zwei Drittel der Unternehmen beim geplanten Stand der Lehrlinge – sofern sie die passenden KandidatInnen finden. Derzeit bildet die NÖ Industrie in rund 220 Betrieben über 2600 Lehrlinge aus. 

Erdgastank aus dem Mostviertel

Besonders in Krisenzeiten zeige sich die enorme Bedeutung von Innovationen, so Schwarzl: „Die Firma Worthington Cylinders in Kienberg bei Gaming ist bereits seit 200 Jahren innovativ unterwegs.“ Wurden die ersten 100 Jahre Achsen für Kutschen gebaut, produziert man nun Stahlflaschen, die mit verschiedensten Hochdruckgasen befüllt werden. Timo Snoeren, Geschäftsführer von Worthington Cylinders: „Eines unserer Produkte ist der Tank für Erdgasautos von VW. Oder auch Gasflaschen für medizinischen Sauerstoff. Bei diesen haben wir insbesondere in der COVID-19-Krise eine gesteigerte Nachfrage registriert.“ 

Ab August 2020 wird die Produktpalette noch einmal erweitert. Snoeren: „Wir produzieren dann sehr leichte und extrem druckresistente Kunststoffbehälter, die als Tanks für Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge, insbesondere für Busse und LKWs, zum Einsatz kommen.“ Dazu wurde mit einer Investition von rund zehn Millionen Euro das Composite-Werk in Kienberg erweitert. Die ersten An-Bord-Tanksysteme für Busse werden im vierten Quartal 2020 an die Kunden geliefert werden.

Das Unternehmen erwirtschaftet jährlich 100 Millionen Euro. Insgesamt sind in Kienberg 400 Beschäftigte tätig, die aus 18 unterschiedlichen Nationen kommen. Sie haben Worthington 2019 bereits zum 4. Mal den ersten Platz bei „Great Place To Work“ gesichert. 

Studie „Motor der Regionen“

Grund genug für das Industriewissenschaftliche Institut, in einer Studie die volkswirtschaftlichen Effekte der Worthington Cylinders GmbH als Leitbetrieb unter die Lupe zu nehmen. Professor Herwig Schneider: „In der Region wird das Unternehmen als positiv wahrgenommen: Viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stammen aus der Region. Der Standort in Kienberg ist mit einer nur geringen Mitarbeiterfluktuation von weniger als 3 Prozent im Jahr konfrontiert.“
Industrie-Obmann Helmut Schwarzl betont: „Worthington ist ein eindrucksvoller Leitbetrieb: Teilweise arbeiten ganze Generationen einer Familie im Unternehmen. Auch unter den Lehrlingen ist Worthington ein beliebter Arbeitsplatz.“

Weitere Erkenntnisse aus der Studie: 

  • Aus der gesamtwirtschaftlichen Analyse mit der Messung aller Hebeleffekte in der Region gehen Umsatzerlöse, welche durch den laufenden Betrieb der Worthington Cylinders GmbH im Jahr 2018 ausgelöst werden, in der Höhe von insgesamt 206,6 Mio. EUR hervor. 
  • Das Volumen der durch die Worthington Cylinders GmbH bewirkten gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung beläuft sich auf 96,5 Mio. EUR, davon sind 40,1 Mio. EUR direkt auf die Worthington Cylinders GmbH zurückzuführen. Es ergeben sich weitere 32,5 Mio. EUR an indirekter - bei Zulieferern - sowie 23,9 Mio. EUR an induzierter - aufgrund der höheren Kaufkraft in der Region entstehender - Wertschöpfung.
  • Auf Basis der induzierten und indirekten Effekte profitieren – gemessen an der Wertschöpfung – insbesondere Branchen wie das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 6,6 Mio. EUR, die Herstellung von Metallerzeugnissen (6,4 Mio. EUR), der Großhandel (4,3 Mio.), die Beherbergung & Gastronomie (2,8 Mio. EUR), die Metallerzeugung und -bearbeitung (2,7 Mio. EUR) sowie der Einzelhandel (2,2 Mio. EUR).
  • In Summe sichert die Worthington Cylinders GmbH 968 Beschäftigungsverhältnisse in Österreichs Volkswirtschaft ab. 400 davon befinden sich im Unternehmen selbst.
  • Insgesamt werden in Österreich durch den Bau des neuen Werks 78 Arbeitsplätze geschaffen. An Fiskal- und Sozialbeitragseffekten werden im Zuge der Investition rund 1,8 Mio. EUR an den Fiskus abgeführt.

„Unternehmen wie Worthington aktivieren die Wirtschaft weit über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus und schützen sie damit in Krisenzeiten“, so Studienautor Herwig Schneider abschließend.

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